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Cage Warriors FN 10: Azaitar besiegt Marshman in 34 Sekunden

Kurzeinsatz für Abu Azaitar (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Abu Azaitar hat ein blitzsauberes Debüt für Cage Warriors hingelegt. Der Kölner besiegte den Waliser Jack Marshman bereits nach 34 Sekunden mit einem schnellen technischen Knock-out. Auch die anderen Kämpfe des Hauptprogramms erreichten nur in Ausnahmefällen die zweite Runde.

Marshman hatte bereits vorhergesehen, dass der Kampf nicht über die Distanz gehen würde, aber mit diesem Ende hatte er wohl nicht geplant. Abu Azaitar kam gut aus seiner Ecke und landete harte Leg Kicks. Der Kölner wich zurück und ließ Marshman kommen, nur um ihm dann einen kurzen linken Haken zu verpassen, der Marshman auf die Matte beförderte. Azaitar ging mit schnellen Schlägen hinterher und der Ringrichter musste nach 34 Sekunden abbrechen.

Im zweiten Hauptkampf des Abends ließ Marat Pekov seinen Gegenüber John Cullen in einem Armhebel aufgeben. Nach anfänglichem Standkampf verlagerte sich das Geschehen auf die Matte, wo sich Pekovs Vorteile zeigten. Der Russe konnte einen Arm isolieren und sich in einen schönen Armhebel drehen, aus dem es für Cullen kein Entrinnen mehr gab.

Im einzigen Punkturteil des Abends konnte Norman Paraisy einen Erfolg über Allan Love feiern. Paraisy bestimmte über große Teile des Kampfes das Geschehen im Stand und landete immer wieder Leg Kicks, die in Runde 3 Wirkung bei Love zeigten. Der biss auf die Zähne und konnte in der letzten Minute beinahe noch mit Submissions das Ruder herum reißen, es war jedoch zu spät und die Punktrichter werteten alle drei Runden geschlossen für den Franzosen Paraisy.

Einen seltenen Kampfabbruch gab es im Duell zwischen dem Ägypter Mohamed Ali und dem Franzosen Malik Merad. Ali zeigte trotz 20cm Größennachteil seine Stärken im Stand und landete immer wieder vereinzelte Treffer. Zudem konnte er Merad mehrfach auf den Boden werfen und in Runde Eins beinahe stoppen. Im zweiten Durchgang hatte dann der Franzose die Oberhand, nachdem der Kampf erneut auf der Matte landete. Dort angekommen zeigte er Schläge aus der Oberlage und, als sich Ali weg drehte, auch den Ansatz eines Rear-Naked Chokes. Bei einem Ellenbogenschlag erwischte er seinen ägyptischen Gegner so schwer am Auge, dass dieser kurz nach Beginn der letzten Runde aufgab.

Im polnisch-rumänischen Duell zwischen dem ungeschlagenen Grappler Marcin Lasota und dem Ringer Paul Marin behielt der junge Pole die Oberhand. Der Kampf ging früh auf die Matte und dort zeigte Marin gute Kontrolle und harte Schläge. Lasota ließ sich davon nicht beeindrucken und arbeitete konstant an einem Triangle Choke, den er gegen Mitte der Runde anziehen konnte. Marin wollte aufstehen, ließ seinen Arm dabei ungeschützt und Lasota packte ihn sich zu einem Armhebel, aus dem Marin nur noch Abklopfen konnte.

Im ersten Hauptkampf des Abends brachte der Profi-Debütant Carl Booth die jordanischen Fans schnell zum Schweigen. Gegenüber Al-Silawi, als Lokalmatador nach vorne gepeitscht, konnte kaum Akzente setzen und wurde nach einer halben Minute von einer harten Rechten voll erwischt.

Die Ergebnisse der Cage Warriors Fight Night im Überblick:

Cage Warriors Fight Night 10
28. März 2014
Amman, Jordanien

Abu Azaitar bes. Jack Marshman via T.K.o. (Schläge) nach 0:34 in Rd. 1
Marat Pekov bes. John Cullen via Armbar nach 3:45 in Rd. 1
Malik Merad bes. Mohamed Ali via Aufgabe nach 0:09 in Rd. 3
Norman Paraisy bes. Allan Love einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)
Marcin Lasota bes. Paul Marin via Armbar nach 3:02 in Rd. 1
Carl Booth bes. Jarrah Hussein Al-Silawi via K.o. (Schlag) nach 0:31 in Rd. 1

Dave Hill bes. Miguel Haro via Guillotine Choke nach 2:11 in Rd. 2
Yazan Janeb bes. Hicham Laghzali via T.K.o. (Schläge) nach 2:57 in Rd. 3