MMA - CH/AT

Nick Hein legt erfolgreich Einspruch ein

Nick Hein (l.) nach dem Kampfabbruch. (Foto: GroundandPound)

Wie ihr sicherlich bereits alle auf GnP-TV beobachtet habt (alle Interviews und Kämpfe findet ihr dort in voller Länge), ging es bei Respect.7 furios zur Sache. Unter anderem traf Nick Hein vom Combat Club Cologne auf den Polen Jordan Bloch. Ein Kampf, der ein viel zu frühes und - für Hein - enttäuschendes Ende nahm.

Hein musste vom Ringarzt bereits nach knapp einer Minute aus dem Duell genommen werden, aufgrund eines großen Cuts im Augenbrauenbereich. Bloch wurde als Sieger durch TKO gekrönt. Eine bittere Entscheidung, die Heins Comeback nach der Niederlage gegen Sebastian Risch zerstörte. Der Kölner legte kurz darauf Einspruch ein, und soeben ereilte uns die Nachricht, dass diesem stattgegeben wurde.

Marco Broersen, der zuständige Chef-Ringrichter, nahm dazu Stellung.

„Als Chef-Ringrichter für die Respect.FC-Veranstaltung habe ich mir das Duell vom 21. April 2012 in Essen erneut angesehen. Ich kam zu folgendem Ergebnis: Hein shootet zum Takedown. Beide Kämpfer prallen bei diesem Vorgang mit den Köpfen aneinander. Durch diesen unbeabsichtigten Kopfstoß erleidet Hein einen Cut über dem Auge, woraufhin der Kampf abgebrochen wurde, da Hein aufgrund der Tiefe des Cuts nicht weitermachen konnte.

Als ich das sechste Kapitel des Respect.FC-Regelwerks nachschlug, stand dort unmissverständlich: 'Wenn sich beide Kämpfer durch eine illegale Aktion disqualifizieren oder der Referee den Kampf wegen eines Unfalls in der ersten Runde abbricht, wird der Kampf als "No Contest" gewertet.'

Das Ergebnis liegt somit auf der Hand, so dass ich diesem Protest stattgeben werde und das Kampfergebnis mit sofortiger Wirkung von einer Niederlage für Hein in ein No Contest geändert wird.“

Wir hatten die Chance, vor wenigen Minuten mit dem Betroffenen zu sprechen und ihm die Neuigkeit mitzuteilen. Anbei Nick Heins Rezension:

„Durch euch erfahre ich von der Änderung. Das freut mich wirklich, dass es so schnell ging, und das macht die ganze Sache auch erträglicher. Mir ist klar, dass meinen Gegner keine Schuld trifft. Da knallen zwei Köpfe aneinander, es war ein Unfall und der Schiri sowie der Ringarzt haben getan, was sie mussten, schließlich war nicht jedem aufgefallen, wodurch der Cut zustande kam. Das Video musste man sich sogar mehrfach ansehen, um es zu erkennen. Ich kann also niemandem böse sein. Jetzt bin ich erleichtert und motiviert, in Zukunft wieder neu anzugreifen.“

Ein weiterer Protest wurde vom Pride Gym Düsseldorf eingelegt, bezüglich des Duells zwischen Martin Zawada und Abu Azaitar. Der Kampf wurde vor Ort einstimmig von allen drei Punktrichtern für Azaitar gewertet, jedoch wird das Duell nun drei neuen Punktrichtern aus dem unabhängigen WMMA-Verband vorgelegt. Diese Punktrichter stammen aus England, Amerika und Brasilien und werden nach Begutachtung des Kampfes ein neues Urteil fällen bzw. das alte bestätigen. Mehr dazu in den nächsten Tagen.