MMA - Europa

Cro Cop liebäugelt mit Rückkehr zum MMA

"Right kick hospital, left kick cemetary" - bald auch wieder im Käfig? (Foto: FEG Inc.)

Mirko „Cro Cop“ Filipovic kann es einfach nicht lassen: Nachdem er im Oktober seinen Rücktritt vom MMA-Sport ankündigte, erzählte der kroatische Kampfsportstar diese Woche in einem Interview mit USA Today, dass er für nächstes Jahr seinen Rücktritt vom Rücktritt plane.

Bei UFC 137 zog sich Cro Cop zum vorerst letzten Mal die MMA-Faustschützer an. Nach seiner TKO-Niederlage gegen den „Ultimate Fighter 8“-Gewinner Roy Nelson meinte er, es würde ihm sehr schwer fallen, den Sport und die Organisation zu verlassen (GnP berichtete). Heute klingt der 37 Jahre alte Kroate ganz anders.

„Was meinen Rücktritt aus der UFC angeht, so sagte ich, dass es mein letzter Kampf für die UFC gewesen sei, aber ich sagte nicht, dass ich nicht mehr kämpfen würde“, so Cro Cop. „Ich habe das nie gesagt. Ich denke, es ist besser zu sagen, dass ich geboren wurde, um zu kämpfen.“

Nach seinem Abschied aus der UFC unterzog sich Cro Cop einer Operation, um seinen schon vor dem Kampf verletzten Arm zu heilen. Kaum konnte er wieder trainieren, bereitete er sich auf ein Duell gegen Ray Sefo – ebenfalls ein früherer K-1-Star – vor, das im März in seiner Heimatstadt Zagreb stattfand. Cro Cop gewann das als „Final Fight“ titulierte Gefecht einstimmig nach Punkten.

„Ich fühle mich wie ein kleines Kind, ich bin so glücklich“, sagte Cro Cop. „Ich trainiere jeden Tag. Für gewöhnlich trainiere ich zweimal täglich. Donnerstags und sonntags hätte ich eigentlich frei, aber selbst an diesen Tagen trainiere ich mindestens einmal. Ich muss mindestens einmal täglich trainieren, um glücklich sein zu können.“

Im Mai schlug Cro Cop den Spanier Loren Javier Jorge bei der Comeback-Veranstaltung „World MAX 2012 Final 16“ von K-1 in Madrid in der zweiten Runde mit einem Aufwärtshaken K.o. Derzeit bereitet sich Cro Cop darauf vor, am 14. Oktober bei der „Final 16“-Veranstaltung des K-1 World Grand Prix 2012 in Tokio an den Start zu gehen. Doch sein Herz hängt am MMA-Sport, und nach dem K-1 Grand Prix will er sich wieder dem MMA-Sport widmen.

„Wenn ich tief in meine Seele blicke, muss ich sagen, dass ich wieder MMA kämpfen möchte“, sagte Cro Cop. „Die Menschen verstehen es nicht, Kampfsport ist mein Leben. K-1 war meine erste Liebe, aber erst diese Woche fiel es mir beim Kickbox-Sparring sehr schwer, meine Gegner nicht auf den Boden zu werfen und mit Ground and Pound zu attackieren. Selbst während meiner Vorbereitung auf den K-1 Grand Prix trainiere ich mehrere Male die Woche Grappling.“

Cro Cop hat in seiner sechzehnjährigen Kampfsportkarriere 10-Mal für die UFC und 24-Mal für PRIDE gekämpft, wo er 2006 den Open Weight Grand Prix gewann. Zweimal kam er bis ins Finale des K-1 World Grand Prix. Doch seine bisherigen Erfolge reichen dem ehrgeizigen Kroaten nicht, er will es der Welt noch einmal zeigen.

„Meine Motivation ist, dass ich jedermann beweisen will, dass ich immer noch dazu fähig bin, im Käfig zu kämpfen“, sagte Cro Cop. „Ich bin nicht alt. Ich bin 37, aber ich kann Dinge tun, die zehn Jahre jüngere Kämpfer nicht tun können. Das werde ich beweisen – oder beim Versuch umkommen.“