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Lom-Ali Eskijew: Bolaghi wurde gehypt wie McGregor!

Lom-Ali Eskijew (Foto: FotoSeven Sport)

Lom-Ali Eskijew hat im Hauptkampf von GMC 9 nicht nur seinen Federgewichtstitel verteidigt, sondern dabei gegen Saba Bolaghi auch den Kampf des Jahres hingelegt. GNP1-TV bat ihn anschließend zum Interview.  

So schwer musste sich Lom-Ali Eskijew bisher noch keinen Sieg erkämpfen. Gegen GMC-Bantamgewichtschampion Saba Bolaghi holte der 24-Jährige am vergangenen Samstag im Hauptkampf des historischen GMC-9-Pay-per-Views einen einstimmigen, wenn auch knappen Punktsieg gegen den Frankfurter Ringer-Spezialisten.

"Durchbeißen" musste er sich dabei, wie er sagt - worüber er allerdings recht froh zu sein scheint. 

"Natürlich ist es schön, einen Kampf vorzeitig zu beenden", so Eskijew im Anschluss zu GNP1-TV-Reporter Elias Stefanescu. "Aber wenn es über die Runde geht, ist das auch nicht schlecht. Und wenn es gegen einen wie Saba über die Runden geht, ist das keine Blamage. Der war ein würdiger Gegner [...] Ich habe viel aus dem Kampf gelernt."

Eskijew nach Niederschlag "sofort wieder da"

Beide Kämpfer tauschten in einem hochspannenden Hin-und-Her über fünf Runden harte Treffer aus. Am Ende lag Eskijew auf den Punktzetteln vorn, musste im zweiten Durchgang jedoch eine brandgefährliche Situation überstehen, in der Bolaghi nach einem Niederschlag mit einer Serie verheerender Schläge den Sack zu machen wollte. 

"Ich bin nach unten, aber war sofort wieder da. Ich habe die ganze Zeit mit dem Kampfrichter geredet, habe dem gezeigt: Alles ist gut", erinnert sich Eskijew im Interview. "Alles, was ich bekommen habe, habe ich sehr gut weggesteckt."

Hype hat "keine Rolle" gespielt

Der Kampf der beiden GMC-Titelträger war ein in dieser Form noch nie da gewesenes Spektakel in Deutschland, dementsprechend wurde das Duell auch von TV-Partner ProSiebenSat.1 beworben - als Champion-vs-Champion-Superfight nämlich. Vor allem Bolaghi stand dabei stark im Fokus, weil er sich, ähnlich wie einige Tage zuvor bereits UFC-Superstar Conor McGregor, zum Doppelchampion hätte krönen können.

Für Eskijew war all der Hype jedoch nur störendes Beiwerk.

"Ich habe versucht, dass das für mich keine Rolle spielt", so Eskijew. "Bei ranFIGHTING und überall wurde Saba gehypt, von wegen: Er macht dasselbe wie Conor McGregor. Ich habe das einfach an mir vorbeigehen lassen und mich nur auf den Kampf konzentriert."

Eskijew blickt nun "auf's Ausland"

Nach dem wichtigen Sieg - dem bereits 12. in Eskijews Karriere - hat der junge Kölner seinen Blick nun auf internationale Ligen gerichtet, will die ganz großen Kämpfe in Europa und der Welt.

"Ich blicke (auf das) Ausland", bestätigt er. Eskijew hat ohnehin Schwierigkeiten, in Deutschland noch Gegner zu finden. 16 Anfragen wurden für GMC 9 herausgeschickt, Bolaghi war der einzige, der bereit war, anzutreten. "Ich würde jetzt gerne starke Leute aus dem Ausland kämpfen."

Anbei das komplette Video-Interview mit Lom-Ali Eskijew: