MMA Deutschland

GMC 5: Eskijew verteidigt Titel, Zawada und Lewon siegreich

Am Samstag fand in Castrop-Rauxel die fünfte Ausgabe von GMC statt. 14 Kämpfe standen auf dem Programm und sorgten in der Europahalle für gute Stimmung. Im Hauptkampf der Veranstaltung verteidigte Lom-Ali Eskijew zum ersten Mal seinen GMC-Federgewichtstitel. Mit Herausforderer Attila Korkmaz ging er dabei über die vollen fünf Runden.

Titelkampf im Federgewicht
Lom-Ali Eskijew (c) vs. Attila Korkmaz
Die beiden Federgewichte ließen von Beginn an nichts anbrennen und teilten Kicks und Schläge aus. Eskijew nahm im Laufe der Runde die Ruder in die Hand und brachte knackige Kombinationen ins Ziel. Korkmaz legte den Rückwärtsgang ein. Kurz vorm Ende der Runde sicherte sich Eskijew einen Takedown.

Auch zu Beginn der zweiten Runde übte Eskijew Druck auf seinen Gegner aus, bis Korkmaz zum Takedown shootete und diesen auch durchzog. Aus der Top Position konnte er keinen Profit schlagen. Beim Versuch, den Eskijews Rücken zu erklimmen, landete er selbst auf dem Rücken und wurde bis zum Ende der Runde mit Schlägen bearbeitet.

In der dritten Runde dominierte Eskijew erneut das Geschehen im Stand und sicherte sich später einen Takedown. Am Boden bestimmte er den Kampfverlauf. Kurz vorm Ende der Runde versuchte sich Korkmaz an einem Heel Hook, blieb jedoch erfolglos.

Eskijew zielte nun vermehrt auf Takedowns ab. Zweimal brachte er Korkmaz in der vierten Runde auf die Matte. Am Boden brachte er immer wieder Schläge und Ellenbogen ins Ziel.

In der letzten Runde brachte Eskijew den Kampf erneut nach Belieben zu Boden. Zweimal ließ der Ringrichter beide Kämpfer wegen Inaktivität aufstehen, Kurz vorm Schluss sicherte sich Korkmaz noch einen Takedown, am Punktrichterurteil änderte das aber auch nichts mehr.
Sieger nach Punkten (einstimmig): Lom-Ali Eskijew

David Zawada vs. Sebastian Risch
Nach einem kurzen Schlagabtausch drückte Sebastian Risch seinen Kontrahenten an den Käfig. David Zawada feuerte harte Knie aus der defensiven Position ab und sicherte sich schließlich einen Takedown. Zawada arbeitete sich in die Side Mount vor und griff mit Schlägen und Ellenbogen an. Risch kämpfte sich wieder auf die Beine, doch der Ringrichter unterbrach den Kampf sofort, da aus Rischs Nase viel Blut floss. Der Ringarzt wurde zu Rate gezogen und entschied sich dafür, den Kampf zu beenden. Im Anschluss machte Risch seiner Freundin einen Heiratsantrag. Sie hat "ja" gesagt.
Sieger durch T.K.o. (Verletzung) nach 2:39 in Runde 1: David Zawada

Rafal Lewon vs. Kerim Engizek
Rafal Lewon feuerte von Anfang an harte Low Kicks ab und konnte seinen Kontrahenten Kerim Engizek mit einem Kick sogar auf die Matte schicken. Lewon ging mit Schlägen hinterher und sicherte sich am Boden die Top-Position. Dort dominierte er das Geschehen bis zum Rundenende.

In der zweiten Runde tasteten sich beide zunächst im Stand ab, bis Lewon anfing, seinen Gegner anzubrüllen. Engizek ging nach vorne und kassierte direkt einen Takedown. Wieder bestimmte Lewon den Kampf am Boden problemlos und sicherte sich die nächste Runde.

Aggressiv ging Engizek in die letzte Runde. Mit einem Head Kick erwischte er seinen Gegner und folgte ihm mit Schlägen an die Käfigwand. Lewon kalmmerte sich an Engizek fest und slammte ihn kraftvoll zu Boden. Lewon stand auf und forderte Engizek dazu auf, ebenfalls aufzustehen. Wieder im Stand dauerte es keine fünf Sekunden, da hatte Lewon sich schon den nächsten Takedown gesichert. Bis zum Kampfende hielt Lewon die Oberlage und sicherte sich damit einen klaren Punktsieg.
Sieger nach Punkten (einstimmig): Rafal Lewon

Martin Buschkamp vs. Vugar Bakhshiev
Martin Buschkamp sicherte sich zügig den ersten Takedown und arbeitete sich in die Full Mount vor. Beim Versuch, den Rücken seines Gegners zu erklimmen, kam Bakhshiev wieder auf die Beine, wurde aber direkt wieder auf den Hosenboden befördert. Das Spiel wiederholte sich. Buschkamp suchte den Rücken seines Gegners, nur erkämpfte sich Bakhshiev diesmal die Top-Position. Zum Ende der Runde lieferten sich beide noch einmal einen Schlagabtausch.

