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Schuck nach Superior-Niederlage: "Ich war nicht K.o.!"

Mathias Schuck

Das Comeback des "Deutschen Brock Lesnars" Mathias Schuck, im Co-Hauptkampf von Superior FC 15, dauerte nicht einmal eine Minute, dann ging der Ringrichter dazwischen und bewahrte das Rostocker Ringer-Ass vor weiteren Attacken seines Gegners Abus Magomedov - zu unrecht, wie Schuck nach Kampf kritisierte.

Ein harter Kniestoß brachte Mathias Schuck zum Wackeln, ein Ellenbogen schickte ihn zu Boden - damit hatte der Referee bei Superior FC 15 genug gesehen. Nach nur 53 Sekunden schritt er ein und unterband damit das Ground and Pound von Gegner Abus Magomedov, der damit den 16. Sieg als Profi einfahren konnte.

Nach dem Kampf zeigte sich Schuck mit dem Eingreifen des Ringrichters jedoch unzufrieden:

"Ich war nicht K.o.", versicherte er im Interview mit GNP1-TV. "Ich habe mit dem Kampfrichter gesprochen. Der hat auch gesagt, er hätte nicht abbrechen müssen. Er hat ein bisschen zu früh abgebrochen, ich war gerade dabei, mich wieder aufzurappeln."

Hier das vollständige Interview mit Mathias Schuck: 


"Ich sehe das anders", konterte Magomedov wenig später, ebenfalls bei GNP1-TV. Für die Nummer drei im Mittelgewicht war das Finish ein klarer Knock-out, Schuck nicht mehr Herr seiner Sinne.

"Da war nichts mehr für (Schuck) zu retten", erklärte er weiter. "Meiner Meinung nach war der schon weg, der Referee war rechtzeitig da."

Hier das komplette Interview mit Abus Magomedov:


Zu früher Abbruch oder nicht, Schuck ärgert sich. Der 36-Jährige wollte nach mehrjähriger Abstinenz vom Profi-Geschäft noch einmal richtig angreifen, belegte nach einem erfolgreichen Comeback bei einer Benefiz-Fight-Night in Stralsund im vergangenen November wieder Rang sechs im deutschen Mittelgewicht.

Mit Magomedov hatte er nun jedoch ein anderes Kaliber vor der Brust, hätte "gern mehr gezeigt, mehr gemacht", wie er selbst sagt. Mit dem Urteil des Referees findet sich Schuck dennoch ab.

"Der Kampfrichter sagt das und dann ist das so, da kann man nichts dran ändern. Ich hätte weiterkämpfen können, hätte auf jeden Fall noch was gemacht. Aber wenn der Kampfrichter sagt, es ist vorbei, dann ist es vorbei - da braucht man auch nicht herum zu diskutieren."

Schuck will sich nun nach eigener Aussage erst einmal um seine Familie kümmern, seine Lebensgefährtin erwartet das zweite Kind. Für Magomedov geht es indes weiter steil nach oben, laut seinem Manager Ivan Dijakovic stehen mehrere Titelkämpfe an - darunter ein Super-Titelduell gegen den frisch gebackenen Champion im Mittelgewicht, Mattia Shiavolin.