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GnP Awards 2009: Kultigster Kämpfer national

Nach längerer Pause vom MMA-Sport meldete Sebastian Baron sich im März 2009 auf der hiesigen MMA-Bühne zurück. Im Hauptkampf der ersten Respect.FC-Veranstaltung traf der bärtige Wuppertaler auf den zum damaligen Zeitpunkt besten deutschen Mittelgewichtler, Andre Balschmieter. Wie schon zwei Jahre zuvor, bei ihrem ersten Kampf, gelang es Baron, seinen Gegner mit einer Erstrundensubmission vom Thron zu stoßen.

Sportlich sollte das Jahr ab dann aber nur noch wenig Positives für ihn parat haben. Er unterlag gegen den Niederländer Raymond Jarman und den Schweden Victor Cheng – beide bezwangen den Grappler per Submission in der ersten Runde. Im Alter von 35 Jahren angekommen, hat Baron in letzter Zeit schon öfter geäußert, dass er bald die Handschuhe an den Nagel hängen will.

Sportlich kommt mit einer Bilanz von 6-6 – die mehrere Kämpfe gegen starke Gegner im Ausland beinhaltet – auf den ersten Blick wie ein Durchschnittskämpfer daher. Entscheidend für den Award als Kultigster Kämpfer, ist aber etwas völlig anderes. Baron ist ein Mensch und Kampfsportler mit Profil, der nie davor zurückscheut, seine Meinung zu sagen.

Baron ähnelt Tito Ortiz, Kimbo Slice oder Mariusz Pudzianowski, unserem diesjährigen internationalen Gewinner dieser Kategorie: Wenn er kämpft, drehen sich die Köpfe um. Es lässt national niemanden kalt. Schnell sind die Fans in zwei Lager gespalten, eine neutrale Meinung scheint es nicht zu geben.

Deutschlands kultigster Kämpfer 2009.

Baron hat genug Freunde und Bekannte, die seine direkte Art und seinen raffinierten Humor schätzen, doch gibt es deutschlandweit einige, die ihn verfluchen. Nicht wenige hat er mit seinen Äußerungen und Posts in verschiedenen Foren vergrault, andere sind oberflächlicher und beurteilen ihn nach seinem Äußeren.

„Die Pusteblume“, wie er aufgrund seiner extrem üppigen, Afro-ähnlichen, Hauptbehaarung und seinem wuchernden Vollbart gebannt wird, entspricht einfach nicht dem Klischee des durchschnittlichen MMA-Kämpfers. Seine eher ungewöhnliche, und für den MMA-Sport wohl in vielen Augen zu weiche, markante Herztätowierung kommt hinzu.

Einen detaillierten Artikel mit zahlreichen Informationen über Sebastian Baron könnt ihr in der ersten Ausgabe des Ground and Pound Journals nachlesen. An dieser Stelle bleibt nur zu hoffen, dass Baron im Jahr 2010 noch mehrere Male im Ring und Käfig zu sehen sein wird und sich sein drohender Abschied vom Sport weiterhin fleißig verzögert. Fast ein Drittel aller deutschen Fans will mehr von ihm sehen – ob Sieg oder Niederlage, sei dahingestellt.

Die Stimmvergabe im Überblick:

1. Sebastian Baron (Wuppertal) 31,8%
2. Philipp Höhne (Hamburg) 17,6%
3. Nordin Asrih (Düsseldorf) 14,7%
4. Waldemar Giesbrecht (Dortmund) 14,2%
5. Johannes Heuschkel (Gera) 11,3%
6. Maik Stumbries (Magdeburg) 10,4%

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