MMA Deutschland

Rany Saadeh überwältigt Dieb in Berlin per Double Leg Takedown

Die Heldentat hat bei Rany Saadeh Spuren hinterlassen. (Foto: twitter.com/RanyMMA)

Ein Ladendieb hat sich am Mittwoch in Berlin einen besonders ungünstigen Zeitpunkt für seine Tat ausgesucht. In einer Parfümerie packte sich der Mann die Taschen voll und flüchtete anschließend aus dem Geschäft. Womit er nicht gerechnet hatte: Einer der besten MMA-Kämpfer Deutschlands beobachtete das Geschehen und nahm geistesgegenwärtig die Verfolgung auf.

Rany Saadeh, seines Zeichens BAMMA-Champion im Fliegengewicht und aktuelle Nummer zehn der deutschen Pound-For-Pound-Rangliste, war gerade in dem Einkaufscenter unterwegs, als der Mann mit dem Diebesgut aus dem Laden flüchtete.

„Die Security kam mir hilflos rüber, da bin ich hinterhergerannt“, erzählte Saadeh GNP1.de. „Der hat mich auf dem Weg mit der Ware beschmissen.“

Ein Polizist in zivil sowie Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes schlossen sich der chaotischen Verfolgung an. Am Ende konnte der Dieb gestoppt und von dem knapp 30 Kilogramm leichteren Rany Saadeh per Double Leg Takedown zu Boden gebracht werden.

„Das war richtig Comedy, wie Police Academy“, so Saadeh über die Verfolgungsjagd. „Der Polizist hat erst mich gefangen, weil er dachte, dass ich der Dieb bin. Die Security hatte einfach Angst und hat sich versteckt. Erst als der Dieb dann auf dem Boden fixiert lag, sind alle drauf.“

Und das Ende vom Lied?

„Es gab nicht einmal ein ‚Danke‘, ich spiele nie wieder Batman“, sagte Saadeh lachend. „Nie wieder, außer es wird eine alte Frau beklaut.“

Abseits der Verbrechensbekämpfung kuriert Saadeh gerade eine Infektion aus, die ihn fast zwei Wochen lang komplett außer Gefecht gesetzt hat und ihn zur Absage seiner ersten Titelverteidigung bei BAMMA zwang. In vier Wochen wird der 21 Jahre junge Berliner wohl aber wieder voll angreifen können. Durch den Vorfall im Einkaufscenter bekam Saadeh schon einmal einen kleinen Eindruck von seinem Fitnessstand. „Die Belastung mit dem Rennen und Ringen hat sich ganz gut angefühlt. Viel habe ich nicht verloren“, so Saadeh.