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UFC Hamburg: Pressetraining mit Nick Hein, Jarjis Danho und Jessin Ayari

Jarjis Danho, Nick Hein und Jessin Ayari (v.l.n.r.) (Foto: Mirko Kannenwischer/GNP1)

Die UFC baut das Octagon am 3. September in Hamburg auf. Passend dazu fand ein Pressetraining in der Hansestadt statt. Dort führte Nick Hein, mittlerweile ein Medienprofi, den anwesenden Vertretern der Presselandschaft, die Bestandteile der Sportarten und die Regeln im MMA in Partnerübungen vor. Zudem wird er dieses Wochenende nach Los Angeles fliegen, um bei der Hochzeit seines früheren Gegners Drew Dober und seiner Schwester Gloria Hein vor Ort zu sein. In Hamburg wurde Hein von den deutschen UFC-Kämpfern Jarjis Danho und Jessin Ayari unterstützt.

Der Workshop fand in der Sportschule Wu Sheng in Hamburg - St. Pauli statt und selbst die Inhaberin Ayten Gülec befand sich unter den Trainierenden. Wir unterhielten uns mit den drei Fightern, die natürlich gerne in Hamburg antreten würden - aber noch wartet man mit viel Spannung auf die Fight Card des Mega Events. Eine Fotogalerie findet ihr hier: FOTOGALERIE.

GNP1: Wie läuft eure Vorbereitung?
Nick Hein: Ich darf wegen meiner Verletzung noch nicht intensiv trainieren.
Jarjis Danho: Ich bin voll dabei und einsatzfähig.
Jessin Ayari: Ich trainiere jeden Tag zweimal, gönne mir nur am Wochenende eine Pause und nach dem Kampf sieben Tage.

Habt ihr einen Wunschgegner?
Hein: Nein!
Danho: Ein Traum wäre Mark Hunt. Er bevorzugt den Stand wie ich und mir gefällt seine ruhige Art. Auch wenn er einen niederschlägt, er setzt nicht nach, sondern dreht sich einfach um (bekannt als Walk-Off, Anm. d. R.). Und da wäre noch eine offene Rechnung mit David Shvelidze bei Superior FC im Jahre 2013. Ich hatte einen Vertrag für einen Fünf-Runden-Kampf in der Tasche und plötzlich hatte man den Kampf nach der dritten Runde abgebrochen. Organisatorische Missverständnisse oder so, hieß es. Der Kampf wurde im Nachhinein als „No Contest“ gewertet, aber es war trotzdem ärgerlich, da es um den Titel ging und mein Gegner keine Luft mehr für zwei Runden gehabt hätte.
Ayari: Nein, ich gehe meinen Weg und wenn die Zeit gekommen ist, trete ich gegen den aktuellen Champion in meiner Klasse an.

Wie ist die Chronologie eurer Sportarten?
Hein: Judo - MMA - Boxen – Thaiboxen.
Danho: Powerlifting - MMA - Boxen.
Ayari: Sambo - Kickboxen - MMA.

Was ist eure Trainigsmotivation?
Hein: Ich mag es nicht zu verlieren, mein Ziel ist: Gewinnen!
Danho: Ich will nicht nur fit sein, sondern auch so aussehen und natürlich meine Technik verbessern.
Ayari: Habe keine, Training ist für mich Gewohnheit.

Lieblingssubmissions im Grappling?
Hein: Leg Locks und Armbars.
Danho: Arm Triangle Choke, Americana und North South Choke.
Ayari: Rear Naked Choke - heißt ja nicht umsonst Mata Leao.

Favorisierter Kick?
Hein: Low Kick - da ich mit meinem Bein nicht höher komme (lacht).
Danho: Low Kick!
Ayari: Natürlich der Lowkick (grinst)!

Guardplayer oder Guardpasser?
Hein: Guardpasser!
Danho: Im Training fange ich oft vom Rücken aus an, aber mir liegt mehr die Top Position.
Ayari: Beim Grappling habe ich früher auch vom Rücken aus gearbeitet, aber im MMA ist das oft nicht vorteilhaft. Ich kann eigentlich beides gut.

Lieblings-Takedown?
Hein: Trip Takedown!
Danho: Bear Hug!
Ayari: Double Leg Takedown!

Die letzten drei Fragen gehen an dich, Nick. Es gab kritische Stimmen die sagten, dass du in deinen letzten Kämpfen zu sehr auf Sicherheit gespielt hast und wie ein Boxer rein/raus gegangen bist, um zu punkten. Was sagst du dazu?
Hein: Ach, das sind gewöhnlicherweise Leute, die im Keller sitzen und World of Warcraft spielen und wenn sie dann mal rauskommen, weil sie ne Freikarte für die UFC gewonnen haben, solche Kommentare bringen. Die haben noch nie Kampfsport betrieben. Ich bin froh, dass ich nach all meinen Kämpfen überhaupt noch geradeaus laufen kann. Ich will gewinnen und da kann man nicht jedes Mal eine Materialschlacht hinlegen. Strategie ist gefragt!

Ist es wahr, dass man dir angeboten hat nach deiner sportlichen Karriere wieder bei der Polizei anzufangen?
Hein: Ja, das ist richtig, aber ich habe mich dieses Jahr zu den Vorfällen in Köln am Sylvesterabend auf Facebook geäußert und das ist, glaube ich, in der Teppichetage der Polizei nicht gut angekommen (lacht).

Deine Paradetechnik im Judo war der Uchi Mata. Warum sieht man von dir keine spektakulären Würfe a-la Karo Parisyan oder Ronda Rousey?
Hein: Du wirst lachen. Als ich das Highlight Reel von Parisyan sah, hab ich mir gleich den Soundtrack gekauft, so begeistert war ich. Es war das Album von Nine Inch Nails mit dem Song: The hand that feeds. Wenn ich im Training bei zehn Versuchen eines Wurfes siebenmal im Rear Naked Choke lande, dann sagt mir das: Lass es!
Aber wartet ab. Für meinen nächsten Kampf habe ich eine Überraschung parat.

Tickets für die UFC Fight Night in Hamburg gehen am Freitag, den 27. Mai, ab 10 Uhr über die Buchungsplattform www.Eventim.de in den Vorverkauf.