Auch in der zweiten Runde gelangen Buschkamp immer wieder Takedowns, wobei auch Bakhshiev immer wieder mit dem Wechsel in die dominante Position punkten konnte.

Dominanter zeigte sich Buschkamp in der letzten Runde. Schnell brachte er seinen Gegner zu Boden und arbeitete sich in die Full Mount. Bakhshiev versuchte sich an einem Triangle Choke, blieb damit aber erfolglos. Kurz vorm Schluss sweepte Bakhshiev seinen Gegner noch einmal, doch den Punktsieg hatte Buschkamp bereits in der Tasche.
Sieger nach Punkten (einstimmig): Martin Buschkamp

Björn Schmiedeberg vs. Janosch Stefan
Im Kampf der schweren Jungs stellten beide Kämpfer ihr Eisenkinn unter Beweis. Schmiedeberg versuchte sich in der ersten Runde an Schlagkombinationen, während Stefan immer wieder mit seinem Knie ins Ziel traf. Stefan feuerte einen Kick ab, den Schmiedeberg abfangen konnte und den Kampf damit erstmals auf die Matte verlagerte. Daraus konnte er so kurz vorm Rundenende aber kein Profit mehr schlagen.

In der zweiten Runde konzentrierte sich Björn Schmiedeberg vorwiegend auf Low Kicks. Immer wieder erwischte er seinen Gegner mit harten Tritten gegen den Oberschenkel. Stefan blieb seiner Linie hingegen treu und nutzte jede Gelegenheit, um seine Knie ins Ziel zu bringen.

In der dritten Runde ließen beide vorwiegend die Hände fliegen. Schmiedeberg sicherte sich einen Takedown und schmiss aus der Top Position mit Schlägen nach seinem Gegner. Stefan konnte sich aus der Position befreien und selbst in der Oberlage landen. Nur wenige Sekunden vor Schluss erwischte Schmiedeberg seinen Gegner aus der Rückenlage mit einem Upkick - aus dieser Position illegal. Dafür sah er die gelbe Karte, welche einen Punktabzug zur Folge hatte. Die Punktrichter werteten den Kampf am Ende mehrheitlich für Janosch Stefan.
Sieger nach Punkten (mehrheitlich): Janosch Stefan

Khalid Taha vs. Ali Selcuk Ayin
Ali Selcuk Ayin stürmte mehrfach in der ersten Runde nach vorne, um den Takedown zu suchen, vernachlässigte dabei aber oftmals die Deckung, was Khalid Taha zu seinen Gunsten nutzte. Schon zu Beginn der Runde schickte Taha seinen Gegner mit Schlägen zu Boden. Ayin kam wieder auf die Beine und versuchte kurze Zeit später erneut einen Takedown. Diesmal drehte Khalid Taha jedoch den Spieß um und fand sich in der Top Position wieder. Mit hartem Ground and Pound bombardierte er seinen Gegner so lange, bis dieser nur eine Sekunde vorm Rundenende abklopfte.
Sieger durch Aufgabe (Schläge) nach 4:59 in Runde 1: Kalid Taha

Gocha Smoyan vs. Musa Jangubaev
Smoyan schüttelte seinen Kontrahenten kurz nach dem Startsignal mit zwei knallharten rechten Fäusten ordentlich durch. Jangubaev sicherte sich daraufhin direkt einen Takedown. Hier bewies Jangubaev seine ringerischen Fertigkeiten und blieb stets in der Top Position, von wo aus er harte Schläge ansetzen konnte. Mit einem Ellenbogen öffnete er eine Platzwunde über Gucha Smoyans Auge. Nun hatte er im wahrsten Sinne des Wortes Blut gerochen und feuerte unzählige Ellenbogen auf seinen Gegner ab. Der Ringrichter unterbrach den Kampf kurzzeitig, um die Platzwunde überprüfen zu lassen. Der Ringarzt gab den Kampf nicht wieder frei.
Sieger durch T.K.o. (Platzwunde) nach 3:39 in Runde 1: Musa Jangubaev

Abus Magomedov vs. Rafal Blachuta
Magomedov beginnt den Kampf mit einem Head Kick, Blachuta duckt sich ab und landet seinerseits einen Tritt zum Körper. Magomedov brachte den Kampf mit einem Überwurf auf die Matte und dominierte Blachuta dort problemlos. Zweimal versuchte sich Blachuta an einem Armbar, doch Magomedov schüttelte ihn ab.

