MMA Deutschland

GMC 7: Die Ergebnisse aus Castrop-Rauxel

Joachim Christensen feiert seinen K.o. gegen Jonas Billstein (Foto: Nazariy Kryvosheyev).

Zum siebten Mal fand am 7. November in Castrop-Rauxel die German MMA Championship statt. Vor ausverkauftem Haus lieferten sich insgesamt 30 Kämpferinnen und Kämpfer einige harte Schlachten und sorgten in größtenteils gut ausgewogenen Ansetzungen für spannende Momente und die eine oder andere handfeste Überraschung.

Wir waren für euch vor Ort und haben die Ergebnisse:

Mikkel Parlo vs. Abus Magomedov
Im letzten Kampfe des Abends stand zwar kein Titel auf dem Spiel, dafür wurde in Abus Magomedov einem vielversprechenden deutschen Talent seine bisher größte Herausforderung vorgesetzt: Der dänische Bellator-Kämpfer Mikkel Parlo ließ dabei von Beginn an keinen Zweifel an seiner Klasse aufkommen und setzte Magomedov mit harten Schlagkombinationen und einem aggressiven Clinch unter Druck. Magomedov hielt gut dagegen, verbrachte in der ersten Runde allerdings recht viel Zeit in der Defensive.

In Runde zwei ging es genauso temporeich weiter wie zuvor, allerdings immer noch meist mit Parlo im Vorwärtsgang. Die harten Boxkombinationen ließen Magomedov nicht richtig in den Kampf kommen, der zwar nie ernsthaft in Gefahr war, aber eben auch weitaus weniger Offensive zeigte als sein Gegner.

In der Pause animierte Magomedovs Ecke ihn lautstark zu mehr Aggressivität, Parlos bewährtes Rezept funktionierte allerdings auch in der dritten Runde – der Däne hatte offensichtlich gute Kondition mitgebracht, seine Schlagkombinationen waren auch kurz vor Schluss noch ähnlich kraftvoll wie zu Beginn. Gegen Ende des Kampfes brachte Magomedov noch einige Treffer ins Ziel, auf den Punktrichterzetteln machte das aber letztlich keinen bedeutenden Unterschied mehr. Nach dem Kampf stellte sich heraus, dass Magomedov sich in der ersten Runde an der rechten Hand verletzt hatte.
Mikkel Parlo bes. Abus Magomedov einstimmig nach Punkten

Djamil Chan vs. Mohamed Grabinski
Im Co-Hauptkampf trafen zwei Leichtgewichte aufeinander, die sich im Sommer für die 22. „The Ultimate Fighter“-Staffel beworben hatten, jedoch beide nicht ins TUF-Haus einziehen konnten. Auf dem Weg zurück in Richtung Las Vegas kreuzten sich die Wege der beiden in Castrop-Rauxel.

Ihren GMC-Titelkampf starteten die beiden aggressiv mit harten Fäusten – unter einer davon duckte Chan sich nach kurzer Zeit weg und sicherte sich den Takedown. Chan kontrollierte Grabinski kurzzeitig, der sich jedoch Platz verschaffen und aufstehen konnte. Anschließend war es Grabinski, der den Takedown suchte, ihn allerdings nicht vervollständigen konnte und gegen Ende der Runde selbst wieder auf dem Rücken landete.

Der zweite Durchgang startete genau andersherum als der erste – dieses Mal war es Chan, der zu aggressiv nach vorne stürmte und mit einem Takedown ausgekontert wurde. Auf der Matte ließ Grabinski harte Schläge los, die den Kampf an den Rand des Abbruchs brachten. Grabinski sicherte sich schließlich die Mount und ließ weitere Schlagsalven los, aus denen Chan sich herausdrehen wollte, dabei jedoch den Rücken freigab. Bis zum Ende der Runde wechselte Grabinski die Positionen, behielt jedoch immer die volle Kontrolle und versuchte abwechselnd den Rear Naked Choke und den Arm Triangle, während weiterhin harte Schläge auf Chan einprasselten. Nachdem der Kampf mehrfach kurz vor dem Abbruch stand, drehte Chan sich Sekunden vor Schluss noch in die Oberlage. Die Runde hatte ihm das sicherlich nicht gewonnen, die Atmosphäre in der Halle brachte die Aktion dafür zum Kochen.

