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Aziz Karaoglu: „KSW hat mir den Sieg geklaut!“

Foto: Florian Sädler.

KSW-Champion Mamed Khalidov und Herausforderer Aziz Karaoglu lieferten sich bei KSW 35 in Danzig eine spannende Partie, die zu großen Teilen vom Düsseldorfer dominiert wurde. Dieser verlor am Ende kontrovers (mehrheitlich) nach Punkten, zog zudem stark angeschlagen in die Begegnung. Wir sprachen mit Karaoglu, der klare Worte für das Ergebnis in Polen fand.

„Ich suche keine Ausreden, der Kampf ist verloren, die haben mir den Sieg geklaut“, so der Team Alpha-Headcoach. „Ich habe zwei Monate mit einem angerissenen Meniskus trainiert. […] Ich habe immer Schmerzen gehabt, habe immer bandagiert trainiert. Letzte Woche habe ich mir einen zweiten Riss zugezogen im Training mit Martin Zawada. Ich habe trotzdem weitertrainiert, weil ich mir gesagt habe, dass ich diesen Kampf machen werde. Mein Arzt hat mich schmerzfrei gespritzt. Dienstag beim Schattenboxen mit Max Merten ist mir der Meniskus komplett abgerissen. KSW hat dann alles daran gesetzt, dass der Kampf stattfindet – sie haben gesagt: Du musst kämpfen, du kannst nicht absagen – aber ich habe das nicht für KSW gemacht.“

Der 39-jährige Türke erlitt einen Armbruch in der ersten Runde, kämpfte dann noch zwei weitere Runden, bis die Begegnung von den Punktrichtern entschieden wurde.

„Khalidov ist viel geflüchtet, hat geschlagen und sich weggedreht“, so das Fazit von Karaoglu. „Mamed Khalidov hat selbst gesagt: ‘Bruder, du hast den Kampf gewonnen‘ und mir den Gürtel gegeben.“

Ebenfalls wollten wir wissen, ob sein Gegner von seiner Knieverletzung wusste. Das bejahte uns Karaoglu: „Natürlich wusste Mamed das, (also) dass ich verletzt bin. Er hat sogar einen Beinhebel eingesetzt. Und jeder weiß, wenn er einen Beinhebel ansetzt…er hat alle damit gefinisht. Aber Dank dem Luta Livre von Daniel D’Dane habe ich alles verteidigt.“

Auch ging der Düsseldorfer davon aus, dass er bei guter Verfassung womöglich ein vorzeitiges Ende hätte herbeiführen können: „Ich denke schon, dass ich ihn vielleicht schon am Boden hätte finishen können, aber mit einem gebrochenem Arm und einem kaputten Knie habe ich mir das halt nicht mehr so zugetraut.“

Das gesamte Interview findet ihr hier: