MMA - CH/AT

Oschmann verletzt, Masuch-Kampf verschoben

„The German Hitman“ Hendrik Oschmann fällt mit erneuter Knieverletzung aus. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Der für den 11. Mai, bei der 4. la familia Fightnight, angesetzte Top-Halbschwergewichtskampf zwischen „The German Hitman“ Hendrik Oschmann und Manuel "Punisher" Masuch wird nicht, wie geplant, stattfinden. Grund dafür ist eine erneute Knieverletzung Oschmanns, wie der Magdeburger am Donnerstagmittag auf seiner Facebook-Präsenz bekannt machte.

Seit November zwang ein Innenbandriss Hendrik Oschmann nun zum Zusehen (GnP berichtete). Am 11. Mai sollte er bei der 4. la familia Fightnight in Halle/Saale gegen den Spartaner Manuel Masuch sein Ring-Comeback feiern (GnP berichtete). Daraus wird nun nichts. Der Magdeburger ist nach eigener Aussage zu früh wieder in das Wettkampftraining eingestiegen und plagt sich mit einer angeschlagenen Patellasehne. Der Kampf gegen Masuch wird verschoben.

„Ich war gestern nach vier Tagen Trainingspause wegen Schmerzen im Knie beim Doc“, so Oschmann in einem offenen Brief auf seiner Facebook-Präsenz. Der Magdebuger hatte dem Kampf gegen Masuch nach eigener Aussage unter Vorbehalt zugestimmt. Nach drei Wochen Einführungstraining sowie weiteren drei Wochen intensiver Wettkampfvorbereitung begann das Knie jedoch erneut zu schmerzen.

„Nicht die OP-Stelle, sondern drin im Gelenk“, so Oschmann. „In den letzten zwei Wochen musste ich einige Intensiveinheiten abbrechen, weil ich anfing zu humpeln. Der Doc hat mich gestern gefragt, ob ich noch ganz Dicht sei – durch die OP und die Schiene hatte ich ja nun keinen Muskel mehr am Bein. Drei Wochen Physio sind dann auch nicht imstande gewesen, die Muskulatur, bzw. noch wichtiger: die reaktive Muskulatur zum Schutz des Knies, aufzubauen. [...] Der Doc meinte, wenn ich jetzt nicht sofort diese Extrembelastung einstelle, kann ich bis Ende des Jahres Sport vergessen. Ich brauche noch einen Monat normale Belastung, um alles zu festigen, und kann dann eventuell wieder anfangen, mit Wettkampfbelastung.“

Der Kampf gegen Sparta Essens Manuel Masuch wird damit komplett vom Programm der 4. la familia Fightnight gestrichen.

„Wir hätten Manuel gern bei uns kämpfen lassen“, so Mitveranstalter Mathias Gäbler gegenüber Groundandpound.de. „Aber ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht, welchen Kämpfer aus der Region wir ihm da so kurzfristig hinstellen sollten, um ähnlich viele Fans und Zuschauer anzuziehen.“

Für Oschmann ist das Duell gegen Ringer- und Grappling-Ass Masuch damit jedoch noch nicht vom Tisch, der 36-Jährige versteht den Kampf als aufgeschoben, nicht aufgehoben:

„Ich will gegen Masuch noch in diesem Jahr kämpfen! Ich lasse keine Rechnung offen! Somit will ich den Kampf jetzt nicht absagen, sondern verschieben. La familia hat das Vorrecht auf diesen Kampf, und falls sie mich auf einer Fightnight haben wollen, dann da. Es soll auch nicht so aussehen, als wenn ich durch diesen Kampf finanzielle Vorteile bekommen will, wenn ich Manuel Masuch jetzt gleich einen anderen Termin vorschlage: September in Magdeburg, auf der ‚Fight for Charity’.“

Gäbler nimmt Oschmann beim Wort und versichert Groundandpound.de: „Wir wollen diesen Kampf gerne promoten. Unsere nächste Veranstaltung wäre die la familia Fightnight in Bernburg, im Oktober – das von Hendrik eingeräumte Vorrecht würden wir gern nutzen und den Fans diesen Kampf dort bieten.“

So oder so – zwei der besten Halbschwergewichte Deutschlands werden offenbar trotz des verletzungsbedingten Ausfalls vom „German Hitman“ noch in diesem Jahr aufeinandertreffen – egal wo.