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So lief Katharina Lehners Kampf bei TUF 28

Katharina Lehner hat ihren Kampf bei The Ultimate Fighter 28 verloren. Die Kölnerin unterlag der Schwedin Pannie Kianzad im ersten weiblichen Federgewichtskampf der TUF-Geschichte nach Punkten und scheidet damit vorerst aus dem Turnier aus. Eine Rückkehr, sollte sich eine der Damen verletzen, ist jedoch immer noch möglich.

Nachdem Katharina Lehner in der ersten Folge als vorletzte Frau ins Team von Robert Whitaker gewählt wurde, durfte sie in der zweiten Folge Geschichte schreiben, indem sie gemeinsam mit der Schwedin Pannie Kianzad als erstes weibliches Federgewicht bei The Ultimate Fighter im Käfig stand. Ein Duell, das bereits oft für europäische Veranstaltungen im Gespräch war.

Entsprechend zuversichtlich geben sich beide Damen, für Kianzad war Lehner das „Wunsch-Matchup“ der ersten Runde. Die Kölnerin wird anschließend beim Training gezeigt, stellt sich den Zuschauern als begeisterte Standkämpferin vor und gibt einen Einblick in ihr Privatleben und das Training im Combat Club Cologne.

Der Fokus der Folge liegt jedoch eher auf Kianzad, die sich ebenfalls kurz vorstellt und sich zudem beim Versuch, ihren Kopfschutz zu justieren, einen Schneidezahn abbricht und zum Zahnarzt muss, was erst im zweiten Versuch klappt. Nachdem beide Damen ihr Gewicht gebracht haben, noch ein paar Kampfansagen in die Kamera sagen und die jeweiligen Teamkollegen zuversichtlich sind, geht es in den Käfig.

Hier beginnt Lehner mit guten Händen, trifft wiederholt die offene Kianzad und forciert den ersten Clinch, indem jedoch eher die Schwedin mit Kniestößen punktet. In der Folge ist es auch Kianzad, die im Käfig das Tempo bestimmt, Lehner ein weiteres Mal in den Clinch an den Zaun zwingt und zum Ende der Runde noch einen Takedown landen kann. Mit der gleichen Taktik geht es auch in den zweiten Durchgang.

War Lehner in der ersten Runde noch gefährlich im Stand, wird ihr von Kianzad schnell die Möglichkeit genommen. Die Kämpferin von Team Gastelum geht kein Risiko mehr, sondern bringt Lehner schnell wieder auf die Matte, wo sich die Kölnerin kurz in den Stand zurückkämpfen kann, dann aber erneut geworfen wird. Die Kölnerin setzt sich mit Schlägen zur Wehr, die Umklammerung kann sie jedoch nicht lösen und muss zum Ende des Kampfes sogar noch Schläge aus der Mount einstecken, bevor sie Kianzad für die letzten zehn Sekunden noch auf den Rücken drehen kann.

Nach zwei Runden entscheiden sich die beiden Punktrichter einstimmig für Kianzad, die damit die erste Halbfinalistin der Staffel wird. Lehner gibt sich im Anschluss selbstkritisch: „Ich glaube, ich hätte im Stand mehr machen können. Mehr Schläge, mehr Kicks, aber im Nachhinein sagt sich das leicht. Man lernt in jedem Kampf, es gibt Leute, die besser sind als man selbst. Es ist nichts Schlimmes dabei, einen Kampf zu verlieren, es gehört dazu.“

Für die Kölnerin ist der UFC-Traum trotz der Niederlage im TUF-Turnier noch nicht ausgeträumt, sollte sich eine Kämpferin im Turnierverlauf verletzen, könnte Lehner als Ersatzkämpferin nachrücken. Die komplette Folge 2 von The Ultimate Fighter 28 könnt ihr euch hier auf UFC.tv anschauen.