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Mick Mokoyoko: Man kann sich nicht auf Engizeks Wort verlassen!

Mick Mokoyoko

Kerim Engizek sollte bei GMC 9 den Rückkampf gegen Mick Mokoyoko bestreiten. Aufgrund der Vakantierung des Weltergewichtstitels rutschte der Düsseldorfer jedoch in einen Titelkampf, während Mokoyoko vor eine neue Herausforderung gestellt wird. Am 19. November trifft er in Castrop-Rauxel auf den Hamburger Selim Agaev. Wir sprachen mit dem Kölner über den Gegnerwechsel.

Der 37-Jährige Mokoyoko kämpft bereits seit 2009 und hat so einige Duell auf dem Buckel. Die wohl größte Fehde in seiner Karriere war das Duell gegen Engizek, das durch Kampfabsagen und Videobotschaften über Jahre erhitzt wurde. Im April standen Mokoyoko und Engizek schließlich im Cage. Das hart geführte Duell endete in der zweiten Runde schließlich kontrovers durch Submission. Mokoyoko stritt vehement ab, im Rear-Naked Choke abgeklopft zu haben und forderte einen Rückkampf. Im Interview mit uns legte er die Ereignisse offen, die zum Kampfwechsel führten.

„Es war mein Vorschlag das Rematch zu machen, weil ich es gerne hätte“, so Mokoyoko. „Ich habe dem Veranstalter den Vorschlag gemacht, dass Engizek bei einem Sieg meine komplette Gage haben könnte. Darauf wurde sich nicht eingelassen. Ich sollte noch etwas drauflegen. Wir haben dann eine Lösung gefunden. Dann hieß es die haben zugesagt, wir haben zugesagt, die Verträge gehen jetzt raus demnächst.“

Kurz darauf wurde die Begegnung wieder abgesagt, wie uns der Athlet vom Combat Club Cologne im weiteren Gespräch erklärte: „Sehr erstaunlich, dass jemand, der diesen Kampf so sehr hat haben wollen im Vorfeld, und das in unzähligen Videobotschaften propagiert hat, sich dann mit einem mehr als kontroversen Ergebnis zufrieden geben kann. Es ist überraschend. Im Nachgang war es dann so, dass ich die Absage bekommen habe. (Mitteilungen liegen der Redaktion vor.) Es hieß dann, dass die Gegenseite nicht antreten wollte. Der Grund, der mir genannt wurde, war, dass sie so viele E-Mails bekommen hatten, die sich gegen den Kampf ausgesprochen hätten, Kerim solle den Rückkampf nicht annehmen, so dass er sich entschlossen hat es nicht zu tun – was als fragwürdig eingestuft werden darf, es sei denn er legt die E-Mails auf dem Tisch und sagt, dass es wichtige Leute sind. Im Nachgang kam der Vorschlag Selim Agaev. Da ich noch nie einen Kampf abgelehnt habe und Selim ein guter Mann ist, mit gutem Rekord, eines dieser aufstrebenden Talente, haben wir uns darauf eingelassen.“

Ob er glaubt, dass es jemals zu einem Rückkampf zwischen Engizek und Mokoyoko kommen wird, verneinte der Kölner und erklärte, dass er sich nicht auf Engizeks Wort verlassen könnte: „Es ist schwierig sich zu einigen. Wenn man sich dann geeinigt hat, ist es schwierig etwas auf deren Wort zu geben. Und mit „deren“ meine ich speziell Kerim, weil für alle anderen aus dem Team kann ich nicht sprechen. Ich glaube nicht daran, nein. (Von mir aus) jederzeit. Jeder Veranstalter, der Interesse hat und in der Lage ist Kerim dazu zu bewegen dieses Rematch anzunehmen…ich bin bereit zu unterschreiben. Er hat offenbar seine Gründe es nicht zu wollen. Nach dem letzten Kampf hat er in seinen Interviews gesagt, dass ich abgeklopft habe. Der Kampf ist auf Ranfighting zu sehen und kann sich seine eigene Meinung bilden. Die meisten anderen, die es gesehen haben, wissen was passiert ist. Ich glaube, dass er gesehen hat, wie es im Kampfverlauf ausgesehen hat und wird schon wissen, warum er den Rückkampf nicht annimmt.“

Zudem ging Mokoyoko auf seinen neuen Gegner ein sowie seine letzten Kontrahenten. Das komplette Interview findet ihr hier: