MMA - CH/AT

Zelaznik kommentiert BLM-Beschluss

Der Präsident von UFC-England hält die BLM-Entscheidung für "ungewöhnlich"

Statement von Marshall Zelaznik, Managing Director of International Development, Ultimate Fighting Championship (UFC), zur heutigen Entscheidung des Fernsehausschusses der Bayerischen Landesmedienanstalt (BLM)

„Wir beobachten diese Entwicklung gemeinsam mit unserem Partner DSF schon seit einigen Wochen. Obwohl wir nicht überrascht sind, dass der BLM-Fernsehausschuss diese Entscheidung gefällt hat, halten wir es für ungewöhnlich, dass eine Entscheidung von solcher Tragweite ohne Anhörung der betroffenen Parteien gefällt wurde – zumal wir im Begriff waren, einen solchen Termin vorzubereiten.

Ebenso ungewöhnlich ist, dass die BLM die vom DSF ausgestrahlten UFC-Sendungen in der Vergangenheit bereits zwei Mal genehmigt hat und sich an den Sendeinhalten nichts geändert hat. Zudem hat eine Prüfung der Kommission für Jugendmedienschutz der
Landesmedienanstalten (KJM) ebenfalls ergeben, dass die Ausstrahlung der UFC-Sendungen nach 23 Uhr juristisch zulässig ist.

Die bei UFC-Kämpfen praktizierte Sportart Mixed Martial Arts (MMA) ist eine in hohem Maße regulierte Sportart, die in vielen Ländern von qualifizierten Kampfsportlern als Wettkampf betrieben wird. UFC-Sendungen werden in über 130 Ländern und Territorien im Fernsehen ausgestrahlt, erreichen knapp 500 Millionen Haushalte weltweit und haben sich unabhängig von Gesellschaften und Kulturkreisen eine Fanbasis aufgebaut.

Der in der Begründung für die Entscheidung angeführte Kritikpunkt, dass die Tatsache, dass auf einen am Boden liegenden Kämpfer eingeschlagen werden dürfe, gewaltverherrlichend sei, ist unwahr. Man muss die Sportart als Ganzes betrachten: Es handelt sich dabei um eine Variante des Bodenkampfes, der auch bei olympischen Sportarten wie Judo oder Ringen üblich ist. Grundsätzlich hat sich die BLM nicht die Zeit genommen, den Sport kennen zu lernen bevor sie die Entscheidung gefällt hat.“