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Schweizer können aufatmen: Ständerat lehnt MMA-Verbot ab

Der Ständerat hat ein MMA-Verbot in der Schweiz abgelehnt. (Foto: www.parlament.ch)

Im Schweizer Parlament wurde heute durch den Ständerat über ein potentielles Verbot des MMA-Sports abgestimmt. Dabei ging es nicht nur um ein Verbot von MMA-Events, denn auch das Trainieren des Sports sollte verboten werden. Schweizer MMA-Freunde können nun jedoch aufatmen. Der Ständerat lehnte die Initiative am Dienstagmorgen ab.

Die Standesinitiative 11.301 wurde am 24. Januar 2011 vom Kanton Luzern eingereicht und forderte ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen und Kampfsportveranstaltungen. Begründet wurde die Forderung damit, dass im MMA auf am Boden liegende Gegner eingeschlagen werden könne und das Ethos und Wertesystem östlicher Kampfsportarten fehle.

Geraldine Savary von der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz führte bei der Ständeratsitzung am Dienstag im Namen der Kommission an, dass sich seit der Einreichung der Standesinitiative viel getan habe und aufgrund von zwei Teilberichten des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) im Rahmen des Programms „Jugend und Medien“ kein sofortiger Handlungsbedarf ersichtlich sei. Die endgültigen Resultate des Programms sollen im Sommer 2015 vorliegen. Sollte sich dann zeigen, dass Handlungsbedarf bestehe, könnte das Thema noch einmal aufgegriffen werden. Der Ständerat folgte der Argumentation und lehnte die Initiative anschließende stillschweigend ab.

Es ist eine wichtige Entscheidung für den MMA-Sport in der Schweiz. Die Tatsache, dass solch ein Verbot überhaupt zur Debatte steht, zeigt aber, dass weiterhin Aufklärungsarbeit notwendig ist.