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Abus Magomedov vor PFL-Turnier um 1 Million US-Dollar: Ich will gewinnen, um das Leben meiner Familie zu verändern!

Abus Magomedov hat sich ins Finale des Mittelgewichtsturniers der Professional Fighters League gekämpft. Der 27-Jährige vom UFD-Gym aus Düsseldorf sicherte den begehrten Finalplatz für den Kampf um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Sein Kontrahent im großen große Turnierfinale am 31. Dezember in New York ist Strikeforce- und Bellator-Veteran Louis Taylor. Wir sprachen mit Magomedov in seiner Vorbereitung auf den wohl wichtigsten Kampf seiner Karriere.

GNP1.de: Im Vorfeld, als du bei der PFL gestartet bist, war die Intention von Beginn an, das Turnier zu gewinnen oder hast du von Kampf zu Kampf gedacht?
Abus Magomedov: Ich habe den Vertrag unterschreiben, nur unter der Bedingung, dass ich das Turnier gewinne. Das Ziel war ganz klar, das ganze Ding zu gewinnen. Ich mache keine halben Sachen.

Wie wichtig war es für dich, jeweils die erste Runde eines Duells zu gewinnen? Laut PFL-Regeln entscheidet diese bei einem Unentschieden über das Weiterkommen. Gegen den früheren UFC-Kämpfer Gasan Umalatov hat dich das weitergebracht.
Diese Regel für Zusatzpunkte war sehr wichtig und damit auch, dass ich in der ersten Runde Gas gebe und diese gewinne. Jetzt, wo es keine Punkte mehr dafür gibt und ich fünf Runden Zeit habe im Finale, muss ich mir keinen Kopf mehr über Punkte machen und kann frei kämpfen und den Finish suchen.

Im Halbfinale konntest du mit deinem Bodenkampf und Kontrolle überzeugen und so Sadibou Sy schlagen. Wie wichtig ist dein ringerischer Hintergrund für deine Karriere?
Ringen ist alles! Ringen ist bei mir Plan B. Wenn plan A nicht aufgeht, schalte ich in den Ringermodus. Es ist super, wenn du es in deinem Repertoire hast und abrufen kannst. Dann kannst du im Standup sicherer stehen bleiben und musst dir weniger Sorgen machen, um Takedowns des Gegners.

Ist das Ringen auch weiterhin der Schlüssel zum Erfolg oder entscheidest du im Kampf spontan wie du vorgehst, wenn du Schwächen deines Gegners entdeckst?
Im Stehen fängt jeder Kampf an. Du sagst es, ich schaue mir an, was er kann und dann entscheide ich, wie es weitergeht.

Wie zufrieden bist du, dass du dein Level von Kampf zu Kampf steigern konntest und dich ins Finale gekämpft hast?
Ich bin eigentlich zufrieden, aber ich bin noch mehr zufrieden, wenn ich das ganze Turnier gewinne (lacht).

Im Finale triffst du auf Louis Taylor - was hältst du von ihm als Gegner?
Er ist ein erfahrener Mann. Als ich geboren wurde, hat er schon gekämpft (lacht). Aber es ist das Finale. Ich ziehe in den Krieg und werde diesen nicht verlieren.

Abus Magomedov auf der Waage für PFL (Foto via UFD Gym)

Musst du dich vor seinem Arsenal hüten oder bist du überzeugt davon, ihn knacken zu können?
Ich respektiere jeden Gegner. Taylor hat viele Stärken. Wir werden sehen, wer seine Stärken mehr durchsetzen kann. Ich weiß, jedenfalls was ich kann und wozu ich in der Lage bin und ich glaube an mich.

Solltest du gewinnen, ist dir das Preisgeld von einer Million US-Dollar sicher. Was würde sich damit bei dir verändern?
Es würde sich nicht viel verändern. Ich habe dann halt eine Million mehr auf dem Konto (lacht). Spaß! Nicht nur mein Leben würde sich verändern, sondern das meiner ganzen Familie. Das meines Vaters, meiner Eltern, meiner eigenen Familie. Jedem wird es gut gehen.

Was sind die weiteren Pläne? Wirst du im kommenden Jahr auch für die PFL antreten? Ist die UFC auf deinem Radar? Was willst du als Kämpfer noch erreichen?
Nach der PFL wäre es schön, in der UFC zu kämpfen. Natürlich nur, wenn ich einen vernünftigen Vertrag bekomme. Dann würde ich mich mit einem Fighter aus der Top Ten messen wollen. Aber erstmal muss ich das PFL-Finale bestreiten, danach können wir weiterreden.

Besten Dank für deine Zeit und viel Erfolg im Turnierfinale.
Ich danke euch für das Interview und ich danke allen, die an mich glauben und mich unterstützen.