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Exklusiv-Interview mit Mairbek Taisumov

Mairbek "Beckan" Taisumov (Foto: M-1 Global)

Mairbek „Beckan“ Taisumov (18-3) ist eines der besten Leichtgewichte Europas, das noch keinen größeren Titel gewonnen hat. Am 27. Februar hat der 24 Jahre alte Wiener die Möglichkeit, das nachzuholen. Bei der M-1 Challenge 37 kämpft er gegen den Russen Musa Khamanaev um das Leichtgewichtsgold von M-1 Global. Drei Wochen vor seinem großen Auftritt nahm sich Taisumov die Zeit für ein kurzes Interview mit uns.

Groundandpound.de: Hallo Beckan, wie läuft die Vorbereitung auf Deinen großen Titelkampf?
Mairbek Taisumov: Meine Vorbereitung läuft optimal und ich fühle mich besser als je zuvor. Für diesen Titelkampf wagte ich eine etwas andere Vorbereitung. Ich bereite mich in einem Trainingscamp in Thailand vor, und ich muss sagen, ich bin froh, diesen Schritt gewagt zu haben.

Es heißt, Du hättest Dich endgültig von MMA Spirit getrennt. Wie kam es dazu?
Was die Trennung mit MMA Spirit anbelangt, so bewahrheite ich dies. Dazu möchte ich mich nicht äußern. Jedoch bereue ich meine Entscheidung keinesfalls.

Dein Titelkampf gegen Musa Khamanaev hätte bereits im November 2012 stattfinden sollte, wurde aber wegen Krankheit verschoben.
Ich fand es traurig, dass kein Titelkampf stattgefunden hat. Dabei war es mir egal, gegen wen ich antreten hätte sollen.

Der Knock-out ist nahe. (Foto: M-1 Global)Passt Khamanaev zu Deinem Kampfstil oder könnte er unbequem werden?
Jeder Gegner hat Qualitäten, mit denen er unbequem werden kann. Was Musa anbelangt, so schätze und sehe ich ihn als einen guten Gegner. Ich achte nicht, ob jemand zu meinem Kampfstil passt.

Er hat Daniel Weichel mit dem Heel Hook kalt erwischt. Wie stellst Du Dich auf seine Aufgabegriffe ein?
In einem Kampf kann „alles“ passieren, dafür versuche ich mich bestens vorzubereiten.

Angenommen, Du und Daniel gewinnt Eure Kämpfe bei M-1 Challenge 37. Würdest Du dann bereit sein, den Titel auch gegen ihn zu verteidigen?
Selbst wenn ich meinen Titelkampf bei der M-1 Challenge 37 gewinnen würde, kann ich mir schwer vorstellen, dass Daniel gegen mich antreten würde. Wenn ich den Titel gewinne, wäre ich bereit, diesen Titel gegen jeden zu verteidigen.

Mit Nandor Guelmino tritt der erste Österreicher bald in der UFC an. Macht Dich das stolz oder eher neidisch?
Stolz wäre der falsche Begriff. Weder stolz noch neidisch macht mich dies. Ich freue mich für Nandor und wünsche ihm auf jeden Fall viel Erfolg. Ich hoffe gleichzeitig, dass mehrere Österreicher in der UFC repräsentiert werden.

Welche Ziele hast Du Dir für 2013 gesetzt?
Wie bisher habe ich mir keine großen Ziele für das kommende Jahr gesetzt. Ich trainiere diszipliniert und lasse mich von Kampf zu Kampf bzw. von Vorbereitung zu Vorbereitung überraschen.

Hast Du uns zum Schluss eine Prognose für Deinen Kampf?
Ich bin gegen jede Prognose, die vorausgesagt wird. Am 27. Februar werden wir erleben, was geschehen wird. Die Zuseher sollen zufrieden sein.

Vielen Dank für das Kurz-Interview und alles Gute für den Kampf!
Danke! Übrigens danke ich, im Namen meines Teams MMA Vienna, euch GroundandPound für die Arbeit, die ihr leistet.

Beckans Ground and Pound zeigt verheerende Wirkung. (Foto: M-1 Global)