MMA - CH/AT

Janosch Stefan Exklusiv-Interview

GroundandPound: Hallo Janosch! Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für unsere Fragen nimmst! Stell Dich doch unseren Lesern bitte kurz vor, wie sieht Dein bisheriger Kampfsportlebenslauf aus?
Janosch Stefan: Ich habe klein angefangen, mein Background ist Judo. Vor circa zehn Jahren bin ich nach Karlsruhe gezogen und habe dort beim Bundesligisten JC Ettlingen trainiert, wo ich mit Top-Athleten trainieren konnte. Vor circa zweieinhalb Jahren hat mich das Brazilian Jiu-Jitsu gepackt, um meinen Bodenkampf zu verbessern. Und seit circa eineinhalb Jahren trainiert mich Klaus Nonnemacher, der WKA-Präsident und mehrmaliger WKA-Weltmeister, im Thaiboxen.

Im November letzten Jahres hast Du bei der Weltmeisterschaft im Combat Sambo die Silbermedaille geholt und wurdest nur vom Fedor-Besieger Blagoi Ivanov bezwungen. Was war das für eine Erfahrung, an so einem großen Turnier teilzunehmen und dann am Ende neben Weltklassekämpfern wie Ivanov und Fedor Emelianenko auf dem Podest zu stehen?
Die Sambo Combat WM in Sankt Petersburg war das absolute Highlight in meinem bisherigen Kampfsportleben. Ich habe mich noch nie so intensiv für ein Turnier vorbereitet wie für dieses. Trotzdem bin ich ohne große Erwartungen dorthin gefahren. Immerhin war es eine WM und in Osteuropa ist Sambo eine Nationalsportart und wird sehr professionell betrieben, was in Deutschland leider nicht der Fall ist. Für mich galt, selbst wenn ich Fedor nur einmal die Hand schütteln darf, hat sich der ganze Flug und Aufwand schon gelohnt.

Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als Fedor direkt vor meinen Augen verlor. Als ich dann das Halbfinale gewann, stand die Welt für mich Kopf. Ich war vor Fedor platziert, dem unumstritten besten MMA-Fighter der Welt. Auf dem Podium hat mir Fedor noch mal persönlich gratuliert und mir später noch seinen Manager vorbeigeschickt, mit dem ich Nummern getauscht habe. Das war für mich die größte Ehre überhaupt, dass Fedor auf mich aufmerksam geworden ist.

Welche Ziele möchtest Du im Kampfsport noch verfolgen? Bei einem solchen Background kann der nächste Schritt doch eigentlich nur MMA heißen…
Ja richtig, all meine Trainingseinheiten drehen sich momentan hauptsächlich um MMA. Ich suche diese Herausforderung, ein kompletter Kämpfer zu werden.

Wie laufen die Vorbereitungen auf Deinen ersten MMA-Kampf? Mit welchen Teams trainierst Du?
Die Vorbereitungen laufen leider noch nicht ganz perfekt, da mich meine tägliche Arbeit noch ziemlich vereinnahmt. Aber ich arbeite daran, mich mehr und mehr meinem Training zu widmen. Ich selber gebe MMA-Unterricht im Mach1 Studio bei Klaus Nonnemacher in Karlsruhe. Trainiert werde ich aber für den Bodenkampf von Christoph Schadek, unserem Headcoach vom Karlsruher BJJ-Alliance Team und im Stand von Klaus Nonnemacher.

Gibt es schon einen ungefähren Termin für Dein Debüt?
Vielleicht in drei bis vier Monaten. Meine Trainer und ich sind sich da einig, dass ich nur mit optimaler Vorbereitung kämpfen werde. Aber ich will in den Ring! Früher oder später kommt mein MMA-Debüt, das steht fest.

Für welche Dinge kannst Du Dich abseits vom Kampfsport begeistern?
Leider hab ich nicht sehr viel Zeit für mein Privatleben, meine Arbeit und der Sport kostet mich schon sehr viel Zeit und Energie. Aber wenn ich mal Zeit habe, versuche ich sie einfach nur zu genießen und zu entspannen.

Vielen Dank, Janosch, wir wünschen Dir alles Gute für die Zukunft! Möchtest Du zum Schluss noch etwas loswerden?
Gruß an meine BJJ-Trainer Christoph und Sven und an meinen Thaibox-Coach Klaus Nonnemacher. Und danke für das Interesse von den Jungs von GroundandPound für dieses Interview.