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Nick Hein verletzt, Kampf bei UFC Rotterdam geplatzt

Nick Hein wird in Rotterdam nicht ins Octagon steigen. (Foto: Nazariy Kryvosheyev)

Am Sonntag wollte "Sergeant" Nick Hein beim Holland-Debüt der UFC in Rotterdam gegen Jon Tuck seinen vierten Sieg im fünften Kampf für die MMA-Champions-League feiern. Daraus wird jedoch nichts, der Kölner musste seine Teilnahme am Event wegen einem schweren Bandscheibenvorfall kurzfristig absagen.

Nur fünf Tage vor seinem fünften UFC-Auftritt erlitt das Kölner Leichtgewicht Nick Hein (GTT Rang 1) einen Bandscheibenvorfall und musste seinen Kampf gegen den Amerikaner Jon Tuck absagen. Besonders bitter für Hein: Der Kampf hätte in Rotterdam, nur knapp drei Autostunden von seiner Heimatstadt Köln entfernt, stattgefunden. Inzwischen hat sich Hein selbst bei Facebook zu der Verletzung geäußert:

"Die fatale Diagnose: Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule", so Hein. "Sofort wurde fieberhaft an einer Lösung gearbeitet. Eine mögliche Injektion in die Wirbelsäule hätte vielleicht Besserung versprochen. Dies wäre aber nicht garantiert und ohne Behandlung sprach der zuständige Orthopäde von einer möglichen Querschnittslähmung. Die UFC musste letztendlich die Entscheidung fällen. Die UFC entschied sich aus Sicherheitsgründen, mich aus dem Kampf zu nehmen."

Seine Botschaft schloss der Kölner kryptisch und mit einem ungewissen Blick in seine sportliche Zukunft ab: "Ich weiß nicht so recht wie es weitergeht. Ich bin seit Dezember im Training und habe viel in diesen Kampf investiert. Ich wollte nach meinem letzten Kampf ein Statement setzen. Ich wollte das für meine Fans", so Hein. "Ich würde jetzt gerne so etwas sagen wie, 'Ich komme stärker zurück' oder so, aber ich bin einfach nur traurig und leer. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich das Schicksal gerne selbst in die Hand nehme. Ich muss mich jetzt um ein paar Dinge kümmern. Ich danke Gott für jeden Tag und er wird mir auch hier einen Weg aufzeigen."

Hein gab sein Octagon-Debüt 2014 bei UFC Berlin und musste seitdem in vier Duellen nur eine einzige Niederlage einstecken. Er ist aktuell 32 Jahre alt und einer der populärsten deutschen Vertreter in der UFC.

Während Heins Zukunft unklar ist, wird fieberhaft ein Ersatzgegner für Tuck gesucht. UFC Fight Night Rotterdam findet am 7. Mai in der Ahoy Arena Rotterdam statt und wird in Deutschland exklusiv auf ran Fighting übertragen. Weil Heins Duell im Vorprogramm angesetzt wurde, war geplant, dieses Mal ausnahmsweise auch die Vorkämpfe zu senden, die sonst ausschließlich auf Fight Pass zu sehen sind. Es steht noch nicht fest, ob es nun, nach Heins Absage, bei dieser Regelung bleiben wird.