MMA - CH/AT

Statement von Niels Schlaegel

Niels Schlaegel (r.) mit Sportler Christian Eckerlin. (Foto: Elias Stefanescu/GroundandPound)

Das Buch „Mario Stapel und MMA Spirit“ scheint noch nicht beendet. Niels Schlaegel, Manager des Team MMA Spirit um Daniel Weichel und Christian Eckerlin, hat sich nach dem letzten Interview von Mario Stapel an GroundandPound gewendet, um seine Sicht der Dinge darzulegen und einiges klarzustellen. Lest hier sein komplettes Statement:



Hallo liebe Kampfsportfans,

ich möchte im Folgenden auf Mario Stapels Interview mit GnP TV Stellung beziehen.

Er hat darin von Spannungen zwischen seinem und dem Team „MMA Spirit“ gesprochen, die ich verursacht haben soll. Da ich seine Aussagen erst nach meinem Interview (anlässlich des Jubiläums „2 Jahre MMA Spirit“) von seinen Aussagen gehört habe, konnte (und wollte) ich mich dazu eigentlich nicht äußern. Seine Behauptung, dass ich mir etwas anderes als einen „fairen und sportlichen Kampf“ wünschen würde, kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt für mich persönlich als auch in meiner Funktion im MMA Spirit und als Manager von vielen Kämpfern kaum etwas Wichtigeres, als den Sport „Mixed Martial Arts“ voran zu bringen.

Das habe ich bisher in allen meinen Interviews immer wieder betont und ich versuche es auch bestmöglich umzusetzen.

Mario ist nun zum zweiten Mal auf die Spannungen zwischen unseren Teams eingegangen – ein Thema, das ich (und auch Daniel) schon längst abgehakt hatte(n). Scheinbar ist es Mario ein großes Anliegen, die Vergangenheit öffentlich zu diskutieren, und ich muss ihm seinen Wunsch (nach derartigen Anschuldigungen) erfüllen.

Ich habe Mario Anfang 2008 als einen unzuverlässigen Trainer, Trainingspartner, Kämpfer und Manager kennen gelernt, u.a. war ich dabei, als er bei der „Gorilla Fight Night 2“ einfach die Halle verlassen hat (mit der Anmerkung in der Umkleidekabine, dass wir nichts sagen sollten) und somit der Hauptkampf gegen Leslee Ojugbana nicht stattfand. Die Regeln (dass die Hände nicht bandagiert werden durften) wurden jedem Kämpfer im Vorfeld ausgehändigt und waren zudem auf der Website vom Veranstalter einzusehen.

Weitere kurzfristige Absagen von ihm habe ich bei der 2010 geplanten zweiten „Superior FC“-Veranstaltung, die in Offenbach hätte stattfinden sollen und bei der „Merseburger Fight Night 3“ hautnah miterlebt. In Merseburg hat Daniel (Weichel) seinen Platz eingenommen und ist kurzfristig für ihn eingesprungen.

Mario hat darüber hinaus etliche Trainingseinheiten, die er damals mit Daniel hätte absolvieren sollen, schlichtweg (ohne abzusagen) nicht wahrgenommen.

Daniel hat zudem damals durch ein Interview im Internet erfahren, dass Mario das Land in Richtung USA verlassen würde – er wurde nicht darüber informiert, dass er in Zukunft ohne Trainer, Betreuer und Manager dastehen würde!

Aus dieser Situation ist die Zusammenarbeit zwischen Daniel und mir entstanden – und obwohl die Umstände alles andere als erfreulich waren, haben sich Daniel und sein gesamtes Team bedeckt über das „Thema“ Mario Stapel gehalten. Mario wurde weiterhin als erster Mentor Daniels (auf dessen Homepage etc.) erwähnt und wir wollten es auch dabei belassen, und niemals ist ein schlechtes Wort über die Trennung gefallen.

Die Spannungen sind damals im KKB (Kampfkunst Board Forum) entstanden, als Mario (nach Daniels Kampf gegen Peter Irving) Daniels neues Team öffentlich kritisierte bzw. deren Kompetenz anzweifelte. Trotz dieser öffentlichen Beleidigungen habe ich Mario (Ende 2008) per PN (Private Nachricht) angeschrieben und zur Rede gestellt. Hier könnt ihr meine Nachricht sowie Marios Original-Antwort lesen:

Nachzulesen ist der Mailverkehr unter www.mmaspirit.tv.

Marios arrogantes Verhalten hat auch dazu geführt, dass es lange gedauert hat, bis es zu Dennis‘ (Siver) und Daniels erstem gemeinsamen Training gekommen ist. Abgesehen von der Aussage (nach dem Kampf der beiden) „Ich hab dir (Dennis) doch gesagt, dass es noch viel zu früh für dich ist, gegen Daniel zu kämpfen und du keine Chance hast“ gab es gegenüber Dennis‘ Betreuer Niko in der Vergangenheit auf die Frage, ob man nicht gemeinsam trainieren könne, lediglich die Antwort: „Das könnt ihr euch doch gar nicht leisten!“

Bis zum geplanten Kampf zwischen Christian und Mario bei der „Mix Fight Gala 13“ gab es knapp vier Jahre lang keinen Kontakt zwischen irgendeinem (MMA Spirit) Teammitglied und Mario –
deshalb war ich über seine erste schriftliche Antwort während eines Interviews mit „GroundandPound“ vom 18. August 2012 verwundert, in dem er sagt:

„Nur mit ihrem Manager hatte ich mal eine Meinungsverschiedenheit. Seitdem gibt es ein paar Spannungen, was ich nicht ganz verstehen kann.“

Vielleicht erklärt der Rückblick auf die Vergangenheit, warum es Spannungen gab, die allerdings erst von Mario nach außen getragen worden sind.

Wäre es bei dieser Aussage geblieben, dann hätte ich mich sicherlich nicht mehr zu diesem Thema geäußert, aber mir (wie schon eingangs erwähnt) zu unterstellen, dass ich mir einen „unfairen und unsportlichen Kampf“ wünschen würde, ist absolut inakzeptabel – was sich Mario dabei gedacht hat, weiß sicherlich nur er!

Abschließend möchte ich mich zu den „Vorfällen“ des vergangenen Wochenendes äußern. Christian hat samstags Mittag um 15 Uhr bei der geplanten medizinischen Untersuchung erfahren, dass Mario nicht antreten würde.

Sefer Göktepe hat mir heute (05.09.12) erneut bestätigt, dass er definitiv keine Absage erhalten habe und Mario für ihn den gesamten Samstag nicht erreichbar war. Dementsprechend sei die „verständnisvolle“ E-Mail (in Bezug auf Marios Gesundheitszustand) seinerseits ebenfalls erfunden und gerne solle er sie veröffentlichen.

Eins kann ich heute mit absoluter Sicherheit sagen: Es wird weder jetzt noch in Zukunft eine Kampfansetzung „Christian vs. Mario Stapel“ geben.
Ich werde in Zukunft weiter versuchen, alles in meiner Macht liegende zu tun, um den Sport MMA voran zu bringen – leider blieb mir in dieser Situation keine andere Wahl, als (öffentlich) reinen Tisch zu machen.

Für mich ist das Thema „Mario Stapel“ mit dieser Aussage abgeschlossen, denn es gibt in meinen Augen wesentlich Wichtigeres, als sich mit diffamierenden Aussagen von einem Menschen, der einen meiner Kämpfer und gleichzeitig guten Freund so behandelt hat, auseinanderzusetzen.

Mit sportlichen Grüßen

-- Niels Schlaegel