MMA Deutschland

Daniel Dörrer: „Überglücklich wie immer, vielleicht sogar ein bisschen mehr.“

Daniel Dörrer (Foto: GNP-TV)

Am Wochenende konnte sich Daniel Dörrer auf der großen deutschen MMA-Bühne bei GMC 11 seinen siebten MMA-Sieg holen. Nicht schlecht für jemanden, der erst vor drei Jahren den Wechsel in die gemischten Kampfkünste vollzog und trotzdem noch als Kickboxer antritt. So war der „Peaceful Warrior“ nach seinem Erfolg gegen Tim Richter auch hochzufrieden mit seiner Leistung und Entwicklung, die nicht nur den Gegner überraschte.

„Wir sind als Team überglücklich,” so Dörrer. „Sind wir sowieso, heute aber vielleicht sogar ein bisschen mehr. Es war echt eine harte Schlacht. Tim Richter ist nicht so der Mega-Techniker, dafür ein Wahnsinns-Brawler. Ein super-harter echter Haudegen aus dem Osten. Das wussten wir, umso mehr freuen wir uns, dass wir zeigen konnten, dass wir ein wenig stärker hauen können.”

Insbesondere die Kampfverlagerung auf die Matte und die dortige Leistung brachte Dörrer zum Strahlen: „Es ist kein Geheimnis, dass ich den Standkampf liebe. Wir wussten, dass Tim marschieren und Takedowns holen wird. Deswegen ist es auch cool, dass ich ein oder zwei Takedowns holen konnte, damit hatte das gegnerische Team nicht gerechnet, wir eigentlich auch nicht. Ich freu mich wirklich, dass ich auf dem Boden auch was zeigen konnte. Fast die Hälfte des Kampfes hat sich auf dem Boden abgespielt.“

In der Tat sollten Fans, die sich auf eine reine Standschlacht gefreut hatten, enttäuscht werden. Mit dem Ende des Kampfes, einem Leberhaken, sollte jeder Striking-Fan jedoch wieder versöhnt sein. Der 32-Jährige feierte bei GMC seinen ersten MMA-Sieg im Jahr 2017 und beendete eine neunmonatige Durststrecke. Eine Abkehr vom MMA-Sport zieht er nicht in Betracht, der Kickboxer sucht weiterhin die Herausforderung, um über sich selbst hinauszuwachsen. Das geht nirgends besser als im MMA.

„Wenn ein Kämpfer wirklich nach der Wahrheit sucht, führen alle Wege zum MMA. Es ist schon immer die Königsdisziplin aller Wettkampfarten, weil sich dort alle Kampfsportarten vereinen. Meiner Meinung nach sind die besten und stärksten Kämpfer einfach im MMA zu finden. Ich habe in jeder Disziplin gekämpft, deswegen glaube ich, das sagen zu dürfen.“  

Als nächstes steht jedoch erst wieder mal Kickboxen an. In Thailand nimmt Dörrer an einem Acht-Mann-Turnier von Enfusion teil, von dort geht es in den Big Apple in New York, wo Dörrer seinen zehnten WM-Titel im K-1 ins Auge gefasst hat.

Das komplette Interview von Dörrer seht ihr hier: