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"Punktrichter brauchen wir nach der ersten Runde eh nicht mehr!"

Hendrik Oschmann (Foto: Tim Leidecker/GroundandPound)

Gestern meldete sich Human Nikmaslak zu Wort (GnP berichtete), der Trainer von Mathias Schuck, der deutschen Nummer eins im Halbschwergewicht, und sprach unter anderem über den möglichen Kampf zwischen seinem Schützling und Deutschlands Nummer zwei, Hendrik Oschmann. Einen Tag später sprach GroundandPound exklusiv mit dem „German Hitman“ Oschmann, um seine Sicht der Dinge aufs Papier zu bringen und die Fans darüber informieren zu können, was das Jahr 2013 bringt.

„Ich finde es schade, dass erst nach vielen und wohl auch beleidigenden Kommentaren endlich eine Stellungnahme erfolgt ist. Es stimmt, sein Anschreiben an meine Person war also am 22. Oktober, doch ändert das an den Aussagen nichts, dass dieses Schreiben erst ewig nach Betteleien und Drängen mehrerer Leute kam. Dass ich in Wien für den 8. Dezember eingeplant war, stand schon vorher fest. Ich glaube, das wusste er vor seinem Text an mich, und er verdreht diese Tatsache im Interview.

Human sagt leider auch keinen festen Termin zu, sondern will sehen, ob es zustande kommt, und ob 'dann Oschmann noch interessant ist'. Für mich sind das alles nur Schwafeleien und Rausredereien. Mich nervt die Scheiße hier langsam, es hat sich ja noch nie einer so feiern lassen. Mir auch jetzt wurscht, ob der Kampf zustande kommt, ich habe wichtigere Böcke zu melken.“

Wir wollten wissen, was Oschmann von der Idee hält, dass es bei dem Kampf um „alles oder nichts" gehen soll, und zwar, dass der Sieger beide Gagen mit nach Hause nimmt, wie von Nikmaslak vorgeschlagen.

„Ich bekomme sonst sehr hohe Gagen, aber das jetzt ist ein Egoding. Ich zerfetze ihn für null Euro und pisse dann auf die Siegprämie! Die Ortswahl war zudem klar. Sie wollen damit richtig Geld verdienen. Dazu erhoffen sie sich den Heimvorteil. Mir total wurscht. Pfeifendes Publikum macht mich nur heißer, und wegen den Punktrichtern: Die brauchen wir nach der ersten Runde eh nicht mehr!“

Ebenfalls wollte GroundandPound wissen, wie der Genesungsprozess vorangeht und wann Deutschlands Nummer zwei wieder in den Ring steigen könnte. Seit mehreren Wochen sitzt Oschmann mit einem Bänderriss abseits der Matte.

„Ich trage eine Beinschiene. Laut Doc soll ich nicht vor Ende Januar anfangen zu trainieren - und das ist schon früh. Um auf Wettkampfniveau zu kommen, brauche ich dann wohl mindestens zwei Monate. Ich will nicht, dass mir einer die Daumen drückt, das ist ein Zeichen von Schwäche. Ich werde auf jeden Fall gesund und fit. Dann wird aufgeräumt. Meine Fans nähren sich von meinen Leistungen und nicht von meinen Worten.“

Der Kämpfer aus Magdeburg ging zudem auf den Respekt gegenüber seines Gegners ein: „Ich respektiere Schuck. Aber nicht seinen Manager. Der hat verkackt. Respekt gibt es von mir auch nur vor und nach dem Kampf. Im Ring gibt es von mir nur blanke Gewalt.“

Wir dürfen somit gespannt sein, was das neue Jahr bringt, und ob es zu dieser Begegnung kommt. Zum Abschluss verrichtete der 35-Jährige einen Gruß nach Hause: „Ich grüße meine Mama!“