In Runde drei landete Chan zu Beginn die härteren Schläge, woraufhin Grabinski sich wieder darauf verlegte, den Kampf auf den Boden zu bringen. Chan verteidigte jedoch gut und landete mehrfach selbst in der Oberlage. Früher oder später ging es jedoch immer wieder zurück auf die Beine, wo im späteren Verlauf der Runde auch Grabinski mit Takedowns erfolgreich war. Sekunden vor dem Horn drehte Chan sich allerdings erneut in Grabinskis Guard – mittlerweile glich die Europahalle einem Hexenkessel.

In Runde vier machten beide dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten – zwar waren die zwei mittlerweile nicht mehr ganz so explosiv wie zu Beginn, Treffer landeten trotzdem, oder gerade deswegen, aber immer noch von beiden Seiten zur Genüge. Nach knapp zwei Minuten landeten beide erneut auf dem Boden, wo sich zunächst Grabinski die Oberlage sicherte. Nach kurzer Zeit drehte sich Chan dann jedoch einmal mehr in dessen Guard, wo er den Großteil der Restrunde verbrachte.

Zwanzig harte Minuten hatten mittlerweile deutliche Spuren bei beiden Kämpfern hinterlassen, Chan schien jedoch noch ein bisschen mehr Saft im Tank zu haben. Nachdem er mehrer Treffer ins Ziel brachte, verlagerte er das Geschehen wieder auf den Boden, wo er mit Groundandpound punktete und einen stark blutenden Cut bei Grabinski öffnete, der kurzzeitig vom Ringarzt untersucht wurde.

Nach der Unterbrechung ging es noch kurz weiter, bevor Marco Broersen erneut den Ringarzt in den Käfig rief. Dieses Mal wurde der Kampf abgewunken – Grabinskis Cut blutete seiner Ansicht nach zu stark, um das Duell guten Gewissens weiterlaufen zu lassen. Ein etwas unschönes Ende eines hochspannenden Kampfes, in dem Chan letztlich seinen GMC-Titelgürtel verteidigen konnte.
Djamil Chan bes. Mohamed Grabinski via T.K.o. (Abbruch durch den Ringarzt) in Rd. 5

Vugar Bakshiev vs. Saba Bolaghi
Ringer-Experte Saba Bolaghi verschwendete gegen Vugar Bakshiev keine Zeit, dem Kampf seinen bewährten Stempel aufzudrücken. Keine Minute war vergangen, als ein Takedown Bakshiev auf den Rücken beförderte. Von dort aus schaffte es der Mann aus Aserbaidschan dann jedoch recht schnell, zurück auf die Beine zu kommen. Die beiden tauschten einzelne Schläge aus, größere Vorteile konnte sich aber niemand erarbeiten. Am Ende der Runde verlagerte Bolaghi das Geschehen – punktrichterfreundlich getimt – wieder auf den Boden.

Auch in Runde zwei holte Bolaghi sich früh den Takedown, Bakshiev sorgte aber mit einem Sweep aus der Unterlage für Aufsehen. Der Kampf ging daraufhin im Clinch weiter, von wo aus Bakshiev jedoch erneut schnell auf dem Rücken landete und von Bolaghi kontrolliert und mit Schlägen bearbeitet wurde. Als die beiden nach Rundenende aufstanden, wurde schnell deutlich, dass etwas mit Bakshievs Kiefer nicht stimmte – nach einer überlangen Rundenpause sah es zunächst so aus, als ob der dritte Durchgang doch noch angepfiffen werden würde. Bakshiev schien sich jedoch nicht so sicher zu sein, ob er eine weitere Runde starten wollte, woraufhin der Ringrichter den Kampf stoppte. Bolaghi erkämpfte sich mit diesem Sieg den GMC-Bantamgewichtsgürtel.
Saba Bolaghi bes. Vugar Bakschiev durch Aufgabe nach Rd. 2

Niko Lohmann vs. Nordin Asrih
Im Duell zweier deutscher Kult-Kämpfer tasteten „Karl Stahl“ Niko Lohmann und Nordin Asrihs „Fists of Tangier“ sich zunächst im Stand ab, bevor Lohmann einen Takedown durchbrachte. Asrih sicherte sich die Guard und blieb dort in Sicherheit, bis der Ringrichter die beiden gegen Ende der Runde zurück auf die Beine holte.

