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Mohamed Trabelsi: „Ich lerne auch in der Niederlage dazu.“

Mohammed Trabelsi (Foto: GNP-TV)

Bei GMC 11 trafen im 23-jährigen Mert Öziyldirim und 20-jährigen Mohamed Trabelsi zwei aufstrebende Leichtgewichte aus Süddeutschland aufeinander. Und die Fans kamen voll auf ihre Kosten, denn die jungen Wilden lieferten einen der Kämpfe des Abends. Am Ende kam Özyildirim von einer kniffligen Situation in den Kampf zurück und gewann am Ende einer Wahnsinnsschlacht nach Punkten. Nicht ohne Kontroverse.

„Ich habe meinen Mundschutz verloren,“ sagt Trabelsi. „Aber ich hab mir gedacht, ich hau ihn noch ein paar mal, vielleicht geht er K.o. Der Ref ist dann dazwischen gegangen und hat es irgendwie verwechselt. Er dachte wohl, das sei sein Mundschutz gewesen. Das war für mich der entscheidende Punkt. Mert hat diese paar Sekunden genutzt und kam wieder zu sich.“

Bereits zuvor lieferten sich die beiden Leichtgewichte ein schönes Duell, in dem Özyildirim den harten Fäusten des Münchners anfangs durch den Clinch und einen Takedown noch entgehen konnte. Im zweiten Durchgang geriet der Balinger dann gehörig unter Druck und nach harten Treffern ins Wanken, beenden konnte Trabelsi das Duell aber durch den Fehler des Ringrichters nicht. Özyildirim kam zurück und gewann mit letzter Kraft die entscheidende Runde und den Kampf.

„In der ersten Runde haben wir beide Gas gegeben, er hat mich runtergebracht. Die zweite wurde wohl für mich entschieden, weil ich ihn zweimal angeknockt habe. Es hat mich natürlich ein bisschen geärgert, dass ich meinen Mundschutz verloren habe und der Ringrichter unterbrochen hat. Die dritte Runde habe ich dann verloren.“

Für den Münchner ist die Entscheidung des Punktgerichts also trotzdem hinnehmbar. Für Trabelsi zählt vor allem die eigene Leistung und die Erfahrung, die mit jedem Kampf wächst:

„Es ist madig, wenn man verliert, aber man lernt halt was dazu. Es ist nicht das erste Mal und es ist wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal in meiner Karriere. Ich bin erst 20 Jahre alt, aber schon zufrieden mit meiner Leistung, aber heute Abend hat es nicht gereicht.“

Ausreden sucht der junge Münchner also nicht, sondern blickt zuversichtlich in die Zukunft. Ob da auch ein Titelkampf bei GMC irgendwann auf dem Plan steht? „Ich würde niemals Nein sagen.“

Das Interview mit Trabelsi findet ihr hier:

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