MMA - Europa

BAMMA 23: Titelkämpfe für Ruben Wolf und Rany Saadeh

BAMMA 23: Godbeer vs. Wolf

BAMMA lässt die traditionelle Rivalität zwischen Deutschland und England auch im MMA-Sport wieder aufleben: Zwei Kämpfer aus Deutschland, Ruben Wolf und Rany Saadeh, führen BAMMA 23 am 14. November in Birmingham in Titelkämpfen an.

Ruben Wolf (10-6) sorgte bereits im Februar dieses Jahres in England für Aufsehen, als er dem ungeschlagenen Lokalmatador James Mulheron bei „Made 4 the Cage“ den Schwergewichtstitel abnahm. Nach seinen vorzeitigen Siegen bei der kroatischen FFC gelang ihm damit endgültig der Durchbruch auf europäischer Ebene.

Bei BAMMA 23 fordert Wolf erneut einen Schwergewichtstitelträger aus England heraus. Im Hauptkampf der Veranstaltung trifft der Rosenheimer auf Mark Godbeer (10-2), der sich seinen Gürtel erst im Juni bei BAMMA 21 mit einem T.K.o.-Sieg über Paul Taylor geschnappt hat.

Wolf und Godbeer gingen in ihren insgesamt 28 Profikämpfen noch nie über die volle Distanz – das wird voraussichtlich auch am 14. November der Fall sein.

Saadehs erste Titelverteidigung

Seit Rany Saadeh (7-1) vor einem Jahr den vakanten Fliegengewichtstitel von BAMMA gewann, zählt er zu Europas größten Nachwuchstalenten in dieser Gewichtsklasse. Bei BAMMA 23 muss er seinen Gürtel zum ersten Mal verteidigen und holt dabei den Kampf gegen den ungeschlagenen Engländer Chris Miah (7-0) nach. Ihr Duell hätte bereits im April bei BAMMA 20 stattfinden sollen, doch Saadeh musste kurzfristig aufgrund einer Erkrankung absagen. Nun steht er Miah in dessen Heimatstadt Birmingham gegenüber.

England ist allerdings ein gutes Pflaster für den 22 Jahre jungen Berliner Verbrechensbekämpfer. Nach seiner Niederlage im UCC-Titelkampf gegen den erfahrenen Pietro Menga gewann Saadeh auf der Insel vier Kämpfe in Folge. Mit Alan Omer schaffte es bereits ein BAMMA-Champion aus Deutschland in die UFC, und wenn Saadeh im November an seine guten Leistungen aus dem vergangenen Jahr anknüpft, könnte er einer der Spitzenkandidaten sein, wenn die UFC in seine Heimatstadt Berlin zurückkehrt.

England gegen Deutschland im Käfig

Englische Kampfsportpromoter widmeten bereits mehrere Veranstaltungen dem Motto „England vs. Germany“, am prominentesten Cage Warriors und FX3.

Am 27. Mai 2006 stiegen bei „Strike Force 6“ von Cage Warriors die deutschen MMA-Pioniere Mario Stapel, Peter Angerer, Jesse-Björn Buckler, Cengiz Dana, Andre Balschmieter, Daniel Weichel und Franco De Leonardis in den Käfig. Deutschland gewann den Ländervergleich mit 4:3.

Am 24. November 2007 revanchierten sich die Engländer bei FX3 mit einem 1:2 aus deutscher Sicht. Für Deutschland kämpften damals Stapel, Angerer und Sebastian Baron.