In der zweiten Runde tauschten beide zunächst Schläge im Stand aus, bevor Lohmann Asrih mit einem Haken niederschlug. Auf der Matte setzte „Karl Stahl“ zum Beinhebel an, konnte den Griff aber nicht durchziehen und wurde mit der gleichen Technik ausgekontert - der Tap und damit das Ende einer Kult-Karriere folgte nach wenigen Sekunden: „Ich wollte mich einfach bei der Szene bedanken, ob ich jetzt der Beste war oder nicht“, so Lohmann anschließend in einer kurzen Abschiedsrede.  „Ich habe immer dazugehört und werde auch weiterhin dazugehören.“
Nordin Asrih bes. Niko Lohmann via Beinhebel in Rd. 2

Tim Richter vs. Kerim Engizek
Im Mittelgewicht ließ Kerim Engizek sich Zeit, Gegner Tim Richter auszufühlen. Richter setzte nach knapp zwei Minuten zum Takedown an, konnte Engizek jedoch nicht zu Boden bringen und landete stattdessen selbst auf dem Rücken. Zurück auf den Beinen, attackierte Engizek mit harten Schlägen und Kniestößen, Richter hielt jedoch dagegen und schlug sich selbst mit harten Fäusten den Weg in den Clinch frei. Von dort aus verlagerte sich das Geschehen erneut auf den Boden, wo Engizek die Runde aus der Oberlage mit Groundandpound beendete.

Im zweiten Durchgang wirkten beide Kämpfer müde – bis Engizek seinen Gegner mit einem schnellen linken Konterhaken aus dem Gleichgewicht brachte und ihm auf den Boden folgte. Engizek brachte Richter aus der Oberlage mit Schlägen und Ellbogen zu Kopf und Körper in Bedrängnis – obwohl Richter nach Kräften dagegenhielt, öffneten die harten Treffer schließlich eine Lücke für den Rear Naked Choke, den Engizek blitzschnell ansetzte.
Kerim Engizek bes. Tim Richter via Rear Naked Choke in Rd. 2

Katharina Lehner vs. Alexandra Buch
Alexandra Buch nahm im zweiten Damenkampf des Abends zunächst das Heft im Stand in die Hand – dank schnellerer Hände sammelte sie zu Beginn einige Punkte. Nachdem Lehner sich jedoch einen Takedown sicherte, wendete sich das Blatt drastisch: Lehner landete einige harte Schläge am Boden und sicherte sich Buchs Rücken, wo sie zum Rear Naked Choke ansetzte. Den konnte Buch verteidigen und kam, nachdem sie kurzzeitig beinahe gemountet wurde, am Ende des Durchgangs sogar zurück auf die Beine.

In Runde zwei marschierte Lehner weiter nach vorne und zwang Buch so, sich auf Konterschläge zu beschränken. Davon trafen allerdings auch einige – beide Kämpferinnen verlegten sich anschließend hauptsächlich auf Einzelschläge und gelegentliche Lowkicks. Kombinationen folgten von beiden Seiten lediglich nach sauberen Treffern. Am Ende der Runde konnte Lehner noch einen Akzent setzen, als sie Buch mit einem harten Treffer in den Rückwärtsgang zwang und anschließend vor dem Rundenhorn noch einige solide Folgetreffer ins Ziel bringen konnte.

Der letzte Durchgang verlief zunächst ähnlich wie der zweite – Einzelaktionen, bis Buch den Takedown suchte, den Lehner jedoch verteidigen konnte. Zurück in der Distanz, landete Lehner die besseren Treffer und konnte Buch erneut mehrfach in den Rückwärtsgang drängen. Das Duell endete schließlich nach drei Runden im Clinch am Käfig.
Katharina Lehner bes. Alexandra Buch einstimmig nach Punkten

