MMA - CH/AT

Der zweite kampfsportelite.com Erfolgskongress naht

Stefan Billen mit Chuck Liddell.

Am 9. und 10. Oktober findet in Dortmund der zweite kampfsportelite.com Erfolgskongress statt. GroundandPound hat den Veranstalter Stefan Billen interviewt:

GroundandPound: Herr Billen, welche Zielsetzung verfolgt der Erfolgskongress?
Stefan Billen: Der kampfsportelite.com Erfolgskongress ist ein von der MAIA (Martial Arts Industry Association) ins Leben gerufener Event, wo hochqualifizierte und wirtschaftlich erfolgreiche Martial Arts Profis ihr Know-How in komprimierter und praxistauglicher Form an Betreiber von Kampfsportschulen weitergeben. Die Zielsetzung der MAIA und des Kongresses ist es, passionierten Kampfsportlern zu helfen ihre Leidenschaft zum einem – gut bezahlten – Beruf zu machen.

Nennen Sie uns bitte ein paar Rahmendaten (Teilnehmer, Referenten, Themen...)
Der Erfolgskongress 2010 wird im Dortmunder Hilton Hotel stattfinden. Im vergangenen Jahr waren es über 300 Teilnehmer, die nach Dortmund gekommen sind. Der Kongress steht auf drei Säulen: Kampfsportmesse (Schwerpunkt MMA), Business-Seminare und praktische Seminare. Wir haben in diesem Jahr die absolute Elite als Referenten gewinnen können. Um nur einige zu nennen: Frank Silverman, Autor des Bestsellers „Kampfsport ist Business“ und Betreiber der größten Kette von kommerziellen Kampfsportschulen in den USA. Kampfsportlegende Bill “Superfoot” Wallace, Marketing-Guru Lance Gregorchuck und ein Repräsentant des American Top Teams.

Bei der Themenauswahl dreht es sich im Kern um folgende Dinge: Wie bekomme ich mehr Leute in die Kampfsportschule? Wie erreiche ich, dass meine Schüler möglichst lange bei mir bleiben? Wie erziele ich bessere Umsätze mit meiner Kampfsportschule?

Wie beurteilen Sie den MMA-Markt in Deutschland und welche Rolle spielt der MMA-Sport auf dem Kongress?
Ich komme gerade aus Las Vegas zurück. Ich habe die Entwicklung der letzten Jahre in den USA genau verfolgt. Anfangs war ich sehr skeptisch – doch inzwischen hat sich meine Skepsis in große Euphorie gewandelt. Mixed Martial Arts ist in den USA der absolute Trendsport von jungen Erwachsenen. Denn der MMA-Sport ist eine verdammt coole Sache. Der MMA-Sport ist mittlerweile auch sozialverträglich in der amerikanischen Gesellschaft. Die UFC-Champs sind wahre Volkshelden. Ich erinnere mich noch gut an ein Erlebnis von vor circa vier Jahren. Ich war in Oklahoma-City zu Gast bei Mike Dillard. Mike ist der Eigentümer von Century Martial Arts (dem größten Kampfsportausstatter der Welt) und teilt sich einen Privatjet mit Chuck Norris. Es war Samstagabend und in Mikes Haus in einem Villenviertel vor den Toren der Stadt trafen sich die Nachbarschaft und gute Freunde zur UFC-Fernsehübertragung. Diese Leute waren Professoren, Ärzte, Rechtsanwälte und allesamt MMA-Fans. Es war für mich etwas surreal – denn diese Zusammensetzung des Publikums gibt es Deutschland nur beim Fußball. Die Herren kannten sich perfekt aus in der MMA-Welt.

In Deutschland sind wir davon noch einige Zeit entfernt, aber es wird in wenigen Jahren ähnlich sein wie in den USA. Der MMA-Sport ist nicht mehr aufzuhalten, denn es ist der „real deal“. Meine Quellen berichten mir, dass die UFC in den nächsten Jahren enorm viel Geld in Deutschland investieren wird, um diesen europäischen Kernmarkt zu bedienen. Natürlich spielt der MMA Bereich auch beim kampfsportelite.com Erfolgskongress 2010 eine große Rolle. Die Veranstaltung läuft in Kooperation mit den Big-Playern der Branche: UFC, TapouT und Century!

Welche Trends zeichnen sich im Kampfsport ab, welche neuen Angebote sorgen für Aufsehen?
Ich sehe einige eindeutige Trends im Kampfsport. Zum ersten wird es in den nächsten Jahren eine Marktbereinigung geben. Die Schulen, die nicht gut und profitabel geführt werden, werden kaputt gehen. Der Kinderbereich wird immer wichtiger als Zielgruppe. Hier muss werteorientierte Kampfkunst vermittelt werden. Wir haben da gute Programme im Angebot. Für Jugendliche und junge Erwachsene müssen coole Konzepte und Lifestyle vermarktet werden. In den USA gibt es jetzt bereits „an jeder Ecke“ MMA-Schulen und Stores.  Ein riesiger Boom, der langsam auch hier ankommt. Man muss allerdings aufpassen und die Angebote auch sozialverträglich gestalten, um die zahlungskräftigen Bevölkerungsgruppen zu erreichen.  Auf dem Kongress wird das Programm des American Top Teams vorgestellt. Hierdurch erreicht man auch die normale Zielgruppe. Leute, die nicht kämpfen, aber genauso wie die Champions trainieren wollen. Dortmund wird wirklich spannend.

Mit LesMills ist einer der großen Fitnessanbieter in den Kampfsportmarkt eingestiegen. Was verbirgt sich dahinter und welche Rolle spielen die im Rahmen des Kongresses?

LesMills ist der weltweit größte Anbieter von Gruppenfitness und in nahezu allen Fitnesstudios vertreten. Diese klugen Köpfe haben auch die großen Chancen von Martial Arts Programmen erkannt und sind eine Partnerschaft mit uns eingegangen. Da wird es noch viele interessante Projekte geben.