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GNP1 Awards 2016: Kultigster Kämpfer des Jahres

Das Wort „Kult“ in Bezug auf Sport hat meist wenig mit der Gegenwart und viel mit der Vergangenheit zu tun. Fans der Kult-Clubs weinen meist jahrzehntealten Erfolgen nach oder hatten im Fall des FC St. Pauli nie welche. Wie wird man also "kultig"? Interessante Charaktere und Geschichten, viel Unterhaltung und Fans, die auch in schlechten Zeiten zu einem stehen. Klingt ganz nach Nordin Asrih, dem „Kultigsten Kämpfer des Jahres 2016“.

Seit fast 13 Jahren ist er als MMA-Profi aktiv, zahlreiche Schlachten hat er geschlagen. Trotzdem wird Nordin Asrih erst jetzt, mit 38 Jahren, zum Kultigsten Kämpfer des Jahres gewählt. Dabei ist der beliebte Düsseldorfer eigentlich zu erfolgreich für eine Kult-Ehrung, geht man nach obigen Gesichtspunkten. Denn seit dem Rücktritt vom Rücktritt eilt Deutschlands erster TUF-Kämpfer von Sieg zu Sieg.

Vier in Folge kann Asrih derzeit vorweisen. In den letzten sieben Kämpfen konnte er nur vom späteren UFC-Kämpfer Abner Lloveras bezwungen werden. Der für ihn Wichtigste dabei: ein Titelgewinn bei Superior FC im Rückkampf gegen Intimfeind Cengiz Dana im Mai. Diesem folgte bei GMC 9 ein erneuter Sieg gegen den zähen Dresdner Jonny Kruschinske. 2017 soll es so erfolgreich weitergehen.

Dabei hilft der lautstarke Anhang, den sich die „Fists Of Tangier“ in der vergangenen Dekade als Kämpfer, Coach seines Düsseldorfer Pride Gyms oder mit zahlreichen Interviews erarbeitet haben. Nie um einen flotten Spruch oder einen actionreichen Kampf verlegen, ist Nordin Asrih ein geborener Entertainer im und außerhalb des Käfigs und damit unser „Kultigster Kämpfer des Jahres 2016“.