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Jungspund gegen Pionier

Maurice van Waeyenberghe (l.) vs. Carl Otto Kudsen.

Am 14. Mai heißt das Motto der einundzwanzigsten Fighter Galla, einer von Dänemarks größten MMA-Veranstaltungen, „Once again“. Im Hauptkampf will es niemand geringerer als der dänische MMA-Pionier und Shooters-Veteran Carl Otto Knudsen „Noch einmal“ wissen. Knudsen ist eine der führenden Figuren der skandinavischen MMA-Szene und hat in Deutschland schon öfters Seminare geleitet.

Seine aktive Karriere will der über Vierzigjährige am liebsten mit einem Sieg krönen, doch hat er sich beileibe keine leichte Aufgabe ausgewählt. Sein Gegner, der Bremerhavener Jungspund Maurice van Waeyenberghe, kann auf eine solide 5-1-Bilanz zurückblicken, musste in seinem letzten Kampf aber eine bittere KO-Niederlage einstecken.

„Geändert hat sich dadurch Vieles: Der Druck einer eventuellen Niederlage ist nicht mehr richtig im Hinterkopf, es geht mir mehr um das Kämpfen, als um das Gewinnen“, so van Waeyenberghe über seine erste Karriereniederlage. „Ich habe daraus gelernt, dass es wichtig ist, sich vor einem Kampf nicht mehr mit Sachen zu belasten, die an dem Tag nicht in den Cage gehören.“

Van Waeyenberghe (l.) kurz nach seiner bitteren Niederlage gegen Tahar Hadbi. (Foto via outsider-club.de)

In van Waeyenberghes Fall war dies ein wichtiger anstehender Kampf einen Monat später, der ihn dazu veranlasste, seinen Gegner zu unterschätzen. Das Aushängeschild der Fight Fabrik Bremerhaven zahlte einen hohen Preis und wurde vom Ground and Pound des Franzosen Tahar Hadbi bewusstlos geschlagen.

Dass ihm nun die Ehre zuteil wird, gegen einen solch populären Veteran wie Carl-Otto Knudsen in dessen Heimat zu kämpfen, überrascht van Waeyenberghe, doch weiß er genau, dass die Dänen ihn als schlagbaren Gegner für Knudsen einstufen. „Zurzeit freue ich mich riesig auf den Kampf. Das habe ich mir aber auch gedacht, da es bei den Jungs da drüben halt öfter so üblich ist!“, so van Waeyenberghe zur Opferlamm-Theorie.

Doch genau da plant er, den Dänen in die Suppe zu spucken. „Ich habe riesigen Respekt vor Otto, er ist dort die Ikone überhaupt und ein starker Kämpfer. Er ist jedoch auch nur ein Mensch, der die selbe Luft atmet und das selbe Wasser trinkt. Warum sollte ich am 14. Mai nicht den Spielverderber spielen können?“

Knudsen ist aufgrund seines Alters sicher nicht unschlagbar, doch hat er dank langjähriger Erfahrung einen deutlichen Vorteil im Bodenkampf gegenüber van Waeyenberghe. Sollte dieser aber befreit aufkämpfen, die Blockade nach der Niederlage erfolgreich überwunden haben und an seine alte Form anknüpfen können, hat er alle Chancen, am 14. Mai für die Sensation zu sorgen.

Daumen hoch: Maurice van Waeyenberghe (5-1 MMA). (Foto via Fight Fabrik Bremerhaven)

„Lassen wir uns einfach mal alle überraschen. Der Bessere möge gewinnen“, übt sich van Waeyenberghe in für ihn eher ungewohntes Understatement bei der Antwort auf die abschließende Frage, wie der Kampf denn ausgehen wird. Er hat seine Lektion gelernt und will Taten anstatt Worte sprechen lassen.

Alle weiteren Infos über die Veranstaltung findet ihr unter www.fightergalla.dk.

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