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Aziz Karaoglu: Ich will Rodrigo Carlos ausknocken!

Bereit zum Kampf: Aziz Karaoglu (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Seit dem KSW-Titelkampf mit Mamed Khalidov haben MMA-Fans Aziz Karaoglu nicht mehr in Aktion gesehen. Das Top-Mittelgewicht kehrt am 30. November nach fast dreienhalb Jahren Auszeit wieder ins aktive Geschehen zurück und kämpft bei der „King of Kings World Series 2019“ in Krefeld gegen den Brasilianer Rodrigo Carlos. Wir sprachen mit Karaoglu vor seinem Comeback.

Nach dem Kampf mit Khalidov wurde mein Arm operiert und dann auch mein Knie“, erklärte uns Karaoglu im Gespräch über seine langjährige Auszeit. „Der Bruch hat ein Jahr gedauert, bis er wieder zusammengewachsen ist. Es war eine sehr schwierige Zeit. Aber seit sechs Monaten bin ich wieder sehr gut dabei.

Wir befragten Karaoglu über seine Rückkehr und wie es zum Kampf in Krefeld kam, da er bereits im Juni im MMA-Talk schon über ein geplantes Comeback sprach.

Ich habe damals den GMC-Champion Christian Eckerlin herausgefordert. GMC und das Management von Christian haben mich sehr enttäuscht, weil ich nicht eine einzige Antwort auf diese Herausforderung bekommen habe. […] Obwohl ich mich im Vorfeld bereits mit dem GMC-Veranstalter die Gage und alles geklärt habe. […] Was könnte man für einen Grund haben, einen Kampf gegen einen Mann wie mich abzulehnen? Christian Eckerlin ist ein guter Mann, ein guter Sportsmann, den ich schätze und respektiere. Er hat es verdient Champion zu sein, aber ich habe es auch verdient, um den Gürtel zu kämpfen. […] Wenn GMC behauptet, die besten Leute kämpfen zu lassen, dann müssen sie mich kämpfen lassen. […] Es muss nicht Eckerlin sein, es kann auch ein Stoltzfus sein – es geht nicht um irgend einen Namen, ich möchte um den Titel kämpfen: Leider sehr enttäuschend, nichts passiert.

Obwohl der 42-Jährige offensichtlich ein Auge auf den Titel von GMC geworfen hat, interessieren ihn auch andere Herausforderungen – so verriet er uns u.a., dass 2020 ein Duell gegen Alexander Shlemenko geplant sei in der Zukunft. Vorerst steht ihm jedoch der erfahrene Brasilianer Rodrigo Carlos am 30. November gegenüber.

Klaus Waschkewitz kenne ich mittlerweile seit 20 Jahren. Ein paar geplante Gegner sind ausgefallen, am Ende hat sich mein Manager Ivan Dijakovic für Rodrigo Carlos entschieden. Ich weiß nur, dass er gut am Boden ist, im Stand finde ich ihn nicht so gut - im Gegensatz zu meinen letzten 4-5 Gegnern, die ich hatte, aber ich unterschätze niemanden. Ich habe jetzt fast dreieinhalb Jahre nicht gekämpft. Ich lasse mich überraschen.

Eine Prognose hatte der schlagstarke Türke ebenfalls für uns parat:

Ich gebe immer 110 Prozent. Natürlich will ich ihn ausknocken! Auch wie gegen Mamed Khalidov, ich habe keine Angst zu Boden zu gehen. […] Ich wünsche mir einen KO, aber was passieren wird, kann ich nicht sagen. […] Ich habe immer die Einstellung gehabt: Vollgas! Das beste geben und gegen die besten kämpfen.

Das gesamte Interview mit Karaoglu findet ihr hier: