MMA - Europa

BAMMA 15: Berliner Rany Saadeh siegt in London nach Punkten

Rany Saadeh (Fotos: Mark Bergmann/Groundandpound.de)

Der 21-jährige Berliner Rany Saadeh konnte am Samstagabend in der Londoner Copper Box Arena den zweiten Sieg im zweiten Kampf für Englands Premium-Organisation BAMMA einfahren. Für das englische Schwergewicht Oli Thompson lief es weniger gut, er wurde im Hauptkampf des Abends nach nur 18 Sekunden abgewürgt.

Rany Saadeh wollte sich gegen Mahmood Besharate für einen BAMMA-Titelkampf im Fliegengewicht empfehlen. Das hat er geschafft. Aus der Oberlage dominierte er den „Persian Pride“ nach Belieben, arbeitete immer wieder mit Ground and Pound, konnte jedoch keine wirklich signifikanten Treffer anbringen. Erstaunlicherweise war es in den ersten beiden Runden oft Besharate, der den Takedown suchte, obwohl er im Stand mehr Chancen zu haben schien. Zumindest traf er Saadeh zweimal mit Highkicks, auch wenn die nur auf der Deckung landeten.

Im dritten Durchgang konnte der Berliner einen knackigen Konterhaken anbringen und Besharate gehörig durchschütteln. Sofort legte er mit einem Takedown nach und sicherte die Oberlage, um auch diese Runde nach Hause zu schaukeln. Die Punktrichter werteten anschließend dreimal 30:27 für Saadeh, für den die nächste Station nun in der Tat „BAMMA-Federgewichtstitel“ heißen könnte.

Sekundenschlaf mal anders

Oli Thompson will am 17. Mai in der Danziger Ergo Arena vor 14.000 Menschen gegen Superstar Marisuz Pudzianowski in den Käfig steigen. Vorher musste er sich am Samstagabend im Hauptkampf von BAMMA 15 dem „Albanischen Psycho“ Gzim Selmani stellen. Der war nicht gekommen, um Faxen zu machen und stürmte mit dem Startkommando von Referee Marc Goddard vorwärts. Die meisten Hände trafen zwar nicht richtig, Thompson wurde eher nach hinten gestoßen, dafür landete das abschließende Knie zum Kopf. Der Engländer ging zu Boden, wo ihn Selmani sofort in einen Guillotine Choke zwang. Der Tap blieb aus – nachdem Goddard den Arm Thompsons anhob und der leblos zu Boden sank, wurde klar warum: Oli Thomson war nach nur 18 Sekunden Kampfzeit im Reich der Träume gelandet. Selmani kündigte anschließend an, als nächstes um den BAMMA-Titel kämpfen zu wollen.

Gzim Selmani siegt durch Blitz-Submission.

Pech für die BAMMA-Helden

Auch in den weiteren Begegnungen des Hauptprogramms lief es für die englischen Publikumslieblinge wenig erfreulich. „Freakshow“ Colin Fletcher konnte gegen den Amerikaner Tony Hervey nur einen hauchdünnen, geteilten Punktentscheid herausholen, Weltergewichtschampion Wayne Murrie verlor seinen Titel nach gut drei Minuten in einem Rear-Naked Choke von „Rocky“ Leon Edwards.

Den Kampf des Abends lieferten sich die beiden Franzosen Tom DuQuesnoy und Teddy Violet – hohes Tempo, hohes Niveau. Der erst 20-jährige DuQuesnoy glänzte mit Ruhe, Übersicht und technischer Überlegenheit und etablierte sich mit einem beeindruckenden Triangle-Sieg in der zweiten Runde als bestes Federgewicht aus Frankreich.

Alle Ergebnisse von BAMMA 15 im Überblick:

BAMMA 15: Thompson vs. Selmani
5. April 2014
Copper Box Arena in London, England

Gzim Selmani bes. Oli Thompson via Technical Submission (Guillotine Choke) nach 0:18 in Rd. 1

Britischer Weltergewichtstitelkampf
Leon Edwards bes. Wayne Murrie via Submission (Rear-Naked Choke) nach 3:13 in Rd. 1

Colin Fletcher bes. Tony Hervey geteilt nach Punkten

BAMMA Federgewichtstitelkampf
Tom DuQuesnoy bes. Teddy Violet via Submission (Triangle Choke) nach 1:23 in Rd. 2

Britischer Mittelgewichtstitelkampf
Harry McLeman bes. Andy De-Vent einstimmig nach Punkten

Ryan Scope bes. Ali Arish einstimmig nach Punkten
Rany Saadeh bes. Mahmood Besharate einstimmig nach Punkten
Jefferson George bes. Jack Grant geteilt nach Punkten
Alex Montagnani vs. Nathan Jones via Submission (Rear-Naked Choke) nach 2:43 in Rd. 1
Andy Craven bes. Richard Edwards via Submission (Rear-Naked Choke) nach 2:12 in Rd. 1
Ed Arthur bes. Nathaniel Wood via Submission (Rear-Naked Choke) nach 1:48 in Rd. 3
Jacek Toczydlowski bes. Benny Carr via Submission (Schläge) nach 1:32 in Rd. 1