Raymond Jarman vs. Andreas Birgels
Andreas Birgels machte gegen den kurzfristig eingesprungenen Ersatzgegner Raymond Jarman schnell seine Strategie klar. Bekannt für seinen aggressiven Kampfstil, setzte Birgels seinen Gegner mit harten Fäusten unter Druck und machte im Clinch mit Kniestößen weiter. Jarman versuchte noch, Birgels in seine Guard zu ziehen, konnte aber keinerlei Kontrolle über seinen Gegner etablieren. Birgels setzte direkt zum Heel Hook an und sicherte sich damit nach einer knappen Minute den Tap.
Andreas Birgels bes. Raymond Jarman via Heel Hook in Rd. 1

Joachim Christensen vs. Jonas Billstein
Im Halbschwergewicht ging es zum ersten Mal an diesem Abend um einen Titel. Jonas Billstein und Joachim Christensen verschwendeten keine Zeit und schlugen sich im Stand von Beginn an die Fäuste um die Ohren. Gleich zu Beginn wurde GMC-Champ und Bellator-Veteran Billstein mit einer harten Rechten getroffen, lächelte den Treffer jedoch weg und machte unbeirrt weiter.

Allerdings nicht lange, denn Christensen landete scheinbar aus dem Nichts einen harten Aufwärtshaken, dann noch einen und noch einen, während Billstein benommen zu Boden ging. Die Folgeschläge auf der Matte waren eigentlich nicht mehr nötig, besiegelten jedoch einen krachenden K.o.-Sieg des Dänen - ohne Zweifel der Knockout des Abends.
Joachim Christensen bes. Jonas Billstein durch K.o. (Schläge) in Rd. 1

Victor Hugo Neves vs. Stefan Larisch
Im Weltergewichtsduell zwischen Stefan Larisch und dem Brasilianer Victor Hugo Neves versuchten beide Kämpfer von Beginn an, den Kampf auf die Matte zu verlagern. Ihre Takedownversuche wehrten die beiden allerdings gegenseitig ab, woraufhin Neves seinen Gegner aus dem Clinch in seine Guard zog. Aus einem Triangle Armbar befreite Larisch sich und übernahm mit Groundandpound die Kontrolle. Erst Sekunden vor Rundenende kam Neves zurück auf die Beine.  

In Runde zwei tauschten beide zunächst harte Schläge aus, von denen einige Larisch sauber am Kopf trafen, woraufhin er den Takedown suchte. Neves konnte zunächst verteidigen, landete letztlich aber doch auf dem Rücken. Zwar kam er nach einiger Zeit zurück auf die Beine und konnte seinerseits kurzzeitig Larisch im Clinch unter Druck setzen, größere Akzente konnte allerdings keiner der beiden mehr setzen.

Der dritte Durchgang verlief ähnlich – nachdem Larisch im Stand einige harte Hände einstecken musste, initiierte er den Takedown, musste eine Zeit lang dafür arbeiten, bekam Neves letzten Endes aber doch auf die Matte. Der Brasilianer konnte Larisch vom Rücken aus zwar nie wirklich gefährlich werden, verteidigte jedoch effektiv. Einen Beinhebel am Ende des Kampfes konnte Larisch zwar nicht mehr durchziehen, auf den Punktrichterzetteln war der Kampf an diesem Punkt aber ohnehin bereits entschieden.
Stefan Larisch bes. Victor Hugo Neves einstimmig nach Punkten

Umol Nacofil vs. Islam Khapilaev
Im Leichtgewicht eröffnete Umol Nacofil seinen Kampf gegen Islam Khapilaev mit zwei Spinning Back Fists, die allerdings beide ins Leere gingen. Khapilaev antwortete mit einem Headkick, der einen Cut direkt über Nacofils rechtem Auge öffnete.

In Runde zwei landete Nacofil einen harten Frontkick zum Kinn und brachte Nacofil anschließend zu Boden, wo er seinen Gegner mit Groundandpound bearbeitete. Zwar konnte Nacofil ihn in seiner Guard halten, auch von dort richtete Khapilaev jedoch mit teils harten Schlägen zu Körper und Kopf Schaden an.

