MMA - CH/AT

Volker Dietz: Ich bin fertig!

Volker Dietz (l.) und Kerim Engizek (r.) im GnP-TV Interview. (Fotos: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Vor zwei Jahren brach Volker Dietz sich die Hand und dachte ans Karriereende, doch so wollte er nicht abtreten. Bei GMC 4 in Herne sollte das finale Kapitel eingeläutet werden. Dort verlor „die Krabbe“ am Samstagabend seinen letzten MMA-Kampf, wenn auch unglücklich. Der Kampf gegen Kerim Engizek wurde durch T.K.o. abgebrochen, doch der finale Stoß erfolgte durch einen unglücklichen Tieftritt, wie Dietz erklärte.

„Das Ding ist bei mir genau zwischen den beiden großen Zehen eingeschlagen“, erklärte das Sparta Essen-Teammitglied bildlich. „Ich bin dann zusammengesackt. Der Ringrichter hat die Aktion nicht gesehen und den Kampf abgebrochen. Wenn ich jetzt noch eine große MMA-Karriere vorhaben würde, würde ich jetzt nochmal Einspruch einlegen, aber so ist das eh egal.“

„Wir sind bereit für einen Rückkampf“, erklärte Engizeks Trainer Aziz Karaoglu auf diesen Vorwurf hin. „Wenn er meint, dass er wegen eines Tiefschlages verloren hat, sind wir bereit es erneut im Käfig zu klären.“

Hinter den Kulissen trafen beide Parteien noch einmal aufeinander, sprachen sich aus und trennten sich freundschaftlich. Der sympathische Essener schloss einen Rückkampf gegen Kerim Engizek aus, schließlich sollte dies sein letzter Einsatz als aktiver Kämpfer sein. Er bedankte sich für den Kampf bei Engizek und kündigte stattdessen an, dem MMA Sport weiterhin als Ringrichter und Trainer erhalten zu bleiben.

„Ich bin mittlerweile 38 Jahre alt und da wir nicht im Fußball sind, wo man zweimal in der Woche trainiert und dann am Wochenende in der Kreisklasse kickt, musst du es hier als Profi betreiben.“ Mit seinen Coaches Les Herden und Isa Topal rekapituliert der Essener daraufhin seine Karriere.

Der erst 22-jährige Engizek hingegen blickt in eine vielversprechende Zukunft und sprach davon, sich nach eigener Aussage endlich wieder auf dem richtigen Pfad zu befinden: „Wir haben sehr viel trainiert. Das war der Schlüssel zum Sieg. Hartes Training. Diszipliniertes Training. Davor die Jahre, wo ich gekämpft habe, ich hab mich nie gut vorbereitet. Ich war im Nachtleben, in Diskotheken, alles hat mich abgelenkt. Jetzt leb ich danach. Ich lebe den Sport.“

Beide Interviews mit allen Beteiligten sind anbei zu finden: