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Stephan Pütz: Marcin Tybura wird terminiert!

Stephan Pütz (Foto: M-1 Global)

Am Samstag heißt es bei M-1 Challenge 57 „Champion vs. Champion“, wenn Halbschwergewichtstitelträger Stephan Pütz in Russland auf Schwergewichts-King Marcin Tybura trifft – das gab’s noch nie. GNP1.de hat vor dem großen Kampf mit dem Frankfurter "T-800" gesprochen.

Stephan Pütz gehört zu den Top-Stars der russischen M-1-Organisation. Im vergangenen Jahr holte er sich dort den Titel, verteidigte ihn seitdem zweimal – stets vorzeitig. Sowieso musste sich die 28-jährige Nummer eins im deutschen Halbschwergewicht bislang nur ein einziges Mal in seiner Karriere geschlagen geben. 

Ähnlich dominant ist Schwergewichtschampion Marcin Tybura, 12 Siege in 12 Kämpfen sprechen eine deutliche Sprache. Auch er gewann im vergangenen Jahr Gold bei M-1, verteidigte den Gürtel bislang einmal.

Was läge da näher, als diese beiden dominanten Champions gegeneinander zu stellen? Das dachte sich vermutlich auch M-1-Präsident Vadim Finkelchtein und präsentiert am Samstagabend mit Pütz vs. Tybura einen der Superfights des Jahres auf europäischem Boden. Gekämpft wird im Schwergewicht, für Pütz eine Premiere. 

„Ich habe im Vorfeld bereits erwähnt, dass ich nicht zu viel Gewicht haben möchte, weil ich einfach nicht die Erfahrung habe, mit so viel Gewicht zu kämpfen“, erklärte der Frankfurter gegenüber GNP1.de. „Und ich denke, dass ich auf jeden Fall von der Kondition und Geschwindigkeit her einen Vorteil haben werde.“

Pütz wog auf der offiziellen Waage am Freitag 104 Kilo, sein Gegner Tybura ganze 10 Kilo mehr. Dennoch besitzt Pütz einen deutlichen Größenvorteil, wirkte auch kräftiger. Unterschätzen sollte man den ungeschlagenen Polen aber dennoch nicht, weil der vor allem am Boden brandgefährlich ist, wo Pütz seine Reichweite nicht mehr viel nützt.

„Ein Heavyweight ist ein Heavyweight, und wenn ein Heavyweight trifft, dann ist da ordentlich Gewicht hinter den Schlägen“, so Pütz. „Deshalb darf man das nicht unterschätzen. Und auch am Boden: Wenn da 114 Kilo auf dir draufliegen, das ist schon ein Unterschied zu 102, 103 Kilo.“

Dennoch: Mit einem Sieg über Tybura könnte sich Pütz eine gänzlich neue Gewichtsklasse erschließen, in die er körperlich – zumindest optisch betrachtet – durchaus hineinpassen würde. Er selbst fühlt sich bislang allerdings eher in der Klasse bis 93 Kilo zuhause. 

„Man kann es nie ausschließen, aber grundsätzlich ist meine Division einfach die Halbschwergewichtsdivision und dort werde ich auch bleiben“, versicherte er.

Bleibt abzuwarten, wie der Superfight am Samstag ausgehen wird. Auf der Pressekonferenz hatte Pütz, getreu seinem Terminator-Gimmick, versprochen, Tybura zu „terminieren“. 

„Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer für den vorzeitigen Sieg arbeite, egal, ob per K.o. oder Submission“, so Pütz. „Ich werde auf jeden Fall darauf hinarbeiten, vorzeitig den Kampf zu beenden.“

Zusätzlich wird im Hauptprogramm von M-1 Challenge 57 auch Pütz’ Teamkollege Max Coga in den Ring steigen und es gibt einen Leichtgewichtstitelkampf zwischen Maxim Divnich und Mansour Barnauoi. Der gesamte Event kann live auf www.m1global.tv verfolgt werden. Nur noch heute gilt der Vorverkaufspreis von 3,99 Euro, ab morgen kostet der Event volle 6,99 Euro.