MMA - CH/AT

Die Leiden des jungen P.

Kommt in diesem Jahr einfach nicht auf die Beine: Pascal Krauss (24)

Pascal Krauss klebt in diesem Jahr einfach das Pech am Hacken.

Nur einen Monat nachdem er sich von einer Schultereckgelenksabsprengung im vergangenen Dezember erholt hatte - der gleichen Verletzung, die auch UFC-Schwergewichtsweltmeister Cain Velasquez bereits die letzten zehn Monate außer Gefecht gesetzt hat - kugelte sich der 24-jährige Freiburger am vergangenen Wochenende in der Vorbereitung auf seinen Kampf gegen den Briten John Hathaway am 5. November die andere Schulter aus.

Obwohl er nach der erneuten Verletzung glücklicherweise nicht unters Messer muß, wird der "Panzer" trotzdem in den kommenden sechs bis acht Wochen in der Garage bleiben müssen, was eine vernünftige Vorbereitung auf Hathaway unmöglich macht.

"Wie ihr euch ja bestimmt vorstellen könnt, bin ich absolut am Boden zerstört von der neuen Verletzung und dass ich jetzt nicht gegen Hathaway kämpfen kann", erzählte Krauss Groundandpound.de am Telefon. "In zehn Jahren Kampfsport hatte ich bis dato keine größeren Blessuren. Das Training und der Wettkampf sind mein Leben! Die letzten acht Monate einfach nur rumsitzen zu müssen und mich in der Reha zu quälen, war ein absoluter Albtraum, der Kampf gegen Hathaway war mein Silberstreif am Horizont. Jetzt wieder verletzt zu sein ist einfach nur niederschmetternd. Trotzdem gebe ich nicht auf und hoffe, daß ich wieder komplett gesund werden und im kommenden Jahr neu angreifen kann!"

Krauss legte zwischen 2008 und 2010 einen kometenartigen Aufstieg von lokalen Veranstaltungen in Baden-Württemberg bis an die Spitze der europäischen Rangliste hin. Nachdem er den prestigeträchtigen Cage Warriors Weltergewichtstitel, den vor ihm auch schon Dan Hardy gehalten hatte, gewinnen konnte, wurde er im August 2010 von der UFC verpflichtet.

Der Musterschüler von Gregor Herb machte sein Debüt im Octagon bei UFC 122 in Oberhausen am 13. November vergangenen Jahres. Gegen das ebenfalls ungeschlagene Bodenkampf-Ass Mark Scanlon vom Liverpooler Team Kaobon lieferte sich der junge Freiburger eine Schlacht über drei Runden, an deren Ende ein einstimmiger Punktsieg und die "Kampf des Abends"-Auszeichnung stand.