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GnP Awards 2011: Kampf des Jahres national

Nick Hein vs. Sebastian Risch (Foto: Uwe Tersek/youte.info)

Der Kampf wurde groß angekündigt und heiß diskutiert. Der ehemalige Judo-U23-Europameister Nick Hein traf auf den Bremer Thaiboxer Sebastian Risch. Hein war bis zum Zeitpunkt des Kampfes ungeschlagen und brachte eine Siegesserie von fünf Kämpfen mit. Sebastian Risch war im Jahr 2010 so stark, dass er zum „Meistverbesserten Kämpfer des Jahres“ gewählt wurde. Das Duell hielt, was die Fakten versprachen und wurde sicher zum „Kampf des Jahres national“ gewählt.

Nick Hein machte im Jahr 2011 vor allem durch seinen Ausflug nach Japan auf sich aufmerksam. Auf GnP-TV präsentierte er zusammen mit Cengiz Dana, seinem Teamkollegen vom Combat Club Cologne, einen Videoblog, bei dem alles gezeigt wurde, was die Kölner Jungs im Land der aufgehenden Sonne lernten und entdeckten.

Danach durchlitt er eine schwierige Zeit mit einer Knieverletzung, die ihn auch dazu zwang, seinen eigentlich für Respect.5 angedachten Kampf gegen Mario Stapel abzusagen. Es war nur eine von unzähligen Absagen, die diese Show heimsuchten. Es dauerte bis Respect.6, ehe der Judo-U23-Europameister von 2009 wieder ins Seilgeviert steigen konnte.

Sebastian Risch war der Shootingstar des Jahres 2010, und auch im Jahr 2011 sollte der Mann vom Free Fight Team Bremen diesen Weg weiter fortsetzen. Durch Siege über Christian Kroetsch bei Respect.5 und Kawasah Durchishey bei Superior FC 4 konnte er seinen Namen weiter im Gespräch halten.

Ihr Kampf, bei dem der vakante Mittelgewichtstitel von Respect.FC auf dem Spiel stand, wurde mit Spannung erwartet. Bei vielen Zuschauern in der Halle galt Hein als leichter Favorit, ein Eindruck, der sich auch in der ersten Runde des Kampfes widerspiegelte. Hein konnte diese mit seinem besseren Groundgame für sich gewinnen, auch wenn der Bremer durchblitzen ließ, wie gut sein Stand-Up ist, als er einige gute Schläge und Tritte ansetzen konnte.

In der zweiten Runde übernahm der Schützling von Michael Rüdiger die Kampfführung. Trotz allem schaffte es der Hein immer wieder, die Mount zu erreichen, sodass er mit seinem guten Judo lange Zeit eine Gefahr darstellte.

Entschieden wurde der Kampf durch einen guten Sweep, den Risch zur Mitte der zweiten Runde ansetzte. Nach dem Sweep hagelte es dauerhaft Kniestöße zum Körper und Kopf von Hein, die den Ringrichter dazu veranlassten, den Kampf zu beenden.

Der Underdog konnte also den Favoriten besiegen, in einem ansehnlichen Kampf, der vor allem von der Stimmung in der Halle und der Ausgeglichenheit der Kämpfer lebte.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. Sebastian Risch vs. Nick Hein – 27.71%
2. Martin Zawada vs. Valdas Pocevicius – 20.50%
3. XXX vs. Maik Stumbries – 16.93%
4. Janosch Stefan vs. Sultan Kasanov – 16.46%
5. Marco Knöbel vs. Miodrag Barisic – 10.48%
6. Andreas Birgels vs. Benas Mikalauskas – 7.91%