Auch im letzten Durchgang verlagerte Khapilaev das Geschehen recht schnell auf den Boden und machte dort weiter, wo er in Runde zwei aufgehört hatte. Nacofil schaffte es zwar, Khapilaev immer wieder an sich heranzuziehen, Groundandpound zu erschweren und landete sogar einige Schläge aus der Unterlage, am Ende der fünfzehn Minuten war aber überdeutlich, wer dieses Duell gewonnen hatte.
Islam Khapilaev bes. Umol Nacofil einstimmig nach Punkten

Alice Ardelean vs. Daniela Kortmann
Im ersten von zwei Damenkämpfen ließen Alice Ardelean und Daniela Kortmann die Fetzen fliegen. Nachdem sie zunächst einen Headkick mit dem Nacken abfing, übernahm Ardelean allerdings recht schnell und spektakulär die Kontrolle. Kicks und Schläge landeten in Form von knackigen Kombinationen in Kortmanns Gesicht, das bald von Blut bedeckt war.

Ardelean ließ Kortman nie wirklich in den Kampf kommen – bis auf Lowkicks und größtenteils geblockte Tritte zum Kopf konnte Kortmann kaum Offensive anbringen und steckte dafür immer wieder harte Hände ein. Ab der zweiten Runde wies das Duell immer stärkere Parallelen zum UFC-Berlin-Hauptkampf zwischen Joanna Jedrzejczyk und Jessica Penne auf: Ardelean bearbeitete die zunehmend chancenlose Kortmann unbarmherzig mit schnellen, harten Kombinationen – Kortmann hielt beeindruckend lange dagegen, im dritten Durchgang allerdings brach sie im Schlaghagel ein. Eine beeindruckende Leistung von Alice Ardelean.
Alice Ardelean bes. Daniela Kortmann via T.K.o. (Schläge) in Rd. 3     

Maris Ciprian vs. Martin Hink
Martin Hink sicherte sich gleich zu Beginn den Respekt von Maris Ciprian, als er einen Kick abfing und mit einer harten Rechten konterte. Zwar gelang Ciprian kurz darauf ein Takedown, Hink bahnte sich jedoch mit einem krachenden Upkick den Weg zurück auf die Beine. Dort bearbeitete Hink seinen Gegner mit harten Schlägen und Kicks und slammte ihn anschließend auf die Matte. Ciprian kam wieder auf die Beine, holte sich später selbst einen Takedown und versuchte, Hink mit Groundandpound zu bearbeiten. Als Hink zurück auf die Beine kommen wollte, trat Ciprian zu und erwischte seinen Gegner mit Wucht im Gesicht.

Eine mehrminütige Pause und einen Punktabzug für Ciprian später ging das Duell weiter. In Runde zwei gelang Hink zunächst der Takedown, bevor Ciprian die Position drehen konnte. Mit Hink rücklings am Zaun versuchte Ciprian einen Kniestoß zum Körper a la Anderson Silva vs. Chael Sonnen, schien seinen Gegner jedoch abermals am Boden im Gesicht getroffen zu haben. So hatte es jedenfalls Ringrichter Marco Broersen gesehen, der Ciprian umstandslos trotz Protest aus dessen Ecke disqualifizierte.
Martin Hink bes. Maris Ciprian durch Disqualifikation in Rd. 2

Zelimkan Tajdaev vs. Cem Kaya
Im Catchweight bis 80 Kilo legten Zelimkan Tajdaev und Cem Kayan los wie die Feuerwehr – beide schlugen und traten mit aller Kraft zu und konnten einige Male gut treffen, bevor Tajdaev den Clinch initiierte. Aus dieser Position setzte er zum Guillotine Choke an, Kaya konnte sich jedoch befreien und versuchte seinerseits den gleichen Griff. Auch er hatte damit keinen Erfolg, dafür saß aber der Triangle Choke, nachdem Tajdaev sich zunächst aus der Guillotine befreien konnte. Schnelles Ende eines wilden Kampfes.
Cem Kaya bes. Zelimkan Tajdaev via Triangle Choke in Rd. 1


Niko Serbezis vs. Mike Engel
Im Federgewicht setzten Niko Serbezis und Mike Engel zu Beginn lediglich schnelle und harte Einzelaktionen, von denen aber kaum etwas durchkam. Den ersten Akzent setzte Engel mit einem Takedown – eine Zeit lang konnte er Serbezis aus der Oberlage kontrollieren, bis der sich herausdrehte und zurück auf die Beine kam.

