MMA Deutschland

IMMAF EM: Deutschland und Österreich sichern sich Edelmetall

Julia Dorny (rechts) ist Europameisterin (Foto: Anja Dorny Photography)

Vom 17. bis zum 23. Juni fanden in Bukarest die MMA-Europameisterschaften der Amateure statt. Mit von der Partie waren auch Delegationen aus Deutschland und Österreich, die im Kampf um Edelmetall ein gewichtiges Wörtchen mitzusprechen hatten. Während Österreich sich über vier Medaillen freuen darf, brachten die Wettkämpfe gar drei deutsche Europameister hervor.

Den Anfang des Goldregens machte Anna Gaul. In einem äußerst knappen Kampf, den die Punktrichter geteilt für die Deutsche werteten, bezwang sie die Österreicherin Lea Maria Zinkanell. Dieser Triumph bescherte ihr den IMMAF-Europameistertitel der Juniorinnen im Fliegengewicht.

 Wenig später legte ein weiteres Nachwuchstalent nach: Nachdem Eduard Kexel im Halbfinale Adam Darby vom starken irischen Team ausgeschaltet hatte, ließ er auch im Finale nichts anbrennen und schlug Zubair Gadzhiev aus Bahrain einstimmig nach Punkten.

Mit einer Silbermedaille im Gepäck reist Wladislaw Keilbach zurück nach Deutschland. Auch er gewann im Halbfinale gegen einen starken Vertreter aus Bahrain und zog mit diesem Sieg ins Finale ein. Dort fand er zwar kein Mittel gegen den Briten Roan Crocker, darf sich aber dennoch über Edelmetall freuen.

Für die nächste Goldmedaille sorgte kurz darauf Julia Dorny. Nach zahlreichen zweiten und dritten Plätzen bei Welt- und Europameisterschaften machte die Berlinerin in Bukarest ihren Traum wahr und krönte sich zur Europameisterin. Ein Sieg über die Finnin Anniina Ervasti brachte die erfahrene Judoka ins Finale, wo sie sich gegen eine weitere Finnin in Jenni Kivioja nach Punktentscheid durchsetzen konnte.

Bogdan Grad (rechts) feiert seine Bronzemedaille (Quelle: Anja Dorny Photography)

Auch die österreichische Delegation, die gemeinsam mit dem deutschen Team nach Bukarest gereist war, präsentierte sich besser denn je zuvor. Insgesamt vier Medaillen bringen die Vertreter der AUTMMAF mit nach Hause. In einer der am besten besetzten Gewichtsklassen des gesamten Turniers ging Bogdan Grad an den Start. Der Grazer startete mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den Schweden Navid Badi ins Turnier und qualifizierte sich damit fürs Viertelfinale. Dort traf er auf den SBG-Athleten Ciaran Clarke, gegen den er sich ebenfalls nach Punkten durchsetzte. Auch im Halbfinale zeigte er seine Qualitäten und ging mit dem Esten Koupo Kokamagi über die volle Distanz. Am Ende lag die Entscheidung in der Hand der Punktrichter, die das Gefecht geteilt für den Esten werteten. Für Grad bedeutete dies zwar das Verpassen des Finales, aber auch den Gewinn der Bronzemedaille.

Auch bei den schweren Jungs präsentierte sich Österreich von seiner besten Seite. Im Schwergewicht bis 120kg sicherte sich Besart Berisha Bronze, Damian Visenjak bringt eine Silbermedaille in der offenen Klasse mit nach Hause.

Anbei findet ihr alle Medaillengewinner aus Deutschland und Österreich in der Übersicht:

IMMAF Europameisterschaften
17. bis 23. Juni 2018
Rin Grand Hotel, Bukarest, Rumänien

Deutschland
Gold

Julia Dorny (Sr. Federgewicht)
Anna Gaul (Jr. Fliegengewicht)
Eduard Kexel (Jr. Leichtgewicht)

Silber
Wladislaw Keilbach (Jr. Weltergewicht)

Österreich
Silber
Damian Visenjak (Sr. Superschwergewicht)
Lea Maria Zinkanell (Jr. Fliegengewicht)

Bronze
Bogdan Grad (Sr. Leichtgewicht)
Besart Berisha (Sr. Schwergewicht)