MMA Deutschland

Nach Kritik an GMC 18: Kooperation mit WMO bekannt gegeben

Der Hauptkampf bei GMC 18: Felix Schiffarth (l.) gegen Ömer Solmaz. (Bild: FotoSeven/GMC)

Für den ersten Event 2019 zog es GMC am 2. Februar nach Hamburg. In der ausverkauften Edel Optics Arena gingen zahlreiche spektakuläre Kämpfe über die Bühne, darunter der Titelkampf im Federgewicht zwischen Felix Schiffarth und Ömer Solmaz. Nachdem das Team des Düsseldorfers das Handtuch geworfen hatte, kam es im Käfig zu Tumulten, da Ringrichter Marco Broersen diese Aktion übersehen hatte. Die Trainer vom Pride Gym nahmen das Heft selbst in die Hand und sprangen in den Käfig, gefolgt vom gegnerischen Team aus Hamburg.

Als Reaktion gab GMC die Zusammenarbeit mit der World MMA Organization (WMO) bekannt, die schon bei GMC 18 für die Standards in Sachen Sicherheit und medizinischer Betreuung zuständig waren. Eine Stellungnahme findet ihr in diesem Presseschreiben:

Um die Qualität und Professionalität der Veranstaltung zu gewährleisten, hatte die WMO ein international erfahrenes Kampfgericht mit Offiziellen aus Deutschland, Kanada Serbien Tschechien und den Niederlanden zusammengestellt. Deren Erfahrung reicht von Veranstaltungsreihen wie M-1, über ACB bis hin zur UFC. Vor allem die medizinische Sicherheit liegt ihnen laut eigener Aussage am Herzen. So waren bei GMC 18 drei Ärzte sowie ein Rettungswagen im Einsatz. Für die Athleten standen Blut- und Dopingtests auf dem Programm.

Dennoch sahen sich die Organisatoren nach der Veranstaltung mit Kritik konfrontiert. Die German MMA Federation, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit den Organisatoren von GMC zusammengearbeitet hatten, sprachen in einem Facebook-Post von „fragwürdigen Paarungen“ und prangerten die „Stürmung der Ringfläche“ an.

Nach einem packenden Titelkampf übersah der Referee das vom Trainer ins Octagon geworfene Handtuch. Der Referee wendete sich im fast gleichen Moment, als das Tuch von hinten kam, mit vollem Fokus zum Kampfgeschehen, sodass er keine Chance hatte das Tuch hinter seinem Rücken hineinfliegen zu sehen. Vermutlich nahmen aus diesem Grund die Coaches in der Ecke von Felix Schiffarth die Zügel aus Sorge um ihren Schüler selbst in die Hand und kletterten im Affekt ins Octagon, um den Kampf zu unterbrechen. Die gegnerische Ecke von Ömer Solmaz und einige seiner Fans haben die Aktion missverstanden und eilten ihrem Schützling ebenfalls ins Octagon zur Hilfe. Nach einer kurzen stürmischen Sequenz war für alle im Octagon beteiligten klar, dass es sich um ein Missverständnis handelte, womit sich die Lage schnell beruhigte. Keine der beiden Ecken haben es auf Handgreiflichkeiten oder eine Prügelei abgezielt. Die Ecke von Ömer Solmaz fing anschließend an, den Sieg von Ömer zu feiern und die beiden Lager gratulierten sich gegenseitig für die starke Leistung beider Athleten und zeugten einander Respekt, so wie es am Ende auch sein sollte. Auch nach der Rücksprache mit der örtlichen Polizei, welche in Bereitschaft war, war schnell klar, dass kein Eingriff nötig war. Denn es handelte sich nicht um eine Auseinandersetzung sondern einfach um ein Missverständnis. Alle Großveranstalter, wie auch GMC, sind in jeder Stadt stets mit der örtlichen Polizei in engem Kontakt.

GMC 18 war der Startschuss für die Zusammenarbeit von GMC und dem aufstrebenden Weltverband WMO. Auch künftige Events sollen auf diese Weise sanktioniert werden. Zudem wird die WMO unter dem Banner „WMO Youth“ die GMC OlimpX betreuen. Hierbei handelt es sich um eine Amateur-Serie, die bundesweit Amateur-Athleten die Chance eröffnet, ihr Können unter Beweis zu stellen.