Auch in Runde zwei versuchte Engel den Takedown – Serbezis konnte zunächst sprawlen, griff dann aber erfolglos nach einer Guillotine und erlaubte Engel so, den Takedown zu vervollständigen. Den Großteil der zweiten Runde verbrachte Serbezis auf dem Rücken. Kam er doch noch mal auf die Beine, holte ihn Engel zuverlässig zurück auf die Matte.

In Runde drei schien Serbezis trotz allem der frischere Kämpfer zu sein, schaffte es aber nicht, seinem mit dem Rücken zum Zaun stehenden Gegner die Laufwege abzuschneiden. Zum Dank setzte sich der Hamburger in die Distanz ab und dann erneut zum Takedown an. Mittlerweile hatte Engel aber deutlich an Explosivität verloren und konnte Serbezis nicht auf die Matte bringen. Zumindest nicht im ersten Versuch. Im zweiten auch nicht, dafür aber im dritten. Dank Positionskontrolle sicherte Engel sich nach drei Runden den Punktsieg.
Mike Engel bes. Niko Serbezis geteilt nach Punkten

Dominik Riedewald vs. Wojtek Plichta
Im ersten Kampf des Abends lieferten sich Dominik Riedewald und Wojtek Plichta zunächst ein Duell im Stand, in dem beide Bantamgewichte Schläge, Kicks sowie Kniestöße aus dem Clinch landen konnten. Plichta verpasste Riedewalds Standbein langsam aber sicher einen neuen Farbton, daneben konnte sich keiner der zwei allerdings allzu deutliche Vorteile verschaffen.

Am Ende der ersten Runde sicherte sich Plichta einen gut getimten Takedown und gab damit den Ton für den Rest des Duells an. Beiden Kämpfern gelang im zweiten Durchgang der ein oder andere Takedown, meist war es aber Plichta, der sich die dominanten Positionen sichern konnte. In den letzten beiden Runden war Plichta mehrmals nah dran am Rear Naked Choke – Riedewald konnte sich zwar stets verteidigen, bis Kampfende aber zu wenig Offensive anbringen, um das Duell noch zu drehen.
Wojtek Plichta bes. Dominik Riedewald einstimmig nach Punkten

GNP1 Fight Night Awards
Kampf des Abends: Djamil Chan vs. Mohamed Grabinski
Knock-out des Abends: Joachim Christensen
Submission des Abends: Cem Kaya


Anbei die Ergebnisse im Überblick:

GMC 7
Samstag, 7.11.2015
Europahalle in Castrop-Rauxel

Hauptprogramm Teil 2
Mikkel Parlo bes. Abus Magomedov einstimmig nach Punkten
Djamil Chan bes. Mohamed Grabinski via T.K.o. (Abbruch durch den Ringarzt) in Rd. 5
Saba Bolaghi bes. Vugar Bakschiev durch Aufgabe nach Rd. 2

Hauptprogramm Teil 1
Nordin Asrih bes. Niko Lohmann via Beinhebel in Rd. 2
Kerim Engizek bes. Tim Richter via Rear Naked Choke in Rd. 2
Katharina Lehner bes. Alexandra Buch einstimmig nach Punkten
Andreas Birgels bes. Raymond Jarman via Heel Hook in Rd. 1
Joachim Christensen bes. Jonas Billstein durch K.o. (Schläge) in Rd. 1

Vorprogramm
Stefan Larisch bes. Victor Hugo Neves einstimmig nach Punkten
Islam Khapilaev bes. Umol Nacofil einstimmig nach Punkten
Alice Ardelean bes. Daniela Kortmann via T.K.o. (Schläge) in Rd. 3     
Martin Hink bes. Maris Ciprian durch Disqualifikation in Rd. 2
Cem Kaya bes. Zelimkan Tajdaev via Triangle Choke in Rd. 1
Mike Engel bes. Niko Serbezis geteilt nach Punkten
Wojtek Plichta bes. Dominik Riedewald einstimmig nach Punkten


Die nächste GMC-Ausgabe findet am 16. April 2016 statt, erneut in der Europahalle Castrop-Rauxel. Tickets sind bereits über www.tickethall.de erhältlich.