MMA Deutschland

Sprawl & Brawl III: Arda Adas bleibt Deutscher Meister

Arda Adas in Aktion (Foto: DorianSzücs)

Die dritte Ausgabe der Berliner MMA-Serie Sprawl & Brawl ist Geschichte. Gelbe Filzbälle suchte man am Samstagabend im ausverkauften Ostberliner Tenniscenter Weißensee vergeblich. Dafür durfte das Publikum zwölf hochklassige MMA-Kämpfe bestaunen - gekrönt von einem Titelkampf, der die Halle endgültig zum Kochen brachte. 

Adas liefert sich Schlacht mit Quietzsch

Der amtierende Deutsche Meister nach Version der AFSO, Arda Adas vom Spitfire Gym aus Berlin, startete mit gut platzierten Fäusten. Sein Herausforderer, Marcel Quietzsch vom MMA-Team aus Dresden, musste daher auch gleich zum Anfang des Kampfes deutliche Treffer nehmen. Dieser hielt aber zu dem Zeitpunkt noch gut dagegen und antwortete insbesondere immer wieder mit harten Low Kicks. Im weiteren Verlauf der ersten Runde ging es auch auf den Boden, wobei sich Adas zumeist in der Oberlage befand und Quietzsch mit hartem Ground and Pound bearbeitete.

In der zweiten Runde traf der Deutsche Meister seinen Gegner aus Dresden im Clinch am Käfig mit Knien zum Kopf. Der Herausforderer, im Gesicht schon deutlich gezeichnet, versuchte hier mit gut getimten Aufwärtshaken das Ruder noch einmal herumzureißen.

Den dritten Durchgang startete Arda Adas mit krachenden rechten Overhands zum Kopf, über die linke Deckung von Marcel Quietzsch. Adas konnte anschließend im Clinch am Käfig harte Knie ins Ziel bringen, die Quietzsch zu Boden sacken ließen. Dort ging der Titelträger mit Schlägen hinterher, bis der Ringrichter schließlich ein Einsehen hatte. 

Radzabov schickt Hassan schlafen

Loik Radzabov vom Gladiator Team Dresden brachte seinen Gegner Ali Hassan vom Shams Club Rathenow nach kurzem Abtasten im Stand durch einen spektakulären Slam zu Boden. Vom Publikum lautstark unterstützt arbeitete Radzadov konsequent weiter mit dem Knee-on-Stomach und treffsicherem Ground and Pound, bis Hassan die Deckung sinken ließ und das Bewusstsein verlor.

Steinmann zeigt Wolfrum deutlich die Grenzen auf

Ein von Beginn an sehr nervös wirkender Rene Wolfrum zeigte sich schon nach dem ersten Schlagabtausch deutlich überfordert, wobei selbst sein Gegner Sebastian Steinmann von der geringen Gegenwehr etwas überrascht schien. Wolfrum kann sich dabei noch bei Steinmanns sportlicher Gnade bedanken, da dieser, im Angesicht des deutlichen Levelunterschiedes, vergleichsweise zögerlich das wenig überraschende Ende herbeiführte. Wolfrum musste zwei Mal nach Kopftreffern von Steinmanns Händen zu Boden und wurde vom Referee, keine Minute zu früh, aus dem Kampf genommen.

Max Lim demonstriert Grappling-Skills

Max Lim vom Team Fenriz aus Berlin suchte direkt den Clinch und brachte sein Gegenüber Tobias Löhnk schnell durch einen Trip-Takedown zu Boden. Nach kurzem Guard-Spiel konnte sich Lim beeindruckend die Backmount erarbeiten und einem tapferen Löhnk blieb nichts weiter übrig, als im tief sitzenden Rear-Naked Choke abzuklopfen.

Schierz stoppt Ziegler

In dem abwechslungsreichen Kampf startete Stefan Ziegler mit einem Takedown-Versuch, welcher aber von Georg Schierz gesprawlt werden konnte. Einige Scramble später konnte Schierz dann durch Ground and Pound aus der Side Control etwas punkten. Doch Ziegler gelang es den Kampf zurück in den Stand zu verlagern und hier unter anderem ein schönes Knie anzubringen. Dennoch sollte das gut unterhaltene Publikum eine zweite Runde in diesem Kampf nicht mehr erleben, denn Georg Schierz brachte Ziegler wieder zu Boden und landete dort harte Schläge, woraufhin der Referee den Kampf abbrach.

Rene Hoppe holt schnellen Submission-Sieg

Der erste Kampf des Hauptprogramms fand ein schnelles Ende. Rene Hoppe vom Allround Gym aus Rostock hatte den Weg nach Berlin scheinbar nicht auf sich genommen, um Zeit zu verlieren. Nach kurzem Abtasten ließ er Marc Herrendörfer im Stand in einem Guillotine Choke abklopfen.

Im Vorprogramm sorgten sechs weitere spannende Kämpfe für Unterhaltung. Insbesondere die Kämpfe unter polnischer Beteiligung sowie das Duell zwischen Dimitar Kostov und Joseph Appel konnten dabei mit technischer Vielfalt überzeugen.

Eine Fotogalerie zum Event findet ihr auf unserer Facebook-Seite.

Die Ergebnisse der Veranstaltung im Überblick:

Sprawl & Brawl III
23. April 2016
TCW-Berlin

Deutsche Meisterschaft der AFSO
Arda Adas bes. Marcel Quietzsch via T.K.o. (Knie & Schläge) nach 1:32 in Rd. 3

Loik Radzabov bes. Ali Hassan via K.o. (Schläge) nach 2:45 in Rd. 1
Sebastian Steinmann bes. Rene Wolfrum via T.K.o. (Schläge) nach 1:31 in Rd. 1
Max Lim bes. Tobias Löhnk via Rear-Naked Choke nach 2:29 in Rd. 1
Georg Schierz bes. Stefan Daffy Ziegler via T.K.o. (Schläge) nach 2:33 in Rd. 1
Rene Hoppe bes. Marc Herrendörfer via Guillotine Choke in Rd. 1
Dimitar Kostov bes. Joseph Appel einstimmig nach Punkten

Semi-Pro
Patryk Paduch bes. Zafar Moshsen einstimmig nach Punkten
Abdurashid Ataev bes. Mateusz Wojtkowiak via T.K.o. (Schläge) nach 2:15 in Rd. 2
Mathias Säwert bes. Vitaly Guza via Rear-Naked Choke nach 0:45 in Rd. 1
Hannes Gratopp bes. Nepomuk Probst via T.K.o. (Schläge) nach 1:30 in Rd. 1
Andrey Peredriy bes. Martin Henning via T.K.o. (Schläge) nach 2:49 in Rd. 1