MMA Deutschland

We Love MMA 43: Abeku-Comeback, Haqparast-Debüt und mehr

Mit We Love MMA 43 zieht es die erfolgreiche deutsche Veranstaltungsreihe hoch in den Norden der Republik. Im Gepäck ist ein von Highlights gespicktes Programm. Damit wollen die Organisatoren und Matchmaker am Samstag, den 24. November 2018, ihren Fans in der Hansestadt Hamburg wieder richtig einheizen. Auf Kampfsport erprobtem Terrain in der Barclaycard-Arena wird die Liste von 13 Duellen durch den Hauptkampf des Abends zwischen Abeku Afful und Veselin Dimitrov angeführt.

Abeku Afful ist zurück. Zwei Jahre nach den bestürzenden Vorfällen aus dem Jahr 2016, steht der Hamburger bei We Love MMA nicht nur wieder im Käfig, sondern sogar im Hauptkampf. Afful wurde damalig schwer verletzt und es war lange unklar, ob dieser je wieder gehen, geschweige denn kämpfen könne. Doch der gebürtige Ghanaer gab an, nie an einer Rückkehr gezweifelt zu haben und steht nun am Samstag nach einem zweijährigen harten Weg zurück in den Cage, endlich vor seinem lang erwarteten Comeback.

Mit dem Hamburger Hammer Gym und seinem eigenen Team Ivory MMA im Rücken wird der mittlerweile 37-Jährige mit Veselin Dimitrov vom Pantera Gym aus Osnabrück jedoch eine ziemlich harte Nuss zu knacken haben. Bei allem Respekt für Affuls Willen zur Rückkehr wird dieser nämlich, sobald sich die Käfigtür hinter den beiden Mittelgewichtlern geschlossen hat, keine Rücksicht nehmen und ihm, als erfahrener Ringer, einen harten Kampf liefern. Doch gerade dies ist wohl der größte Respekt den ein Kämpfer dem anderen erweisen kann.

Drei weitere Kämpfe seien exemplarisch für die vielen Highlights noch herausgepickt. Zum einen wird Amin Cherkaoui auf Daniel Makin treffen. Cherkaoui hat mit seinem Team der Hamburger Allstars nicht nur den Heimvorteil auf seiner Seite. Auch mit Verweis auf die jeweilige Bilanz lässt der erste Blick die klaren Vorteile beim Hamburger vermuten. Hat er doch bei insgesamt vier Profikämpfen schon öfter die Arme heben können, als sein Gegner in dessen gesamten 16 Kämpfen. Dazu dürfte Cherkaoui noch einiges an Aufwind aus seinem letzten Kampf in den Cage der Barclaycard-Arena mitbringen. Lieferte er doch bei We Love MMA 41 wohl den Kampf des Abends ab, in dem er einen starken Paul Götte in der ersten Runde mit einem Rear-Naked Choke stoppen konnte.

Doch auf den berühmten zweiten Blick darf Daniel Makin vom Hannoveraner Kenpokan auf keinen Fall unterschätzt werden. Der „Dirtydogg“ gab sein Debüt im Mai 2015 und legte bis Ende des Jahres noch fünf Kämpfe nach. Nur um 2016 sogar insgesamt sieben Kämpfe am Stück abzuliefern. Dabei hatte er Hochkaräter wie die Taha-Brüder, Mohammed und Khalid, vor den Fäusten. Warum Makin diese hohe Kampffrequenz vorlegt, bleibt dabei etwas verwunderlich und inwieweit die negative Bilanz darauf zurückzuführen ist, lässt sich auch nur schwer einschätzen, aber eines ist sicher, mit Daniel Makin steht Cherkaoui ein erfahrener Gegner gegenüber, der seinen Hunger scheinbar noch lange nicht verloren hat. 2017 ließ dieser es mit zwei Kämpfen dann aber doch deutlich ruhiger angehen. Prompt konnte er das Jahr dann auch mit einem Sieg beenden. Ebenso sollte Amin Cherkaoui vor Makins Schlagstärke gewarnt sein, denn wenn er siegte, tat er dies stets vorzeitig, auf Grund eben genau dieser, durch technischen K.o.

Des Weiteren tritt Lom-Ali Hutaev im Halbschwergewicht Sead Kahrovic gegenüber. Der ungeschlagene Hamburger Hutaev konnte sich durch fünf technische Knockouts bereits in die German Top Ten vorarbeiten. Nachdem er dies bisher vor allem gegen unerfahrene Gegner erreichte, steht ihm in Sead Kahrovic nun ein alter Haudegen gegenüber. Der 37-Jährige musste im Jahr 2015 eine Durststrecke von fünf Kämpfen überstehen, konnte sich seitdem aber wieder aus der Talsohle herauskämpfen. Im April dieses Jahres konnte er sogar den Titel im Halbschwergewicht bei Vendetta in Österreich erringen. Nun feiert Kahrovic sein Comeback bei We Love MMA, wo er seit der 13. Veranstaltung im März 2015 nicht mehr im Käfig stand.

Darüber hinaus wird Hejrat Haqparast, Bruder von UFC-Kämpfer Nasrat Haqparast, sein Debüt im Käfig geben. Hejrat begleitete seinen Bruder ins berühmte kanadischen Tristar Gym unter Trainerlegende Firas Zahabi, um sich auf sein Debüt vorzubereiten. Pikant dabei, auch Nasrat Haqparast startete seine, heute vielversprechende Karriere mit seinem ersten Profikampf im Cage von We Love MMA. Hejrat will es ihm nun gleichtun und wird in der Barclaycard-Arena auf Granit Ademi vom Gradang Gym in Springe, im Weltergewicht bis 77kg, treffen.

Karten gibt es ab 20,00 Euro (inkl. VVK-Gebühr) unter der Tickethotline 01806-570070 oder auf www.welovemma.de zu ersteigern. Einlass ist für alle MMA-Fans ab 18 Jahren möglich. Die Kämpfe werden am Samstag zudem auf der Streaming-Plattform der Bild-Zeitung Bild Plus übertragen.

Anbei das Programm in der Übersicht:

We Love MMA 43
24. November 2018
Barclaycard-Arena Hamburg

Einlass: 17:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr

Abeku Afful vs. Veselin Dimitrov
Lomali Hutaev vs. Sead Kahrovic 
Amin Cherkaoui vs. Daniel Makin
Hejrat Haqparast vs. Granit Ademi
Nawid Islam Achakzad vs. Ben Adwubi
Islam Djabrailov vs. Fardin Gharibzadeh
Finn Schmetzer vs. Krischan Böhmert
Zelimkhan Tajdaev vs. Charnell Taylor
Analolie Cavealiue vs. Hasan Cerci
Ashab Elichanov vs. Alexander Frey
Eduardo de Brito vs. Tovsultanov Ibrahim
Sead Bekirovic vs. Mijo Milos
Ndonda Kumbu vs. Tim Maikowski
Aslan Isaev vs. Amarildo Margjeka