MMA Deutschland

GNP1 Awards 2016: Bester junger Kämpfer

Robert Lau gewinnt den GNP1 Award für den "Besten jungen Kämpfer"

Der GNP1 Award für den „Besten jungen Kämpfer“ zeichnet Sportler unter 23 Jahren aus, die im Vorjahr durch besonders starke Leistungen überzeugt haben und von denen in Zukunft noch einiges erwartet werden kann. Ein Kämpfer konnte im Jahr 2016 aus der Masse klar herausstechen. Der GNP1 Award geht an Robert Lau.

Was hatte der junge Kämpfer vom Team Integra in Wittlich nur für ein Jahr.  Sein Wettkampfjahr startete im April bei Respect FC 16, wo er sich in der ersten Runde per Submission gegen Thomas Wassmer zum Sieg würgte. Etwas über einen Monat später folgte gegen Maximilien Schlatter vor heimischer Kulisse der nächste Erstrundensieg, diesmal durch T.K.o.

Den Höhepunkt erreichte Lau aber am 24. September bei We Love MMA 23 in Stuttgart. Im Alter von gerade einmal 18 Jahren und mit drei Profi-MMA-Kämpfen in der Bilanz stand Lau im Hauptkampf der Veranstaltung dem früheren UFC-Kämpfer Amilcar Alves gegenüber. Was für ein ungleiches Duell, dachten sich viele Zuschauer im Vorfeld des Kampfes vermutlich. Doch sie sollten sich getäuscht haben.

Mit einer unglaublichen Abgeklärtheit ging Robert Lau in den Kampf gegen den doppelt so alten und weitaus erfahreneren Alves. Von Anfang an zeigte er sich als Aggressor, setzte saubere Low Kicks und Schläge. Und auch wenn Alves nach vorne explodierte, ließ sich Lau keinesfalls aus dem Konzept bringen. Selbst als es auf den Boden ging, machte Lau eine gute Figur und ließ sich von dem erfahrenen Judoka nicht lange auf die Matte pinnen. In der zweiten Hälfte der ersten Runde machte Lau den Sack schließlich zu. Mit einem perfekten Konterschlag knipste er dem Brasilianer eiskalt die Lichter aus – mit gerade einmal 18 Jahren!

Nach diesem hervorragenden Sieg sollte aber nicht Schluss sein. Im Oktober reiste Lau nach St. Petersburg, um bei der WMMAA-Europameisterschaft teilzunehmen. Am Ende holte er sich die Silbermedaille. Einen Monat später ging es für Lau nach China, wo die Weltmeisterschaft der WMMAA stattfand. Auch in diesem großen Turnier zeigte er sich in Bestform. Nach Siegen im Viertel- und Halbfinale konnte er im Finale verletzungsbedingt nicht antreten. Auch hier gab es für ihn also die Silbermedaille.

Robert Lau – ein Name, von dem man in den kommenden Jahren mit Sicherheit noch einiges hören wird.