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MMA Live 4: Michalik, Abdulloev und Belov feiern Turniersiege

Johannes Michalik feiert seinen Sieg. (Foto: Dorian Szücs)

In Dresden wurden am Samstagabend bei der vierten Ausgabe von MMA Live drei „Grand Prix“-Sieger gekürt. In der erst im vergangenen Jahr erbauten BallsportArena stiegen Kämpfer aus ganz Europa in den Käfig, um sich in einer von drei Gewichtsklassen einen Gürtel und eine Geldprämie zu sichern.

Der Bremer Johannes Michalik gewann das Turnier im Weltergewicht, der in Dresden lebende Tadschike Alisher Abdulloev sicherte sich den Turniersieg im Federgewicht und der Russe Sasha Belov marschierte im Bantamgewicht an die Spitze.

Michalik gewinnt ohne Finalkampf

Im Weltergewicht konnte sich Johannes Michalik vom Bremer Key Gym im ersten Halbfinale gegen den Georgier Giorgi Kabulashvili durchsetzen. Michalik zeigte sich im Stand aktiver, wurde dann aber kurzzeitig von einem Standing Guillotine Choke bedroht. Michalik zog seinen Gegner zu Boden, konnte wenig später aufstehen und im Stand weitermachen. Hier donnerte Michalik seinem Kontrahenten eine harte Rechte vors Kinn und machte mit Ground and Pound den Sack zu.

Im zweiten Halbfinale holte sich Akbardzhon Saidov einen Punktsieg über Mateusz Lukienszuk. Saidov konnte von Anfang an zahlreiche Bomben landen, Lukienszuk zeigte sich jedoch standhaft und versuchte nach vorne zu marschieren. Saidov musste in der zweiten Runde etwas das Tempo herausnehmen, woraufhin Lukienszuk die Initiative ergriff und mit zahlreichen Händen und Kicks angriff. Saidov blieb dennoch gefährlich und verlagerte den Kampf zum Ende noch einmal auf die Matte. Nach zwei Runden sahen die Punktrichter Saidov vorne.

Unglücklicherweise verletzte sich Saidov im Kampf am Fuß. Er konnte somit im Finale nicht gegen Johannes Michalik antreten, der somit ohne Finalkampf zum Turniersieger erklärt wurde.

Abdulloev mit zwei Erstrundensiegen

Im ersten Halbfinale im Federgewicht konnte sich Alisher Abdulloev gegen Savas „Hannibal“ Coban behaupten. Im ersten Durchgang traf er Coban mit einem präzisen Frontkick zur Leber. Coban legte den Rückwärtsgang ein, ging dann aber kurze Zeit später mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Knie. Der Kampf wurde abgebrochen.

Den zweiten Halbfinalkampf entschied Archil Taziashvili gegen Artem Budur für sich. Taziashvili arbeitete zu Beginn mit harten Händen, wurde dann aber zu Boden befördert. Artem Budur versuchte sich auf der Matte an einem Kimura und verschiedenen Würgegriffen. Taziashvili hielt dagegen, konnte am Ende selbst einen Rear-Naked Choke ansetzen und seinen Gegner zur Aufgabe zwingen.

Somit standen sich im Finale Alisher Abdulloev und Archil Taziashvili gegenüber. Nach einem kurzen Schlagabtausch konnte Taziashvili mehrere Takedowns durchbringen, landete dann aber selber auf dem Rücken. Hier kassierte er Schläge und wurde schließlich in einen Anaconda Choke genommen, aus dem er kein Entkommen mehr fand und abklopfen musste.

Belov lässt im Bantamgewicht die Fäuste sprechen

Im Bantamgewicht sorgte der Russe Sasha Belov im ersten Halbfinale für einen Raunen in der Halle. Gegen Ryan Trousset konnte Belov von Anfang an präzise Hände landen und Trousset für seine mangelnde Deckung bestrafen. In der zweiten Runde brachte Belov einen punktgenauen Aufwärtshaken gefolgt von einer knüppelharten Geraden ins Ziel. Trousset fiel um wie ein gefällter Baum. Der Kampf war gelaufen.

Murad Teleev besiegte im zweiten Halbfinale Vladislav Shulga nach Punkten. Beide ließen es zu Beginn sehr ruhig angehen, Teleev konnte sich im zweiten Durchgang aber im Stand besser präsentieren und wurde somit zum Sieger erklärt.

Im Finale lieferten sich Sasha Belov und Murad Teleev dann einen ansehnlichen Schlagabtausch. Zum Ende der ersten Runde konnte Belov seinen Gegner mit guten Treffern in den Rückwärtsgang drängen, bevor er aus der Situation aber Profit schlagen konnte, war die Runde vorbei. Teleev versuchte in der zweiten Runde direkt einen Takedown, landete aber selbst auf dem Rücken. Teleev zeigte sich im Stand später sehr aktiv, nur konnte er kaum selbst Treffer landen. Belov übernahm im späteren Kampfverlauf dann komplett das Ruder. Immer wieder schlugen harte Fäuste ein, Teleev konnte seinem Gegner kaum noch etwas entgegensetzen. Nach dem zweiten Knockdown in der dritten Runde ging der Ringrichter schlussendlich dazwischen und erklärte Sasha Belov zum Turniersieger.

Neben den Turnier-Fights standen auch zwei Rahmenkämpfe auf dem Programm. Pavlo Smoliak konnte gegen Eray Kamaci mehrere Takedowns durchbringen und ihn in der zweiten Runde per Guillotine Choke zur Aufgabe zwingen. Pilipchuk Roman und Salambek Elderbiev lieferten sich eine relativ ausgeglichene erste Runde, Roman konnte im Stand einige gute Treffer landen. Im zweiten Durchgang verlagerte Roman den Kampf auf die Matte und verbrachte die meiste Zeit in der Top-Position. Zwar blieb Elderbiev aus der Rückenlage aktiv, wieder auf die Beine kam er jedoch nicht. Nach zwei Runden wurde Elderbiev zum Sieger erklärt.

Die Ergebnisse der Veranstaltung im Überblick:

MMA Live 4
14. April 2018
Ballsport Arena in Dresden

Finale des Federgewichtsturniers
Alisher Abdulloev bes. Archil Taziashvili via Anaconda Choke in Rd. 1

Finale des Bantamgewichtsturniers
Sasha Belov bes. Murad Teleev via T.K.o. (Schlag) in Rd. 3

Halbfinalkämpfe des Weltergewichtsturniers
Johannes Michalik bes. Giorgi Kabulashvili via T.K.o. (Schläge) in Rd. 1
Akbardzhon Saidov bes. Mateusz Lukienszuk einstimmig nach Punkten

Halbfinalkämpfe des Federgewichtsturniers
Archil Taziashvili bes. Artem Budur via Rear-Naked Choke in Rd. 1
Alisher Abdulloev bes. 
Savas Coban via T.K.o. in Rd. 1

Halbfinalkämpfe des Bantamgewichtsturniers
Sasha Belov bes. Ryan Trousset via K.o. (Schlag) in Rd. 2
Murad Teleev bes. Vladislav Shulga einstimmig nach Punkten

Pavlo Smoliak  bes. Eray Kamaci via Guillotine Choke in Rd. 2
Pilipchuk Roman bes. Salambek Elderbiev einstimmig nach Punkten