MMA Deutschland

GNP1 Awards 2016: Pound-For-Pound Award

Einmal im Monat wird die German Top Ten - und damit auch die deutsche Pound-for-Pound-Rangliste – auf den neusten Stand gebracht. Insgesamt zwölf aktive Kämpfer waren im Jahr 2016 mindestens einmal in den gewichtsklassenübergreifenden Rankings vertreten. Bei den GNP1 Awards 2016 hatten die Leser nun bis Sonntagabend die Wahl, ihren Favoriten unter den zwölf Spitzen-Athleten zu wählen. Die Stimmen wurden ausgezählt. Der Gewinner des ersten GNP1 Pound-for-Pound Awards ist UFC-Kämpfer Peter Sobotta, der 22,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Dabei hatte das Wettkampfjahr 2016 alles andere als gut für den Headcoach vom Team Planet Eater begonnen. Im Mai hätte er bei der UFC-Show in Rotterdam seinen ersten Kampf des Jahres bestreiten und auf Dominic Waters treffen sollen. Knapp einen Monat vor der Veranstaltung zog sich Sobotta aber eine Fußverletzung zu – so schwer, dass er den Kampf absagen und eine Pause einlegen musste.

Einige Monate später, am 3. September, stand dann Sobottas erster und einziger Kampf des Jahres an. Beim Hamburg-Debüt der UFC wurde Sobotta dem Dänen Nicolas Dalby gegenübergestellt - ein europäisches Top-Duell, das bereits im Jahr 2013 in Polen hätte stattfinden sollen.

Im Kampf lief für Sobotta alles wie geschmiert. Schon in der ersten Runde schlug er seinen Kontrahenten nieder und kontrollierte den Kampf von da an problemlos im Stand und am Boden. Nach drei dominanten Runden sahen die Punktrichter Sobotta einstimmig mit 30:26 Punkten vorne. Ein hervorragender Sieg, der frenetisch von den deutschen Fans in der Halle gefeiert wurde und der die Leser von GNP1.de offensichtlich besonders überzeugt hat.

Abu Azaitar landet auf Rang 2

Den zweiten Platz belegte mit 17,2 Prozent der „Gladiator“ aus Köln, Abu Azaitar. Der 30-Jährige unterzeichnete im vergangenen Jahr einen Vertrag bei World Series of Fighting und konnte sein USA-Debüt mit Bravour meistern.

Seinen ersten Auftritt bei der bekannten Organisation hatte Azaitar am 2. April in Las Vegas. Hier traf er in seinem ersten Weltergewichtskampf auf den erfahreneren Danny Davis Jr. Azaitar lieferte sich mit dem US-Amerikaner einen abwechslungsreichen Kampf, der nach drei Runden einstimmig für ihn gewertet wurde.

Im Oktober ging es für Azaitar dann nach Kansas City, wo ihm bei WSOF 33 Michael „Mad Mike“ Arrant im Käfig gegenüberstand. Azaitar konnte den Kampf bestimmen, arbeitete mit zahlreichen Kicks und kraftvollen Schlägen und konnte seinen Kontrahenten in der zweiten Runde sogar anklingeln. Nach 15 Minuten mussten dann aber doch die Punktrichter entscheiden, die Azaitar klar vorne sahen. Damit ist der Kölner seit nunmehr neun Kämpfen ungeschlagen.

Bellator-Kämpfer Daniel Weichel landet auf dem Siegertreppchen

Knapp hinter Azaitar landete im Fan-Voting der Kämpfer, der sich über das gesamte Jahr 2016 auf dem ersten Platz der Pound-for-Pound-Rangliste halten konnte. Daniel Weichel bekam 16,8 Prozent der Leserstimmen.

Nach dem enttäuschenden Ausgang im Bellator-Titelkampf gegen Patricio „Pitbull“ Freire im Jahr 2015 machte Weichel zügig klar, schnellstmöglich eine zweite Chance auf das Gold bekommen zu wollen. Im Jahr 2016 legte er also den Vorwärtsgang ein, um seinen Anspruch auf einen weiteren Titelkampf zu untermauern.

Bei Bellator 159 bekam es Weichel im Juli mit dem aufstrebenden Emmanuel Sanchez zu tun. Weichel suchte den Bodenkampf, hatte in den ersten beiden Runden aber Probleme, seinen Gegner auf der Matte zu halten. Im Stand lieferten sich beide einen äußerst ausgeglichenen Schlagabtausch. Wie knapp der Kampf verlief, zeigten nach drei Runden die Punktrichterzettel. Ein Punktrichter sah Sanchez in allen drei Runden vorne, einer wertete alle drei Runden für Weichel und der dritte sah Weichel in zwei Runden vorne, sodass der Kämpfer vom Team MMA Spirit schließlich den geteilten Punktsieg zugesprochen bekam.

In Dublin stieg Weichel dann erneut in den Bellator-Käfig. Ursprünglich sollte er auf UFC-Veteran Paul Redmond treffen. Der verletzte sich aber und wurde durch den weniger bekannten Brian Moore ersetzt. Mit Moore hatte Weichel am Ende keinerlei Probleme. In der ersten Runde brachte der Frankfurter seinen Gegner auf die Matte, wo er ihn zügig per Arm-Triangle Choke zum Abklopfen zwang.

Die restlichen 43,7 Prozent der Stimmen verteilen sich auf die neun anderen nominierten Pound-for-Pound-Kämpfer – Stephan Pütz, Aziz Karaoglu, Nick Hein, Rany Saadeh, Jonas Billstein, Ruben Crawford, Jessin Ayari, Khalid Taha und Alan Omer.