MMA Deutschland

Vlado Sikic bewirbt sich für The Ultimate Fighter 22

Vlado Sikic (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Sehen wir dieses Jahr vielleicht sogar zwei Kämpfer aus Deutschland bei „The Ultimate Fighter 22“? Neben dem Weltergewicht Jessin Ayari (GnP berichtete) will auch das Leichtgewicht Vlado „Sunshine“ Sikic (10-0-1) über eine Teilnahme bei der Reality-Show einen der begehrten UFC-Verträge ergattern. Seit Nordin Asrih im Jahr 2010 war kein Deutscher mehr dabei.

Aus Berlin stammend, wäre Sikic für einen Platz bei der zweiten UFC Fight Night in der Bundeshauptstadt prädestiniert gewesen, doch das Kampfprogramm ist bereits voll und Neuverpflichtungen derzeit nicht vorgesehen. Anstatt ein weiteres Jahr zu warten, bewirbt er sich für eine Teilnahme bei der Reality-Show „The Ultimate Fighter“, um so den Sprung in die UFC zu schaffen.

Die Voraussetzungen dafür hat der 25 Jahre alte Kroate allemal. Sikic, der seit geraumer Zeit für das MMA Spirit in Frankfurt kämpft, ist als Amateur und Profi ungeschlagen und hält die Leichtgewichtsgürtel der renommierten Veranstaltungsreihen Respect.FC, No Compromises FC und Mix Fight Gala.

„Ich bin es leid zu hören, dass die Amerikaner uns einen Schritt voraus sind“, so Sikic. „Ich studiere Sportwissenschaften, verbinde täglich Gelerntes mit Praxis und weiß genau, wie jeder Einzelne von den Jungs zu schlagen sein wird. Das Abhängen in einem riesen Haus mit einem Haufen Kämpfern aus der ganzen Welt, das ziehe ich dem Training mit den UFC-Kämpfern fast schon vor.“

Ein Casting von zuhause aus

Am Montag finden in Las Vegas die Castings für „TUF 22“ statt, bei denen die Kämpfer dem UFC-Matchmaker und den TV-Produzenten ihre Fähigkeiten im Striking und Grappling demonstrieren und anschließend in Interviews ihre Fernsehtauglichkeit nachweisen müssen. Nicht jeder Kämpfer kann zu diesen „Tryouts“ reisen, sodass die UFC es den Sportlern auch gestattet, sich mit einem Video zu bewerben. Diesen Weg will Sikic gehen.

„Die Tryouts wurden sehr kurzfristig angesetzt, sodass ein Visum mit meiner Staatsbürgerschaft in der Zeit nicht machbar war“, so Sikic. „Vielen Dank an Flamur Andercova von Andercova Films, welcher sich die Zeit genommen hat, so ein starkes Video zu zaubern. Ein echter Haudegen, der Kerl!“

Dabei sein ist nicht alles

Mittlerweile muss man „The Ultimate Fighter“ nicht mehr gewinnen, um einen UFC-Vertrag zu bekommen – es genügt, wenn man UFC-Präsident Dana White und die Matchmaker mit beherzten Auftritten im Octagon von sich überzeugt. Dennoch rechnet sich Sikic, sofern er bei „TUF 22“ teilnehmen darf, auch Chancen auf den Gesamtsieg aus, egal wer sich noch unter den Kandidaten befände: „Ich nehme ihre Chancen und drehe sie durch den Fleischwolf!“

Das Video, mit dem sich Sikic für „TUF“ bewirbt, könnt ihr euch hier ansehen: