MMA - CH/AT

Minotauro Nogueira besucht Zürich

Augosto Frota, Pascal Krauss, Minotauro Nogueira, Gregor Herb, Ivan Musardo (v.l.n.r.)

Zürich war für einmal nicht der internationale Bankenplatz, sondern der internationale Platz für MMA-Größen.

Still und heimlich besuchte Antonio Rodrigo "Minotauro" Nogueira die Stadt an der Limmat, um zu trainieren und Ferien zu machen. Erst stand es noch in den Sternen, ob der ehemalige PRIDE FC und UFC Weltmeister überhaupt rechtzeitig kommen kann, da sämtliche Flüge aufgrund des heftigen Schneefalls ausgefallen sind und er den Flug umbuchen musste. Doch mit etwas Verspätung kam er dann direkt vom Flughafen ins Frota-Team Dojo in der Nähe des Hauptbahnhofs in Zürich.

Augusto Frota stammt aus Fortaleza, Brasilien und war in Fort Lauderdale einer der ersten Schüler von Nogueira. Mintauro erzählt immer wieder gerne die Anekdote, wie sie sein erstes Gym in Amerika zusammen aufbauten und auf alten Pneus die Tatami gestapelt haben. Und so kam es einmal mehr zustande, das Nogueira ohne großes Aufsehen seinen Schüler in Zürich besuchte, um für das Frota-Team exklusiv ein Seminar zu geben. Als einzige externe Gäste waren zwei namhafte deutsche Kämpfer und Freunde des Frota-Teams dabei: UFC-Kämpfer Pascal "Panzer" Krauss und sein Trainer Gregor Herb. Krauss ist seit Shooto Switzerland 6 ein Freund des Frota-Teams und dessen Trainer. War doch Shooto Switzerland auch Pascals erster internationaler Auftritt im MMA, und somit reiht er sich in eine Gruppe von Atheleten ein (wie JZ Calvacante, Buscape Firmino und Roan Carneiro), die bei Shooto Schweiz den ersten internationalen Profikampf hatten und danach Anschluss in großen Organisationen wie der UFC oder DREAM fanden.

Das Seminar beinhaltete solide Techniken aus dem Grappling, geeignet für No-Gi Grappling oder auch MMA. Und Nogueira weihte die Teilnehmer in seine hocheffektive MMA-Guard ein, die damals beim Kampf gegen Randy Couture die Fachwelt verblüffte. Nogueira zeigte außerdem einige Kniffe für seine Schüler, die sie am ADCC Schweiz vom Samstag, dem 4. Dezember einsetzen können. Leider wird er doch nicht am Turnier anwesend sein, der Zeitplan ist aufgrund der ausfallenden Flüge und des Schnees zu eng.

Nogueira bestätigte sich im Umgang mit allen Seminarteilnehmern wieder als das was er ist: Eine Ikone des Sports, ein fantastischer Lehrer und ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Er scheute sich nicht, dem blutigen Anfänger die Grundzüge eines Sweeps zu zeigen oder mit den alten Hasen zu rollen. Der Brasilianer lobte auch wieder den technischen Fortschritt, den er jedes Jahr beobachtet, wenn er nach Zürich kommt.