MMA Deutschland

Drei Streifen im Käfig - adidas im deutschen MMA

Lionel Messi, Mesut Özil, Derrick Rose - bisher brachte man den Sportartikelhersteller Adidas in Deutschland eher mit Ballsportarten in Verbindung. Das soll sich in Zukunft ändern, denn der Ausrüster aus dem fränkischen Herzogenaurach hat ein Auge auf den Wachstumssport MMA geworfen. adidas geht jetzt auch in Deutschland „all in".

MMA wächst und wächst. Nicht nur durch die globale Expansion der UFC sprießen rund um den Erdball Gyms und Organisationen aus dem Boden, die Athleten ausbilden oder Kämpfe veranstalten. So auch in Deutschland, wo trotz fehlender TV-Präsenz jeden Monat nationale Talente darum kämpfen, in den Fokus der UFC oder anderer internationaler Veranstalter zu gelangen und auf den Spuren von Dennis Siver, Daniel Weichel und Co. zu wandeln. Diese Entwicklung zu beschleunigen und Deutschland zu einem MMA-Standort aufzubauen, hat sich jetzt adidas MMA auf die Fahne geschrieben.


UFC-Champion Robbie Lawler im adidas-Outfit

Kampfsport ist für den Sportartikelhersteller nichts Neues. Bereits in den 60er Jahren boxte sich Cassius Clay aka Muhammad Ali in für ihn hergestellten adidas-Handschuhen in Richtung Weltmeisterschaft. Seit zehn Jahren hat man sich als einziger großer Sportartikelhersteller auch der Produktion von Kampsport-Equipment verschrieben und bietet mittlerweile ein Rundum-Paket für Sportler im Boxen, Kickboxen, Karate, Judo und Brazilian Jiu-Jitsu an. Da die einzelnen Elemente der Mixed Martial Arts bereits seit langem Teil der adidas-Familie sind, ist es nur logisch, dass jetzt auch die Kombination der einzelnen Stile gefördert wird. Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

Nachdem das Sortiment des Produzenten in der Vergangenheit bereits um MMA-Ausrüstung wie Rashguards, Shorts und Faustschützer erweitert wurde, wird es jetzt nämlich Zeit, dem Sport in Deutschland zu neuen Höhenflügen zu verhelfen. Wie im Boxen, wo adidas etwa den Deutschen Boxsport Verband und den Sauerland-Boxstall unterstützt, soll auch beim MMA eine Partnerschaft mit den Top-Organisationen und -Kämpfern eingegangen werden. Vorbild ist die Entwicklung in den USA. Dort rüstet man bereits den amtierenden UFC-Champion im Weltergewicht Robbie Lawler und den kommenden Herausforderer auf den UFC-Mittelgewichtstitel Luke Ruckhold aus und ist offizieller Partner der UFC-Kaderschmiede von Resurrection Fighting Alliance.

In Deutschland hat man auch schon den ersten Kämpfer unter die Fittiche genommen, es handelt sich um Deutschlands internationalen Botschafter im Schwergewicht Andreas Kraniotakes:

"Als ich mit diesem wundervollen Sport anfing war es undenkbar und unwahrscheinlich, dass wir irgendwann einmal in der Öffentlichkeit als normale Sportler anerkannt werden. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ein deutscher MMA-Kämpfer eines Tages mit der Marke mit den drei Streifen zusammen arbeiten würde, dann hätte ich gewusst dass alles gut werden wird. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich dieser Athlet sein werde, dann hätte ich ihn ausgelacht. Das Engagement von adidas stellt für mich persönlich einen Meilenstein dar. Sowohl in meiner Karriere, als auch für das Vorankommen unseres Sportes in Deutschland. Denn jeder weiß, dass ein Sport nur mit starken Partnern wachsen kann."

Ein nächster Schritt hin zur Normalität und Gleichstellung mit anderen Kampfsportarten soll in Kürze folgen. Nachdem die adidas MMA-Kollektion bisher fast ausschließlich online bezogen werden kann, sollen die Artikel in Zukunft auch im normalen Sporthandel wie Intersport oder Sportschek zur Verfügung stehen. Wann es soweit ist, erfahrt ihr am einfachsten über die Facebook-Seite von adidas MMA