MMA Deutschland

Sascha Sharma debütiert bei der M-1 Challenge

Sascha Sharma ist zuversichtlich (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Vom TUF-Haus in Las Vegas über Deuschland nach Russland. Sascha Sharma, der bereits bei der Super Fight League in Indien im Käfig stand, wird endgültig zum Weltenbummler. Der 28-Jährige aus der 10.000-Einwohner-Stadt Birkenfeld wird bei der kommenden M-1 Challenge 65 am 8. April in der Millionenmetropole St. Petersburg in den Ring steigen. Dort misst er sich mit Alexander Butenko.

Der Birkenfelder stand zuletzt 2014 in einem für die Bilanz zählenden MMA-Kampf und siegte damals bei der dritten Mannheimer Hafenkeilerei über Ayadi Majdeddine. Anschließend ging es über das Casting ins Haus von „The Ultimate Fighter“. Dort war ihm ein weiterer Erfolg nicht vergönnt. Nachdem sich Sharma im erfolgreichen Ausscheidungskampf gegen Sean Carter bereits schwer an der Schulter verletzte, geriet die Begegnung gegen Chris Gruetzemacher zum Spießrutenlauf für den 28-Jährigen. Trotz Schmerzen kämpfte sich Sharma bis in eine Entscheidungsrunde, in dieser hatte er jedoch sein Pulver verschossen und unterlag nach Punkten. Für die Final-Show im Dezember wurde er verletzungsbedingt nicht berücksichtigt.

Nun geht es für den Kämpfer vom Kongs Gym nach Russland und auch hier war wieder ein Casting im Spiel, die „Road To M-1 Germany“. In dieser überzeugte er so sehr, dass es in vier Wochen in Richtung Zarenstadt geht. Auf Nachfrage äußerte Sharma seine Vorfreude über das anstehende Debüt für M-1: „Ich freue mich riesig auf die Aufgabe in Sankt Petersburg. Es ist mein Traum als Kämpfer die Welt zu bereisen und dieser Kampf gibt mir die nötige Motivation, die ich für die Vorbereitung brauche. Als ich davon hörte, dass der Kampf steht, dachte ich mir nur: „Yes, I go to russia baby“. Allein bei dem Gedanken hat sich mein Gesicht zu einem Lächeln verzogen.

Ich bin gespannt darauf Russland kennen zu lernen, da ich mit vielen russisch-stämmigen Kämpfern trainiere, vor allem im Ringen. Zum Großteil sind das sehr herzliche und korrekte Menschen, die mehr durch ihr Tun als durch Reden bestechen. Deshalb verstehe ich mich wohl auch so gut mit vielen von ihnen. Durch meinen russischen Namen fühle ich mich dem Land außerdem auch irgendwie ein klein wenig verbunden. Ich bin froh darüber, bei den Tryouts zu Road to M-1 Germany mitgemacht zu haben, das hat mir geholfen, mich der Organisation vorzustellen. Danke an Peter Angerer, der mir einen Stupser gegeben und mich zu den Tryouts eingeladen hat.“

In St. Petersburg trifft Sharma auf Alexander Butenko (39-11-2). Der Ukrainer, wenn auch nur vier Monate älter, geht mit einem deutlichen Erfahrungsvorsprung in die Begegnung. Hauptsächlich in der ukrainischen Heimat bei Oplot unterwegs, hinterließ Butenko auch bei anderen Veranstaltern aus der einstigen UdSSR bleibenden Eindruck, sodass die Rückkehr zu M-1 nicht überrascht. Wie Sharma sucht auch Butenko sein Heil im Bodenkampf, 25 seiner 39 Siege erreichte er durch Aufgabe seiner Gegner. In seiner Karriere stand Butenko bereits gestandenen Größen wie Gunnar Nelson oder Bellator-Leichtgewicht Alexander Sarnavskiy gegenüber. Sein größter Erfolg dürfte der Sieg über den finnischen MMA-Pionier Niko Puhakka sein, den Butenko 2014 in die Schranken wies. Gegen Sharma bringt der Ukrainer eine Serie von vier Kämpfen ohne Niederlage mit in den Ring. Sharma geht trotzdem zuversichtlich in die Begegnung:

„Alexander hat fünf Mal so viele Kämpfe und kämpft mehr als doppelt so lange wie ich. Aber meine Gegner haben oftmals mehr Erfahrung als ich. Ich gehe außerdem als Deutscher nach Russland und kämpfe gegen einen Ukrainer. Kaum einer erwartet also, dass ich gewinne, aber das ist mir egal. Ich komme aber nicht um zu verlieren und mobilisiere derzeit alles was ich habe, um in der besten Form nach Russland zu reisen. Die Chancen sind vielleicht nicht auf meiner Seite, aber als Außenseiter in diesen Kampf zu gehen motiviert mich. Ich bin mir der Hilfe meiner Teamkollegen und Freunde gewiss und werde gut vorbereitet, frohen Mutes und mit meinem Trainer Oliver Maier, der mich wieder voll austrainieren wird, in den Flieger nach Russland steigen.“

Das weitere Programm in der Übersicht:

M-1 Challenge 65
8. April 2016
St. Petersburg, Russland

Ramazan Emeev vs. Maiquel Falcao

Titelkampf im Leichtgewicht
Mansour Barnaoui vs. Artiom Damkovsky

Sascha Sharma vs. Alexander Butenko