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Nürnberger Jessin Ayari unterschreibt bei der UFC

Jessin Ayari (r.) mit seinem Manager Tim Leidecker bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: Control Master)

Deutschland ist um einen UFC-Kämpfer reicher! Der 23 Jahre junge Jessin Ayari (15-3) hat am Donnerstag seine Unterschrift unter einem UFC-Vertrag über mehrere Kämpfe gesetzt. Dies gab das Management des Nürnbergers heute bekannt.

„Andere Jugendliche haben davon geträumt, einmal bei Real Madrid oder FC Barcelona Fußball zu spielen. Mein Traum war es schon immer, mich mit den besten Kämpfer der Welt in der UFC zu messen“, sagte Ayari über seine Verpflichtung. „Ich war und bin so fokussiert auf dieses Ziel, dass ich darauf mein komplettes Leben ausgerichtet habe. In der Zeit wo die meisten meiner Freunde im Nachtleben unterwegs waren, habe ich diszipliniert und hart trainiert und mein Ziel nie aus den Augen verloren. Ich habe immer daran geglaubt, dass ich es schaffe, auch wenn der Weg dorthin lang und steinig war. Jetzt habe ich die erste Etappe meines Weges zurückgelegt und es in die UFC geschafft. Wer mich kennt, weiß, dass mein Motto "The Journey never ends" lautet und die Reise für mich immer weiter geht. Ich möchte nicht nur zu den Besten gehören, sondern der Beste sein. Mein großer Dank geht an alle, die mich auf meinem Weg unterstützt und an mich geglaubt haben.“

Vor knapp zwei Wochen feierte Ayari im Hauptkampf von GMC 8 den größten Sieg seiner Karriere. Gegen den früheren UFC-Kämpfer Mickael Lebout holte sich der Kämpfer vom Nürnberger Hammers Team einen einstimmigen Punktsieg. Nach dem sechsten Sieg in Folge ließ es sich Ayari nicht nehmen, noch im Käfig eine Nachricht an die UFC zu senden: „Dana White, (Lorenzo) Fertitta, Joe Silva – ich hoffe ihr seht meinen Kampf. Ich habe einen Kämpfer dominiert, der in der UFC war. Also bitte nehmt mich unter Vertrag. Das ist mein Traum“. Der Traum ist nun in Erfüllung gegangen.

Dabei startete Ayari bereits im vergangenen Jahr einen ersten Versuch, in die UFC zu kommen. Bei den Tryouts zur 22. Staffel von „The Ultimate Fighter“ hinterließ „Abacus“ - so Ayaris Spitzname – in Las Vegas bereits einen ersten Eindruck bei den UFC-Offiziellen. Am Ende wurde seine Gewichtsklasse aber komplett aus dem Programm der TUF-Staffel gestrichen, seine Chance in der UFC musste also noch ein klein wenig warten.

Davon unbeirrt kämpfte der Weltergewichtler einfach weiter. Es folgte ein Sieg gegen Stanislav Futera bei Innferno FC in Österreich, danach gewann er bei Respect FC gegen den kurzfristig eingesprungenen Twan Van Buuren, bevor bei GMC 8 gegen Mickael Lebout der Höhepunkt seiner jungen Karriere folgte. 

Wann Ayari seinen ersten Kampf in der weltweit größten MMA-Organisation bestreiten wird, ist noch nicht bekannt. Im Herbst wird die UFC aber wieder in Deutschland haltmachen. Da darf ein Kämpfer wie Jessin Ayari auf der Fight Card eigentlich nicht fehlen.