In der zweiten Runde brachte Magomedov die Halle mit einem schönen Frontkick zum Staunen. Kurz danach versuchte sich Blachuta an einem Takedown, doch Magomedov landete zu seinem Unglück in der Full Mount. Aus dieser Position arbeitete der Kämpfer vom Combat Club Cologne mit Ellenbogen und Schlägen. Kurz vorm Ende der Runde konnte sich Blachuta aus der misslichen Lage herauswenden und sich das Bein seines Gegners schnappen. Magomedov befreite sich jedoch.

Die letzte Runde brachte nichts neues. Magomedov sicherte sich zwei Takedowns und dominierte seinen Gegner nach Strich und Faden. Keine schwere Aufgabe für die Punktrichter. 
Sieger nach Punkten (einstimmig): Abus Magomedov

Nick Salchow vs. Christian Skorzik
Salchow konnte zu Beginn eine Reihe von Schlag-Kick-Kombinationen landen und erwischte immer wieder Skorziks Körper. Nach einem Kick verlagerte Salchow den Kampf auf den Boden. Aus der Top-Position arbeitete Salchow mit Ground and Pound. Immer wieder erschütterte er mit harten Treffern die Halle, Skorzik schaffte es jedoch in die zweite Runde.

Diese war nicht von langer Dauer. Im Stand konnte Salchow einige Treffer landen. Skorzik versuchte den Kampf auf den Boden zu bringen, landete aber auf dem Rücken. Hier arbeitete sich Salchow zur Side Mount vor, setzte einen Kimura an und brachte Skorzik zum Abklopfen.
Sieger durch Kimura nach 0:49 Minuten in Runde 2: Nick Salchow

Mick Mokoyoko vs. Fabian Hindenberg
Beide Kämpfer tasteten sich zunächst im Stand ab, bis Mokoyoko einen Schlag landen und Hindenberg daraufhin an den Käfig drücken konnte. Hindenberg drehte den Spieß um, kassierte aber ein Knie unter die Gürtellinie, wodurch der Kampf unterbrochen werden musste. Nach dem Neustart konnte Hindenberg Mokoyoko erneut an den Käfig drücken. Beide verpassten sich gegenseitig Kniestöße. Mokoyoko konnte eine Reihe von harten Treffern landen. Hindenberg versuchte den Kampf auf den Bode zu verlagern, fand sich aber selbst auf dem Rücken wieder. Mokoyoko feuerte nun eine Reihe von harten Schlägen und Ellenbogen auf seinen Gegner ab, bis der Ringrichter den Kampf abbrach.
Sieger durch T.K.o. (Ellenbogen) nach 2:35 Minuten in Runde 1: Mick Mokoyoko

Mehmet Yüksel vs. Dawid Defort
Der Grappling-Spezialist Mehmet Yüksel suchte von Beginn an den Takedown gegen Dawid Defort. Defort konnte jedoch jegliche Angriffe abwehren und landete immer wieder in der Oberlage. Auf einen Kampf am Boden ließ sich Defort jedoch nicht ein und so stand er immer wieder auf, um den Kampf im Stand fortzusetzen. Hier konnte beide Kämpfer immer wieder Treffer landen.

In der zweiten und dritten Runde bekamen die Zuschauer das gleiche Bild zu sehen. Yüksel versuchte immer wieder, den Kampf auf den Boden zu verlagern. Defort landete aber stets in der Top-Position und führte den Kampf im Stand fort. Nach drei Runden hatten die Punktrichter leichtes Spiel und ernannten Dawid Defort zum Sieger.
Sieger nach Punkten (einstimmig): Dawid Defort

Christopher Axiotis vs. Pascal Wolff
Die beiden 21 Jahre jungen Kämpfer Christopher Axiotis und Pascal Wolff ließen von Anfang an die Fäuste fliegen. Axiotis versuchte aus der Distanz zu agieren, doch Wolff konnte immer wieder nach vorne durchstoßen. Ein Last-Minute-Takedown von Axiotis blieb erfolglos.

