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GnP Awards 2009: Mannschaft des Jahres national

Ihre Mischung aus Judo, Boxen und Ringen gibt den Gegnern Rätsel auf: Grappling Arts Freiburg

Schaut man sich die bisherigen Ergebnisse der GroundandPound Awards 2009 einmal genauer an, ist ein Muster von Doppelsiegen zu erkennen: Der laut unseren Lesern beste Kämpfer und die beste Kämpferin stehen bei Strikeforce unter Vertrag, der Cologne Combat Club stellt den besten Neuling und den meistverbesserten Kämpfer national und der beste Neuling und kultigste Kämpfer international sind dem polnischen KSW-Team angeschlossen.

So verwundert es wenig, daß die Auszeichnung für die „Mannschaft des Jahres national“ ebenfalls an ein Team geht, das bereits einen Einzelpreis abgeräumt hat. Die Rede ist von „Grappling Arts Freiburg“, der Meisterschmiede um den frischgebackenen „Bodenkämpfer des Jahres national“ Gregor Herb. Die Bilanz der Breisgauer ist im Kalenderjahr 2009 wirklich beeindruckend: Zwölf vorzeitigen Siegen stehen nur eine knappe Niederlage nach Punkten gegenüber.

Einen Löwenanteil am Erfolg des Teams hatte natürlich Cheftrainer Herb selbst: Mit einem Quartett an Submission-Siegen über den brasilianischen Boxer Marcelo Lopez in Hamburg, gegen „Golden Glory“-Kämpfer Ahmet Bayrak im bulgarischen Burgas, gegen den bis dato ungeschlagenen Russen Sergey Kornev in São Paulo und zu guter letzt vor heimischem Publikum gegen den griechischen Newcomer Jannis Dimitriou – auf konstante Leistungen von Herb war Verlass.

Seinem Trainer in nichts nachgestanden hat Supertalent Pascal Krauss. Der erst 22-jährige Senkrechtstarter boxte, rung und grappelte sich durch den zähen Polen Kamil Lipinski, den Thüringer Haudegen Dominique Stetefeld, den Schweizer Jiu-Jitsu-Meister Gökmen Dalli, den französischen Karateka Mehdi Mahouache und den serbischen Judo-Schwarzgurt Srdjan Sekulic, um sein Jahr mit der perfekten Bilanz von 5-0 abzuschließen.

Doch auch die weniger bekannten Teammitglieder der Freiburger Mannschaft wußten durchweg mit starken Leistungen zu überzeugen: Mittelgewicht Daniel Mattuschek und Weltergewicht Mehmet Inan waren ebenfalls bei der zweiten Freiburger Fight Night siegreich. Inan nahm zudem noch an einem Acht-Mann-Turnier im Lossburger Sakura Dojo teil, bei dem er sich erst im Finale dem US-Amerikaner Brandon Kilfoyle geschlagen geben mußte.

Insgesamt entfiel jede vierte Leserstimme auf die Mannen um Gregor Herb. Von ihnen denkbar knapp auf den zweiten Platz verwiesen wurden die Stuttgarter Hengste um Deutschlands besten „U-23“-Kämpfer Alan Omer, Haudegen Robert Westerman und die Zampakikas-Brüder. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen der Kölner „Combat Club Cologne“, das Team von und um MMA-Pionier Mario Stapel und das Leipziger Bushido Free Fight Team.

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. Grappling Arts (Freiburg) 25,0%
2. Stallion Cage (Stuttgart) 22,0%
3. Combat Club Cologne (Köln) 19,5%
4. Stapel MMA (Asslar) 17,1%
5. Bushido Free Fight Team (Leipzig) 10,9%
6. East Coast Germanen (Rostock) 5,5%