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"Kunst und Kampf gehören zusammen"

Felipe Enomotos Acrylgemälde eines Samurai.

Felipe Enomoto (6-6-1) ist MMA-Fans als echter Haudegen bekannt. Der Bruder von Yasubey Enomoto (11-4) war bereits bei renommierten Organisationen wie Cage Warriors, Pancrase oder ONE FC im Einsatz, wo er weltweit Ring- und Käfigerfahrung sammeln konnte. Was wenige wissen: Der Mixed Martial Artist ist nicht nur mit den Fäusten ein wahrer Künstler.

Der Schweizer mit japanischen und peruanischen Wurzeln studierte in der Vergangenheit Kunst und malt seit etlichen Jahren. Wir haben uns mit ihm über seine große Leidenschaft unterhalten

„Ich habe schon immer gern gemalt“, so Enomoto gegenüber Groundandpound.de. „Intensiv während meines Kunststudiums vor 15 Jahren. Danach gab es eine längere Pause, weil ich mich voll aufs Training und den Kampfsport konzentriert habe, bis mich vor ein paar Jahren plötzlich der Drang zu malen wieder packte.“

Felipe Enomoto (Foto: OneFC)

„Schon als Kind habe ich gern gezeichnet", fährt Enomoto fort, „um meine Umwelt bildlich widerzugeben. Deshalb habe ich mich später auch entschlossen, eine Ausbildung im künstlerischen Bereich zu wählen. Meine Inspiration kann alles Mögliche sein. Inspirierend können Eindrücke von Reisen oder persönliche Interessen wie Filme oder eben der Kampfsport sein. Auch die Auseinandersetzung mit meiner Herkunft spiegelt sich in meinen Bildern wieder.“

Die Gebrüder Enomoto wuchsen bei ihrer Mutter in der Schweiz auf. Ihr Vater hat seine Wurzeln in Japan und Peru. Für die Geschwister spielt die multikulturelle Vergangenheit eine große Bedeutung, was sich auch in den Ringeinläufen widerspiegelt. Dort tragen sie traditionelle, japanische Samurai-Masken in Kombination mit peruanischen Mützen.

Die Gebrüder Enomoto beim Einlauf. (Foto: OneFC)

Ein deutliches Zeichen, dass Kunst und Kampf in Beziehung zueinander stehen, wie Enomoto erklärt: „Kunst und Kampf gehören in meinem Fall schon zusammen, aber ich denke nicht, dass das für jeden so ist. Das kommt auf die Einstellung und Sichtweise an. Die einen sehen im Kämpfen und Trainieren des Kampfsports philosophische Aspekte, die anderen nicht.“

Neben dem Kampfsport ein guter Ausgleich? „Auf jeden Fall", bestätigt der Zürcher. "Besonders in intensiver Kampfvorbereitung, sei es für einen eigenen Kampf oder einen meines Bruders. Das Malen ist sehr hilfreich, um innere Spannung und Stress abzubauen.“

Wann der erfahrene Kampfsportler wieder in den Ring steigen wird, steht derzeit noch nicht fest. Bis dahin kann man seine Kunstwerke auf der ArtPlattform online begutachten sowie ersteigern.