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Schweizer Parlament berät am Dienstag über Verbot von MMA

Ist MMA in der Schweiz bald verboten? (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Am morgigen Dienstag wird im Ständerat des Schweizer Parlaments über ein Verbot des MMA-Sports beraten. Die 46 Mitglieder des Ständerates werden dabei nicht nur über ein mögliches Verbot von MMA-Veranstaltungen entscheiden, es wird sogar über das Verbot von MMA-Training in der Schweiz debattiert.

Die Standesinitiative 11.301 wurde am 24. Januar 2011 vom Kanton Luzern eingereicht und trägt die Überschrift „Gewaltspiele und –sportarten und Jugendschutz“. Darin heißt es wortwörtlich:

Die Bundesversammlung wird ersucht, folgende gesetzliche Regelungen zu schaffen:

"ultimate fighting"

a. Die Durchführung von Kampfveranstaltungen in "mixed martial arts" oder "ultimate fighting" wird in der Schweiz verboten.

b. Es wird ein Verbot erlassen, Bildmaterial von solchen Veranstaltungen in den Schweizer Medien der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

c. Das Trainieren und das Ausüben von "mixed martial arts" und "ultimate fighting" wird verboten.

Sollte der Ständerat am Dienstag für diese Initiative abstimmen, sind Hopfen und Malz noch nicht verloren für den MMA-Sport in der Schweiz. Ein MMA-Verbot kann erst erlassen werden, wenn nach dem Ständerat auch die große Kammer des Schweizer Parlaments - der Nationalrat - für den Beschluss gestimmt hat. Es bleibt zu hoffen, dass der Ständerat gegen das Verbot stimmt und der Beschluss den Nationalrat damit gar nicht erst erreicht.