MMA Deutschland

We Love MMA 44: Stoltzfus verteidigt Titel dominant

Bleibt auch weiterhin Champion: Dustin Stoltzfus (Foto: WLMMA).

Der 44. Ausgabe von We Love MMA war ein besonderes Ereignis vorangegangen: US-Botschafter Richard Grenell, seines Zeichens riesiger MMA-Fan, veranstaltete am Donnerstagabend in seiner Berliner Residenz einen Empfang anlässlich des anstehenden Kampfabends. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Dustin Stoltzfus. Der gebürtige Amerikaner war als WLMMA-Mittelgewichtschampion natürlich von großem Interesse für den Politiker, der ihm in einer flammenden Rede viel Erfolg für seinen Kampf wünschte. Es scheint geholfen zu haben.

Denn im Hauptkampf zeigte Stoltzfus ein Lehrstück, indem er Filip Zadruzynski in zweieinhalb Minuten abfertigte. Der K.o.-gefährliche Münchner konnte seine Schläge kaum anbringen und musste stattdessen Kicks, Ellbogen und Fäuste des Champions einstecken, unter denen er schließlich auf die Matte ging. Dort setzte Stoltzfus zum Guillotine Choke an, der den Kampf nach 2:21 Minuten beendete. Noch im Octagon forderte ihn anschließend Tim Richter heraus, nachdem ihr ursprünglich geplanter Kampf wegen einer Verletzung Richters abgesagt werden müsste.

Zeitner dominiert, Ringrichter sorgt für Kontroverse

Im vorletzten Kampf des Abends zeigte sich Adrian Zeitner ähnlich dominant wie Stoltzfus. Der von einer längeren Pause zurückkehrende Mick Mokoyoko erwischte ihn bei einem Takedownversuch zwar beinahe mit einem Kick, aber eben nur beinahe. Stattdessen verlagerte Zeitner das Geschehen auf die Matte, bearbeitete den Kölner dort mit Schlägen, holte sich den Rücken und zwang den Veteranen schließlich nach knapp vier Minuten mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe.

Zuvor holte sich Tomasz Sobczak in einem äußerst grapplinglastigen Duell eine einstimmige Punktentscheidung über Daniel Huchler. Mit zwischenzeitlichen Scramblen verzückten beide das Publikum, am Ende aber war es der Pole, der dank deutlich mehr Zeit in der Oberlage alle Punktrichter von sich überzeugen konnte.

Eine Kontroverse verursachte das Weltergewichtsduell zwischen Michal Rogowski und Ken Antwi-Adjei. Rogowski hatte seinen Gegner in einem Arm Triangle erwischt, der Ringrichter fasste Antwi-Adjeis Arm, schien zu schlussfolgern, dass er bewusstlos sei und brach den Kampf ab. Antwi-Adjei jedoch sprang ohne Umschweife auf und beschwerte sich gestenreich, wenig später stimmte auch das Publikum mit lautem Buhen in den Unmut mit ein. Allein, es half nichts - Michal Rogowski durfte mit einem Aufgabe-Sieg im Gepäck den Heimweg nach Polen antreten.

Anbei die Ergebnisse im Überblick:

We Love MMA 44
8. Dezember 2018
Mercedes-Benz-Arena Berlin

Titelkampf im Mittelgewicht
Dustin Stolzfus bes. Filip Zadruzynski via Guillotine Choke nach 2:21 in Rd. 1

Hauptprogramm
Adrian Zeitner bes. Mick Mokoyoko via Rear Naked Choke nach 4:14 in Rd. 1
Tomasz Sobczak bes. Daniel Huchler nach Punkten
Sylwester Hasny vs. Ahmad Halimson endet im Unentschieden
Michal Rogowski bes. Ken Antwi-Adjei via Aufgabe nach 2:01 in Rd. 1
Christian Jungwirth bes. Ebrahim Hosseinpour nach Punkten

Vorprogramm
Joram Wittke bes. Andrii Shtefan via Rear Naked Choke nach 2:04 in Rd. 2
Ismail Akilic bes. Alexios Alexiadis nach Punkten
Saman Mozafar bes. Kevin Kotroba via T.K.o. (Schläge) nach 1:49 in Rd. 2
Till Stritter bes. Toni Grande via Aufgabe nach 1:36 in Rd. 1
Salambek Elderbiev bes. Joseph Uhlig nach Punkten
Martin Uhlich bes. Massood Sadeqpoor nach Punkten