MMA Deutschland

GAMMAF sperrt Team nach Massenschlägerei bei Turnier

Am Wochenende fanden in Berlin die Nationalen MMA-Amateurmeisterschaften der German Amateur MMA Federation (GAMMAF) statt. Überschattet wurde das Turnier von einer Massenschlägerei. Nun kündigte der Verband Konsequenzen an.

Der Vorfall ereignete sich nach dem Kampf zwischen Zaman Amiri vom Team Göttingen und Movsar Isaev vom Team Berkut. Das Duell der beiden wurde nach einem Augenstecher von Amiri abgebrochen, sichtlich frustriert ließ sich Isaev nach dem Abbruch zu einem Schlag gegen seinen Kontrahenten hinreißen. Die Situation eskalierte endgültig, als dutzende Personen aus dem Publikum zum Ring stürmten und auf das Team Göttingen losgingen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, einige Personen mussten nach der Massenschlägerei ins Krankenhaus gebracht werden.

„Es ist schlichtweg ungerecht, dass einige wenige Chaoten die harte Arbeit, sportliche Fairness und Disziplin der Amateurathleten und ihrer Unterstützer in den Schatten stellen“, so die GAMMAF zu dem Vorfall. „Die unmittelbaren Verursacher der vorgefallenen Unsportlichkeiten werden sich für ihr Fehlverhalten verantworten müssen Solche Unsportlichkeiten wollen und werden wir weder als Verband noch als Gemeinschaft der MMA-Begeisterten tolerieren.“

Jörg Lothmann, der Vorsitzende des Kampfrichterwesens der GAMMAF, gab am Dienstagabend die einstimmig beschlossenen Strafen für die beteiligten Sportler bekannt.

„Movsar Isaev vom Team Berkut wird auf unbestimmte Zeit gesperrt, mindestens für zwei Jahre“, schrieb Lothmann auf Facebook. „Es ist ihm untersagt, an allen unseren Veranstaltungen teilzunehmen oder sie zu besuchen. Für diese Zeit erteilen wir ihm Hausverbot.“

Auch das komplette Team Berkut, das am Angriff beteiligt war, erhält für mindestens zwei Jahre Hausverbot für Veranstaltungen der GAMMAF.

Zaman Amiri wird für sein unsportliches Verhalten von den nächsten fünf Events der GAMMAF ausgeschlossen und erhält für diesen Zeitraum ebenfalls Hausverbot.