In der zweiten Runde agierten beide zu Beginn etwas ruhiger, weshalb sie vom Ringrichter wegen Inaktivität im Stand ermahnt wurden. Axiotis sicherte sich daraufhin sofort einen Takedown. Wolff verteidigte sich gut und ließ Axiotis keinen Raum für Angriffe, weshalb der Ringrichter beide Aufstehen ließ. Im Stand hauten beide Kämpfer bis zum Rundenende harte Hände raus.

Pascal Wolff ging in der dritten und entscheidenden Runde nach vorne und übte mit starken Schwingern großen Druck auf seinen Gegner aus. Nach kurzer Zeit sicherte sich Axiotis jedoch einen Takedown und konnte einige Schläge am Boden anbringen. Der Ringrichter ließ beider erneut wegen Inaktivität aufstehen. Nach einem kurzen Schlagabtausch verlagerte Wolff den Kampf selbst noch einmal auf den Boden, konnte jedoch keine entscheidenden Angriffe mehr landen. Die Punktrichter waren schlussendlich an der Reihe und erklärten Christopher Axiotis zum Sieger nach Punkten. 
Sieger nach Punkten (geteilt): Christopher Axiotis

Mandy Böhm vs. Cinja Kiefer
Nach einem kurzen Schlagabtausch suchte Cinja Kiefer den Takedown gegen Mandy Böhm, musste dabei aber einige Knie im Clinch einstecken. Böhm drückte Kiefer an den Käfig und arbeitete weiter mit Knien. Kurze Zeit später nahm Böhm ihre Gegnerin in einen Standing Guillotine Choke und ließ sich fallen. Der Griff saß jedoch nicht wirklich fest. Beide verweilten eine Zeit lang in dieser Position, bis Kiefer ihren Kopf befreien konnte und mit wilden Schlägen auf ihre Gegnerin losging. Böhm konnte sich drehen und in der Top Position landen. Kiefer versuchte sich noch einmal an einem Armbar, doch die Runde neigte sich dem Ende.

Im zweiten Durchgang landete Böhm einige harte Low Kicks. Bei beiden Kontrahentinnen wurden erste Zeichen der Ermüdung sichtbar. Beide fanden sich am Käfig wieder, wo Kiefer den Kampf zu Boden verlagern konnte. Aus der Side Mount ließ Kiefer massenweise Schläge nieder. Böhm drehte sich heraus, fand sich dann aber in einem Triangle Choke wieder, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte.
Siegerin durch Triangle Choke nach 3:28 in Runde 2: Cinja Kiefer

Ismail Naurdiev vs. Cem Kaya
Der Eröffnungskampf fand ein schnelles Ende. Cem Kaya ging in seinem MMA-Debüt gegen Ismail Naurdiev aggressiv mit Schlägen nach vorne, wurde dann aber zu Boden gebracht. Dort schnappte sich Kaya zügig den Arm seines Gegners und setzte eine Rear-Naked Choke an. Naurdiev versuchte sich freizukämpfen, hatte am Ende aber keine andere Wahl, als abzuklopfen.
Sieger durch Triangle Choke nach 0:40 in Runde 1: Cam Kaya

Die Ergebnisse der Veranstaltung im Überblick:

GMC 5
13. September 2014
Europahalle, Castrop-Rauxel

Titelkampf im Federgewicht
Lom-Ali Eskijew bes. Attila Korkmaz nach Punkten (einstimmig)

David Zawada bes. Sebastian Risch via T.K.o. (Verletzung) nach 2:39 in Rd. 1
Rafal Lewon bes. Kerim Engizek nach Punkten (einstimmig)
Martin Buschkamp bes. Vugar Bakhshiev nach Punkten (einstimmig)
Janosch Stefan bes. Björn Schmiedeberg nach Punkten (mehrheitlich)
Khalid Taha bes. Ali Selcuk Ayin via Submission (Schläge) nach 4:59 in Rd. 1
Musa Jangubaev bes. Gocha Smoyan via T.K.o. (Platzwunde) nach 3:39 in Rd. 1
Abus Magomedov bes. Rafal Blachuta nach Punkten (einstimmig)
Nick Salchow bes. Christian Skorzik via Kimura nach 0:40 in Rd. 2
Mick Mokoyoko bes. Fabian Hindenberg via T.K.o. (Ellenbogen) nach 2:35 in Rd. 1
Dawid Defort bes. Mehmet Yüksel nach Punkten (einstimmig)
Christopher Axiotis bes. Pascal Wolff nach Punkten (geteilt)
Cinja Kiefer bes. Mandy Böhm via Triangle Choke nach 3:28 in Rd. 2
Cem Kaya bes. Ismail Naurdiev via Triangle Choke nach 0:40 in Rd. 1